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Ölsanktionen gegen Russland: Droht jetzt eine Sprit-Knappheit in Deutschland?


Droht jetzt eine Sprit-Knappheit?

  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk

Aktualisiert am 06.12.2022Lesedauer: 2 Min.
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Neue Ölsanktion in Kraft: Autofahrer sollten nun keinen Sprit hamstern. Denn dadurch würde er sich erst recht verteuern.
Neue Sanktion in Kraft: Autofahrer sollten nun keinen Sprit hamstern. Denn dadurch würde er sich erst recht verteuern. (Quelle: IMAGO/Rolf Poss)
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Seit heute gelten neue Ölsanktionen gegen Russland. Wird das Tanken nun noch teurer? Wird Sprit sogar knapp? Das sollten Autofahrer jetzt tun.

Neue Sanktionen gegen den Kriegstreiber: Ab heute darf Rohöl aus Russland nur noch in Ausnahmefällen in die Länder der EU importiert werden. Russland wiederum droht, bestimmte Länder nicht mehr mit Rohöl zu beliefern. Außerdem gilt nun ein Preisdeckel. Die Hoffnung dahinter: Die Preisobergrenze soll an den Energiemärkten zu einer Entspannung führen und zudem Drittländer entlasten. Teils werden jetzt aber auch eine Verknappung und steigende Preise befürchtet.

Potenzial für weitere Verteuerung

Der Konjunkturexperte Dr. Klaus-Jürgen Gern vom Kieler Institut für Weltwirtschaft etwa sieht Potenzial für weitere Preisanstiege. "Das Ölembargo gegen Russland ist sicherlich ein Preistreiber für das nicht russische Öl, denn es fallen durchaus beträchtliche Mengen weg, und die Versorgung muss sichergestellt werden", sagt er der "Berliner Zeitung". Allerdings: Dass Sprit knapp werden könnte, befürchtet er nicht – und deshalb auch keine dramatische Verteuerung.

Auch der ADAC befürchtet keinen drastischen Preisanstieg. Ein Sprecher sagt t-online: "Derzeit sind die Kraftstoffpreise gegenüber der vergangenen Woche leicht erhöht, wir erwarten aber für die nähere Zukunft keine deutlichen Preisanstiege bei Benzin und Diesel." Auch aus Sicht des ADAC seien keine relevanten Engpässe bei der Kraftstoffversorgung zu erwarten.

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"Die Verbraucher sollten jetzt auf jeden Fall keinen Sprit hamstern", mahnt Gern. Denn dann würden die Preise erst recht steigen. Tipp des ADAC: "Grundsätzlich raten wir Autofahrern, gezielt zu tanken, wenn sich günstige Gelegenheiten bieten, also auch dann, wenn der Tank noch nicht leer ist." Wer Sorge hat vor Knappheiten, sollte seinen Tank stets gefüllt halten. Von Vorratskäufen rät auch der Verkehrsclub dringend ab.

Sechs einfache Spritspar-Tricks

Früh hochschalten oder die Klimaanlage auslassen: Um Sprit zu sparen, gibt es viele Möglichkeiten – manche sind sinnvoll, andere eher weniger. Mit diesen sechs Tipps können Sie aber ganz einfach den Verbrauch senken:

  • Zügig beschleunigen
  • An roten Ampeln ausrollen lassen
  • Nicht mehr als 130 km/h fahren
  • Luftdruck kontrollieren
  • Finger weg von vermeintlichen Wundermitteln
  • Auto von Ballast befreien

Hier erfahren Sie mehr über die einzelnen Tricks. Übrigens: Auch ein Blick auf die Uhr kann beim Sparen helfen. Die Spritpreise an der Tankstelle ändern sich nämlich rund 40 Mal pro Tag. Am günstigsten tanken Sie zu folgenden Zeiten:

  • Zwischen 9 und 10 Uhr,
  • zwischen 12 und 13 Uhr,
  • zwischen 15 und 16 Uhr,
  • und zwischen 20 und 21 Uhr.
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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Verkehrsclub ADAC
  • berliner-zeitung.de: "Embargo gegen Russland tritt in Kraft"
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