Sie sind hier: Home > Auto > Technik & Service > Ratgeber >

Flüssige Kraftstoffe im Auto: Wie viel Sprit an Bord erlaubt ist

Benzinkauf im Nachbarland  

Wie viel Sprit im Auto ist erlaubt?

20.10.2021, 11:46 Uhr | dpa

Flüssige Kraftstoffe im Auto: Wie viel Sprit an Bord erlaubt ist. Stille Reserve: Kleine Mengen Benzin oder Diesel im Auto reichen in der Regel aus. (Quelle: dpa/Christin Klose)

Stille Reserve: Kleine Mengen Benzin oder Diesel im Auto reichen in der Regel aus. (Quelle: Christin Klose/dpa)

Die Spritpreise sind derzeit hoch. Woanders ist die flüssige Energie manchmal billiger – doch wie viel Sprit darf man im Auto eigentlich generell mitnehmen?

Aktuell steigen die Spritpreise. Wer eine günstige Tankgelegenheit gefunden hat, füllt den Tank bis an den Rand, gern auch den Ersatzkanister. Doch in unbegrenzten Mengen dürfen Privatleute Sprit gar nicht mitnehmen, informiert der ADAC.

Denn flüssige Kraftstoffe sind Gefahrgut, so der TÜV Süd. Privatpersonen dürfen für den persönlichen oder häuslichen Gebrauch oder für Freizeit und Sport höchstens 240 Liter transportieren. Die Menge muss verteilt sein auf maximal 60 Liter fassende Reservebehälter – das gilt innerhalb Deutschlands. Der entsprechende Kanister muss die sogenannte Reservekraftstoffkanister-Zulassung (RKK) erfüllen. Dann ist er dicht, fest verschließbar und bruchsicher.

Eine Reserve sollte eigentlich klein ausfallen

Ein Reservekanister sollte lediglich die Weiterfahrt bis zur nächsten Tankstelle sicherstellen. "In der Regel reichen damit fünf Liter", so Vincenzo Lucà vom TÜV Süd. Aus Sicherheitsgründen rät auch der ADAC, nicht mehr als zehn Liter als Reserve mitzunehmen.

Damit von der Fracht so wenig Gefahr wie möglich ausgeht, sollte der Kanister bei einem Transport weit weg von den Insassen untergebracht werden – also am besten im Kofferraum. Dort sollte er ordentlich gesichert werden, damit er beim Bremsen oder Ausweichen nicht umherfliegt.

Tanktourismus – lohnt sich das?

Aktuell ist der Sprit im benachbarten Ausland wie etwa in Polen, Tschechien, Österreich und Luxemburg teils erheblich billiger. Da können in Grenznähe lebende Autofahrer beim Tanken durchaus sparen. Eine Faustformel, ab wann sich das lohnt, gibt es laut ADAC aber nicht. Man muss bei Fahrten, die ausschließlich dem Tanken dienen, auch den Zeitaufwand und den Verschleiß am Auto einkalkulieren – Stichwort Kilometerkosten.

Es lohne sich aber vor allem dann, wenn die Preisunterschiede hoch und die Entfernungen sehr kurz seien. Wer ohnehin etwa zur Arbeit über die Grenze fahren müsse, für den lohne sich bereits ein kleinerer Preisunterschied. Doch Vorsicht, die Menge, die man im Ausland in Benzinkanistern mitnehmen darf, ist begrenzt. Für Österreich und Tschechien etwa nennt der ADAC zehn, für Polen 20 Liter und Luxemburg verbietet die Mitnahme von Benzin im Kanister ganz.

Wer die Regeln ignoriert, müsse mit "empfindlichen Bußgeldern" rechnen, die je nach Land unterschiedlich ausfallen können. Und auch bei der Einfuhr nach Deutschland von Reservekraftstoff im Kanister muss bei mehr als 20 Litern Mineralölsteuer entrichtet werden.

Wohin mit dem Sprit?

Wie viel Sprit zuhause gelagert werden darf, regeln die Garagenverordnungen der Länder. So ist laut ADAC die Lagerung nur in Kleingaragen erlaubt. Dann lassen sich bis zu 200 Liter Diesel und bis zu 20 Liter Benzin in dicht verschlossenen und bruchsicheren Behältern lagern. Der ADAC rät aus Sicherheitsgründen aber davon ab, da schnell entzündliche Dämpfe leicht aus den Reservebehältern entweichen können.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Gebrauchtwagensuche

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: