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Zorn bei Trumps Wahlkampfteam: Twitter treffe "sehr dumme Entscheidung"


Keine Wahlwerbung mehr
Trump-Team kritisiert Twitter für "sehr dumme Entscheidung"

Von dpa, jnm

Aktualisiert am 31.10.2019Lesedauer: 2 Min.
October 27, 2019, Washington, District of Columbia, USA: United States President Donald J. Trump answers reporter s quesVergrößern des BildesUS-Präsident Donald Trump ist sauer über Twitters Verbot von politischer Werbung (Quelle: Chris Kleponis/imago-images-bilder)
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Bezahlte Tweets mit politischen Inhalten – das soll es künftig auf Twitter nicht mehr geben. Sein Wahlkampfteam sieht darin einen Versuch, Donald Trump und Konservative zum Schweigen zu bringen.

Twitter verbreitet weltweit keine politischen Inhalte mehr als Werbung. "Wir glauben, dass Reichweite für politische Botschaften verdient werden muss, statt erkauft zu werden", schrieb Twitter-Chef Jack Dorsey auf Twitter.

Werbung bei Twitter sind zum Beispiel Tweets, die gegen Bezahlung im Nachrichtenstrom von Nutzern platziert werden können – auch wenn sie dem Account nicht folgen. Die Debatte über politische Werbung kommt in den USA wegen der näherrückenden Präsidentenwahl 2020 immer mehr in Gang.

Donald Trums Wahlkampfmanager Brad Parscale sieht darin einen Schritt, die Wiederwahl des amtierenden US-Präsidenten zu sabotieren. Auf Twitter schrieb er: "Twitter bannt politische Werbung – und noch ein Versuch der Linken, Trump und die Konservativen zum Schweigen zu bringen. Ich wäre nicht überrascht, wenn Twitter das Verbot nach 2020 wieder aufhebt."

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In dem angehängten Statement behauptet Parscake, dass Twitters Maßnahme den Republikanern mehr schaden könne als den Demokraten – und bezieht sich damit erneut auf die oft in republikanischen Kreisen geäußerte Theorie, dass konservative Beiträge in sozialen Netzwerken stärker zensiert würden, als andere.

Twitters Schritt geht in eine klar andere Richtung als jene, die Facebook vor kurzem getroffen hat. In den vergangenen Wochen war Facebook in den USA immer mehr in die Kritik geraten wegen der Entscheidung, Anzeigen mit politischen Inhalten grundsätzlich nicht von den Faktencheck-Partnern des Online-Netzwerks prüfen zu lassen.

Außerdem beschloss das Online-Netzwerk, nichts zu unternehmen, wenn Politiker falsche oder irreführende Informationen verbreiten. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hält zugleich an der Möglichkeit, politische Werbung zu schalten, ausdrücklich fest – auch wenn sie für Facebook keine große Rolle als Einnahmequelle spiele.


Dorsey kritisierte indirekt die Facebook-Position. Twitter würde sich unglaubwürdig machen, wenn die Firma einerseits sagen würde, man unternehme alles, um die Verbreitung irreführender Informationen einzudämmen – aber zugleich sie gegen Bezahlung verbreiten ließe.

Verwendete Quellen
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