t-online - Nachrichten für Deutschland
Such IconE-Mail IconMenü Icon

Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
Such Icon
HomeDigitalAktuelles

Warnung vor Betrugsmasche: Job-Scamming – Angebote via SMS und WhatsApp


Warnung vor neuer Betrugsmasche per SMS und WhatsApp


Aktualisiert am 02.12.2023Lesedauer: 3 Min.
Nachrichten
Wir sind t-online

Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr für Sie über das Geschehen in Deutschland und der Welt.

Zum journalistischen Leitbild von t-online.
Betrug: Eine Nachricht sollten Sie sofort löschen.Vergrößern des Bildes
Betrug: Eine Nachricht sollten Sie sofort löschen. (Quelle: B4LLS/Getty Images)

Wenn Sie in den nächsten Tagen eine bestimmte SMS oder WhatsApp-Nachricht erhalten, sollten Sie diese umgehend löschen. Auch wenn das Angebot noch so gut klingt.

Bis zu 1.000 Euro am Tag von zu Hause aus verdienen und dafür lediglich ein paar Hotels bewerten? Das Jobangebot, das bei einigen Verbrauchern in den letzten Tagen als SMS oder WhatsApp-Nachricht einging, klingt für viele zu gut, um wahr zu sein. Und die Skepsis ist berechtigt. Denn dahinter steckt nicht etwa wie in der Nachricht angegeben eine Online-Personalvermittlungsagentur, sondern Kriminelle.

Worum geht es genau?

Aktuell kursiert eine neue Scamming-Methode. Dabei werden Nachrichten via SMS oder WhatsApp versendet, in denen eine Online-Personalvermittlungsfirma angibt, auf den Lebenslauf des Empfängers aufmerksam geworden zu sein. Ihm möchte das Unternehmen daher einen Teilzeitjob anbieten, der in der Freizeit und von zu Hause aus ausgeübt werden könne. Der tägliche Verdienst dafür läge bei bis zu 1.000 Euro. Um den Job anzunehmen, müsse der Empfänger lediglich eine WhatsApp-Nachricht an eine bestimmte Nummer senden – und über 20 Jahre alt sein.

Die unabhängige Informationsplattform "watchlist-internet.at" geht davon aus, dass Verbraucher mit der Nachricht auf eine Plattform gelockt werden sollen, auf der sie sich dann registrieren müssen. Dabei könne es sich unter anderem um die Seiten depopnr.com, kaykaorg.com, oder privko.live handeln, so "watchlist-internet.at". Anschließend müssten die Verbraucher entsprechende Bewertungen abgeben, damit sie hierfür Geld bekommen, heißt es weiter. "Oftmals wird Ihnen vorgegaukelt, dass Sie für ein bekanntes Unternehmen arbeiten. Missbraucht werden zum Beispiel Unternehmen wie Willhaben, Otto, Zalando oder Expedia."

So funktioniert die Scamming-Methode

Zwar sieht der Nutzer dann, dass mit jeder erfüllten Aufgabe der Geldbetrag auf seinem Onlinekonto bei der Bewertungsplattform wächst, doch sobald er sich diesen Lohn auszahlen lassen möchte, komme es zu Problemen: Entweder muss der Nutzer erst Geld einzahlen, damit ihm sein Guthaben ausgezahlt werden kann, oder sein Guthaben sinkt vorher aus unerklärlichen Gründen in den Minusbereich und muss erst durch eine Einzahlung mit (echtem) Geld ausgeglichen werden, ehe es überwiesen werden kann. In beiden Fällen heißt es seitens der Bewertungsplattform, dass das eingezahlte Geld wieder erstattet wird. Das ist jedoch nicht der Fall. Meist erhält das Opfer weder den Lohn für die Tätigkeit noch sein eingezahltes Geld zurück.

Woher haben die Kriminellen meine Handynummer?

Durch Datenlecks kommen Kriminelle oft an die Smartphone-Nummern und/oder E-Mail-Adressen ihrer Opfer. Teilweise werden die Telefonnummern auch automatisch von einem Programm erstellt und quasi nacheinander abgearbeitet.

Wie erkenne ich eine Scamming-Nachricht?

In diesem Fall ist es einfach: die Grammatik und Logik: "Unsere Aufgabe ist einfach: Wir bewerten einfach Ihre Lieblingshotels". Wenn es eine Tätigkeit ist, die der Empfänger ausüben soll, weshalb übernimmt dann die Personalvermittlungsfirma die Bewertung? Und woher weiß sie, was die Lieblingshotels des Empfängers sind? Wer kurz über den Inhalt und seine Logik sinniert, kann darauf kommen, dass es sich um eine Phishing-Methode handelt.

Die Indizien sind jedoch nicht immer so eindeutig. Spätestens, wenn Sie auf eine andere Plattform wechseln oder persönliche Daten wie Name, Adresse, E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder Ihre IBAN preisgeben sollen, sollten Sie stutzig werden. Darüber hinaus ist es äußerst selten, dass eine Online-Personalvermittlungsfirma Jobangebote per SMS oder WhatsApp auf gut Glück verschickt. Sollte es ein Recruiter wirklich auf Sie abgesehen haben, wird er Sie eher anrufen und Ihnen auch genau mitteilen können, woher er Ihre Daten hat und weshalb Sie für das Stellengesuch geeignet sind.

Jobbörsen warnen vor Job-Scamming

Bereits seit 2017 gibt es Betrugsnachrichten mit gefälschten Jobangeboten – sowohl per SMS als auch WhatsApp, Facebook-Messenger, Signal oder Nachricht bei den entsprechenden Internet-Jobbörsen. So warnte bereits Stepstone vor Job-Scamming. "Die Betrüger geben sich oft als potenzielle Arbeitgeber oder Online-Jobportale aus und locken ihre Opfer mit vermeintlich lukrativen Jobangeboten.

Sie nutzen die vertraute Umgebung von WhatsApp, um persönliche Informationen wie Adresse, Geburtsdatum oder sogar Bankdaten zu erschleichen", heißt es dort. "Sei besonders wachsam, wenn du Nachrichten von unbekannten Kontakten erhältst, die dich sofort mit Jobangeboten überhäufen." Denn seriöse Arbeitgeber kommunizieren nicht über WhatsApp und Co., bevor ein persönliches Kennenlernen stattgefunden habe.

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

t-online - Nachrichten für Deutschland


TelekomCo2 Neutrale Website