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Auto-Verkäufe: Ein Konzern bestimmt fast alle Klassen

Die Nummer 1 der Segmente  

Ein Autobauer bestimmt fast alle Klassen

Von Markus Abrahamczyk

12.07.2019, 14:47 Uhr
Auto-Verkäufe: Ein Konzern bestimmt fast alle Klassen. Der Golf: Er gab einem ganzen Segment einen neuen Namen – Golf-Klasse. Der Grund dafür ist sein immenser Marktanteil. (Quelle: Hersteller)

Der Golf: Er gab einem ganzen Segment einen neuen Namen – Golf-Klasse. Der Grund dafür ist sein immenser Marktanteil. (Quelle: Hersteller)

VW und kein Ende: Von S bis XXL – die Wolfsburger bestimmen fast alle Segmente. Und wo der Autobauer selbst nicht vorn liegt, macht eben eine Tochtermarke das Rennen. Neue Zahlen zur Marktmacht des Konzerns.

Monat um Monat registrieren die Statistiker beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ganz genau, wieviele Neuwagen ihre allerersten Meter auf unseren Straßen fahren. Und auch, welches Markenlogo diese Autos überm Kühlergrill in den Fahrtwind halten. Diese Zahlen, die man da in Flensburg notiert – sie beschreiben allmonatlich: An VW kommt niemand vorbei.

Das gilt zum einen für die Kunden und dadurch zum anderen auch für die Konkurrenz.

In ganzen sieben von 13 Segmenten kauften die Deutschen im Juni am liebsten einen Volkswagen. Zählt man die Tochtermarken hinzu, führt der Konzern sogar in neun Segmenten.

Beachtlich ist auch, wie VW selbst innerhalb der Segmente dominiert. Das zeigt ein Blick auf die Kompaktklasse: Mehr als jedes vierte Auto (27,7 Prozent), das im beliebtesten Segment der Deutschen verkauft wird, war im Juni ein Golf. Auch bei den Geländewagen kommt mit dem Tiguan ein VW auf einen satten Anteil von 26,6 Prozent.

Zwei Spitzenplätze gehen an Fiat

In gerade einmal vier Segmenten überlassen die Wolfsburger anderen Herstellern die Spitze. Das ist zweimal Mercedes – und zweimal Fiat.

Die Italiener können mit ihrem kleinen 500 im Bereich der Kleinstwagen punkten. Sein Retro-Design kommt inzwischen seit zwölf Jahren bestens bei den Kunden an. Und sein Preis (ab 13.000 Euro) ist deutlich verträglicher als die 17.400 Euro, die Mini, der größte Konkurrent, für sein Einstiegsmodell kassiert.

 (Quelle: kabel eins)

Machtwechsel bei BMW: Der Vertrag von Harald Krüger wird im April 2020 auslaufen. (Quelle: kabel eins)

BMW-Chef Harald Krüger tritt ab

BMW-Chef Harald Krüger tritt ab. Wie der Konzern am Freitag mitteilte, wolle Krüger seinen im April 2020 auslaufenden Vertrag nicht verlängern. (Quelle: kabel eins)


Machtwechsel bei BMW: Der Vertrag von Harald Krüger wird im April 2020 auslaufen. (Quelle: kabel eins)


Der große Ducato wiederum ist die Nummer 1 der Wohnmobile. Fiat selbst bietet ihn nicht als Caravan an – er dient den Herstellern lediglich als Basis für ihre Umbauten. Die Branche hält aber große Dinge auf den Fiat: Er kommt hier auf einen Marktanteil von 58,2 Prozent.

Juni-Charts: Die Nummer 1 in allen Segmenten

SegmentNummer 1Verkaufte AutosAnteil im Segment
MinisFiat 5003.90917,5 Prozent
KleinwagenVW Polo5.02611,7 Prozent
KompaktklasseVW Golf18.69227,7 Prozent
MittelklasseVW Passat6.10717,2 Prozent
Obere MittelklasseAudi A64.61245,3 Prozent
OberklasseMercedes S-Klasse41317,7 Prozent
SUVVW T-Roc5.6468,2 Prozent
GeländewagenVW Tiguan8.01226,2 Prozent
SportwagenPorsche 91166916,2 Prozent
Mini-VansMercedes B-Klasse2.77540,7 Prozent
Großraum-VansVW Touran3.95833,4 Prozent
NutzfahrzeugeVW Transporter3.97024,9 Prozent
WohnmobileFiat Ducato3.22058,2 Prozent

Mercedes mit B-Klasse und S-Klasse ganz vorn

Die B-Klasse von Mercedes (ab 28.100 Euro) verkauft sich erfolgreicher als jeder andere Mini-Van, die luxuriöse S-Klasse (ab 103.000 Euro) gibt in der Oberklasse den Ton an.
 

 

Die Führung im Luxussegment übernahm Mercedes im Jahr 2016 von BMW. Der Erzrivale aus München steht derzeit in keinem Segment auf dem Spitzenplatz. Damit sich daran etwas ändert, wird es bei den Bayern demnächst einen Wechsel an der Konzernspitze geben: Anfang Juli gab BMW-Chef Harald Krüger bekannt, dass er seinen Posten aufgibt – freiwillig. Allerdings hieß es schon länger, dass Krügers Stuhl wackelt.

Sein Nachfolger soll die Absatzzahlen wieder nach oben bringen. Das wird zumindest in der Oberklasse keine einfache Aufgabe: Der aktuelle 7er von BMW (seit 2015) muss noch eine ganze Weile durchhalten, bis sein ein neues Modell kommt. Aber schon 2020 bringt Mercedes seine neue S-Klasse auf den Markt, die technisch und optisch natürlich auf neuestem Stand sein wird. Dann dürfte der 7er mit einem Mal ganz schön alt aussehen.

Verwendete Quellen:
  • Kraftfahrt-Bundesamt
  • Eigene Recherche

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