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Warum die hohen Auto-Zulassungszahlen trügen

Überraschende September-Bilanz  

Warum die hohen Auto-Zulassungszahlen trügen

06.10.2020, 14:25 Uhr
Warum die hohen Auto-Zulassungszahlen trügen. Neuwagen auf dem Weg zu den Kunden: Trotz Corona lief es im September für die Autoindustrie besser als im Vorjahresmonat. (Quelle: imago images/Jochen Tack)

Neuwagen auf dem Weg zu den Kunden: Trotz Corona lief es im September für die Autoindustrie besser als im Vorjahresmonat. (Quelle: Jochen Tack/imago images)

Mitten in der Auto-Krise machen die Absatzzahlen plötzlich einen – vermeintlichen – Sprung nach oben. Dem Verband der Autobauer ist trotzdem nicht zum Feiern zumute. Und das hat einen guten Grund.

Genau 265.227 neue Autos wurden im September zugelassen – und damit 8,4 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Neben einigen kräftigen Zuwächsen gab es aber auch starke Einbußen. Das beste Monats-Ergebnis unter den deutschen Herstellern lieferte Audi ab: Die VW-Tochter meldete ein Absatz-Plus von 42,4 Prozent gegenüber dem September 2019. Immerhin leicht im Plus sind Mini (+4,7 %), BMW und Mercedes (jeweils +1,9 %) und VW (+1,6 %).

Die übrigen deutschen Hersteller haben einen Rückgang wegzustecken. Mit einem leichten Minus von 0,8 Prozent ist Ford glimpflich davongekommen. Deutlich stärker sind die Einbußen bei Porsche (-19,7 %), Opel (-27,6 %) und Smart mit -41,2 Prozent.

Tesla unter den Importeuren die Nummer eins

Erfolgreichste Importeure sind Tesla (+82,7 %), Seat (+71,1 %), Subaru (+70,4 %), Alfa Romeo (+59,5 %) und Renault (+58,4 %). Weniger gut lief es für DS (-41,5 %), Ssangyong (-29,0 %) und Mazda (-24,7 %).

Laut des Verbands der Automobilindustrie (VDA) sind die neuen Zahlen aber kein Ausdruck eines erfolgreichen Septembers 2020 – sondern eines erfolglosen Vorjahresmonats. Damals habe die Einführung des neuen Verbrauchs-Prüfstandards WLTP dazu geführt, dass weniger Autos als sonst auf die Straßen kamen. Für das gesamte Jahr 2020 geht der Lobbyverband nach wie vor davon aus, dass ein Viertel weniger Autos neu zugelassen werden als im Vorjahr.

Diese Segmente sind am beliebtesten

Mehr als jeder fünfte Neuwagen (21,2 Prozent) war auch im September ein SUV, dicht gefolgt von der Kompaktklasse, deren Anteil bei 21,0 Prozent liegt. Dahinter folgen Kleinwagen (16,8 %), Geländewagen (10 %), Mittelklasse (9,7 %) und die sogenannten "Utilities" (also Nutzautos wie Hochdachkombis und Pick-ups, 4,6 %).

Ungebrochen blieb die Nachfrage nach Elektroautos: 21.188 Neuwagen mit reinem Elektroantrieb wurden im September erstmals zugelassen – fast drei Mal so viele wie ein Jahr zuvor.

Verwendete Quellen:
  • Kraftfahrt-Bundesamt
  • Nachrichtenagentur dpa

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