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Nasa-Sonde Dart verformt Asteroiden: "Nur ein Haufen aus Geröll"


"Nur ein Haufen aus Geröll"
Nasa-Sonde verformt Asteroiden

Von t-online, dpa, sha

27.02.2024Lesedauer: 2 Min.
Dart trifft auf Didymoon: Die Nasa-Sonde sollte einen Asteroiden aus seiner Bahn werfen.Vergrößern des BildesDart trifft auf Dimorphos: Die Nasa-Sonde sollte einen Asteroiden aus seiner Bahn werfen. (Quelle: NASA/Johns Hopkins APL)
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Der Einschlag der Raumsonde Dart auf einen Asteroiden hat weit mehr als dessen Bahn verändert. Schweizer Forscher haben die Daten nun genau analysiert.

Die Wucht des Einschlags der US-Raumsonde Dart hat nicht nur die Bahn des Asteroiden-Mondes Dimorphos verändert, sondern auch dessen Form. Das geht aus Analysen der dazu gesammelten Daten und Computersimulationen eines internationalen Forschungsteams hervor.

Demnach sei Dimorphos zudem kein fester Körper, sondern nur ein locker gepackter Haufen aus Geröll, schreibt das Team im Fachblatt "Nature Astronomy".

Dart war am 26. September 2022 mit einer Geschwindigkeit von rund 23.000 Kilometern pro Stunde auf dem nur 160 Meter großen Asteroiden-Mond Dimorphos eingeschlagen. Die Mission war bisher einzigartig in der Geschichte der Raumfahrt.

Himmelskörper für Raumsonden leicht erreichbar

Dart – die Abkürzung steht für "Double Asteroid Redirection Test" – sollte die Frage beantworten, ob sich Asteroiden, die sich auf ihrer Bahn bedrohlich der Erde nähern, durch einen künstlichen Einschlag ausreichend ablenken lassen.

Die Sonde hatte sich am 24. November 2021 auf den Weg zu dem 780 Meter großen Asteroiden Didymos gemacht. Der Himmelskörper kreist in der Nähe der Erdbahn um die Sonne und ist deshalb für Raumsonden leicht erreichbar.

Wichtiger noch: Er besitzt mit Dimorphos einen Mond – das eigentliche Ziel der Mission –, dessen Umlaufbahn sich sowohl vor als auch nach dem Einschlag exakt vermessen ließ. Bei einem einzelnen Asteroiden wäre es nicht möglich gewesen, den Effekt des Zusammenpralls mit so großer Genauigkeit zu bestimmen.

Neue Mission soll Auswirkungen weiter untersuchen

"Der Einschlag war erfolgreich und hocheffektiv", erläutern Sabina Raducan und ihre Kollegen von der Universität Bern in der Schweiz. Und zwar überraschend effektiv: Die Umlaufzeit von Dimorphos um Didymos änderte sich um 33 Minuten – erwartet hatten die Wissenschaftler maximal 10 Minuten.

Für den Oktober dieses Jahres plant die Europäische Weltraumagentur Esa den Start der Mission Hera, um die Auswirkungen des Einschlags von Dart weiter zu untersuchen. 2026 soll Hera in eine Umlaufbahn um Didymos einschwenken und dann dessen Mond mit zahlreichen Instrumenten in Augenschein nehmen.

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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