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Microsoft warnt vor neuer Sicherheitslücke bei Windows

Von t-online, arg

Aktualisiert am 31.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Ein Rechner mit Windows Windows (Symbolbild): Die Schwachstelle PrintNightmare macht Windows-System aktuell zu schaffen.
Ein Rechner mit Windows: Microsoft warnt vor einer Sicherheitslücke im Diagnosewerkzeug. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa-tmn)
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Microsoft warnt vor einer Sicherheitslücke bei Windows: Durch ein fehlerhaftes Protokoll können Hacker einen schadhaften Code auf den Computer einschleusen. Betroffen sind Millionen Computer. Das können Sie tun.

Der US-Konzern Microsoft warnt Nutzer von Windows-Computern vor einer Sicherheitslücke im hauseigenen Diagnoseprogramm zur Fehlersuche. Im "Microsoft Support Diagnostic Tool" (MSDT) gebe es eine Schwachstelle, durch die Cyberkriminelle einen schadhaften Code in den betroffenen Rechner einschleusen könnten.

In einem weiteren Schritt seien die Hacker dazu in der Lage, die Computerdatenbank zu durchsuchen, Dateien zu löschen oder das System mit Trojanern und anderen Schadprogrammen zu infizieren.

Laut Microsoft sind so gut wie alle Windows-Rechner betroffen, denn die Sicherheitslücke befindet sich in den Versionen Windows 7 bis 11 und Windows Servern 2008 bis 2022. In einer Empfehlung erklärt das Unternehmen, was betroffene Nutzer tun können.

So deaktivieren Sie das Diagnosewerkzeug

Bis ein Sicherheitsupdate für die Windows-Betriebssysteme zur Verfügung steht, sollen Nutzer das Diagnosewerkzeug deaktivieren und nicht mehr nutzen.

Und das funktioniert so:

  1. Die Eingabeaufforderung öffnen: Mit Windows-Taste + R das "Ausführen"-Feld öffnen und dort "cmd" eintippen.
  2. Dort zuerst ein Backup mit "reg export HKEY_CLASSES_ROOT\ms-msdt dateiname" erstellen.
  3. Anschließend mit "reg delete HKEY_CLASSES_ROOT\ms-msdt /f" das Diagnosewerkzeug deaktivieren.
  4. Später lässt sich das Backup des gelöschten Eintrags mit "reg import dateiname" wiederherstellen.

Nicht wundern: Sollten Windows-eigene Fehlersuchen nicht mehr richtig funktionieren, liegt das daran, dass das Diagnosewerkzeug deaktiviert worden ist. Dadurch sind interne Weiterleitungen nicht mehr richtig miteinander verbunden und können nicht mehr genutzt werden.

Bei der Deaktivierung handelt es sich laut Microsoft auch nur um einen "Workaround", also eine Notlösung, bis die endgültige Lösung – in diesem Fall ein offizielles Sicherheitsupdate für das Betriebssystem – zur Verfügung steht. Wie lange Nutzer darauf warten müssen, hat der Konzern in seiner Meldung nicht mitgeteilt.

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