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Wie gefÀhrlich ist das neue Supernetz?

Von dpa
Aktualisiert am 05.04.2019Lesedauer: 4 Min.
Das Bundesamt fĂŒr Strahlenschutz fordert bei 5G einen "umsichtigen Ausbau". Zwar sind die Frequenzen weitgehend in den Bereichen des jetzigen Mobilfunks, doch kĂŒnftig könnten sie auch bei 26 Gigahertz liegen.
Das Bundesamt fĂŒr Strahlenschutz fordert bei 5G einen "umsichtigen Ausbau". Zwar sind die Frequenzen weitgehend in den Bereichen des jetzigen Mobilfunks, doch kĂŒnftig könnten sie auch bei 26 Gigahertz liegen. (Quelle: Jens BĂŒttner/dpa)
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FĂŒr Industrie und Wirtschaft spielt das ultraschnelle mobile Internet 5G eine zentrale Rolle. Verbraucher können sich auf schnellere und stabilere Verbindungen freuen. Doch viele haben Angst vor gesundheitlichen Folgen.

Über 50.000 BĂŒrger haben eine Petition an den Deutschen Bundestag unterschrieben. Darin wird vor den gesundheitlichen Folgen des 5G-Netzausbaus gewarnt. Die Initiatoren wollen damit erreichen, dass der Deutsche Bundestag das laufende Verfahren zur Vergabe von 5G-Mobilfunklizenzen aussetzt und die EinfĂŒhrung des 5G-Mobilfunkstandards verbietet, "solange wissenschaftlich begrĂŒndete Zweifel ĂŒber die Unbedenklichkeit dieser Technologie bestehen." Die notwendige Beteiligung fĂŒr die Petition wurde am 5. April erreicht, der BĂŒrgerantrag befindet sich jetzt in der PrĂŒfung.

Auch in den Suchtrends bei Google gehören "5g gefÀhrlich" oder "5g netz gefÀhrlich" zu den besonders hÀufigen Suchanfragen im Zusammenhang mit 5G. Was kommt da mit der neuen Mobilfunkgeneration auf uns zu? Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Welche Strahlung wird bei 5G verwendet und welche Auswirkungen hat sie auf den Körper?

Bei der Mobilfunkstrahlung, wie sie auch bei 5G genutzt wird, handelt es sich um elektromagnetische Strahlung. Zahlreiche Studien haben sich bereits mit den Auswirkungen beschĂ€ftigt. "Eindeutig nachgewiesen ist bislang lediglich, dass die hochfrequenten Felder eine thermische, also wĂ€rmende Wirkung haben. Das kennt man ja auch aus der Mikrowelle", erklĂ€rt Sarah Drießen vom Forschungszentrum fĂŒr elektromagnetische UmweltvertrĂ€glichkeit an der RWTH Aachen. Allerdings fĂ€llt beim Mobilfunk dieser Effekt viel geringer aus. Um eine schĂ€dliche Wirkung auszuschließen, gibt es Grenzwerte, wie den sogenannten SAR-Wert, dessen empfohlener Höchstwert von 2 Watt pro Kilogramm am Kopf/Ohr nicht ĂŒberschritten werden sollte.

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Wo finde ich den SAR-Wert meines GerÀts?

Bei jedem Smartphone muss der Wert aus zwei Messungen angegeben werden – beim Telefonieren am Ohr und beim Tragen des GerĂ€ts am Körper. Die Werte findet man in der Betriebsanleitung des GerĂ€ts und online in einer Datenbank des Bundesamts, die regelmĂ€ĂŸig aktualisiert wird. Bei einem Wert von unter 0,6 sprechen die Experten von einem strahlungsarmen GerĂ€t.

Immer wieder wird die Nutzung von Smartphones mit einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung gebracht. Gilt Mobilfunkstrahlung als krebserregend?

Die Antwort auf diese Frage ist umstritten. "Nein", sagt Gunde Ziegelberger vom Bundesamt fĂŒr Strahlenschutz (BfS). "Wir haben keinen Nachweis, dass die Smartphone-Nutzung bei Einhaltung der internationalen Grenzwerte Krebs verursachen könnte." Zwar seien die Studien noch nicht in der Lage, völlige Sicherheit zu geben, weil sich Tumoren ĂŒber lange Zeit entwickelten. "Aber mit jedem Jahr, in dem wir keinen Anstieg an Erkrankungen sehen, erhalten wir mehr Gewissheit."

Biologin Drießen verweist derweil auf eine Expertengruppe der WHO, die 2011 alle bis dato veröffentlichten Studien zusammenfassend bewertete. "Die IARC kam zur EinschĂ€tzung, dass Mobilfunkstrahlung "möglicherweise krebserregend" ist." Das bedeute aber noch nicht, dass Mobilfunkstrahlung tatsĂ€chlich krebserregend sei, betont sie. "Dennoch sollten wir die Studien hierzu grundsĂ€tzlich ernst nehmen." EndgĂŒltig kann die Frage wohl nicht beantwortet werden.

Wie kann ich mich als Handynutzer vor zu viel Strahlung schĂŒtzen?

Experten empfehlen, das Handy möglichst selten direkt an den Kopf zu halten. Beim Telefonieren lieber Headset oder Lautsprecherfunktion nutzen – oder gleich aufs Festnetztelefon ausweichen. Ist das Smartphone ungenutzt, sollte man es nicht am Körper tragen. Nachts den Flugmodus aktivieren. Bei schlechtem Empfang erreichen Mobiltelefone die maximale Strahlungsleistung. Somit wird die Nutzung in schlecht ausgebauten Gegenden, im Auto oder wĂ€hrend einer Zugfahrt nicht empfohlen. Besonders Kinder sollten vor hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung geschĂŒtzt werden.

Was bedeutet das alles nun fĂŒr den 5G-Ausbau?

"Es ist zu erwarten, dass 5G zu einer massiven Zunahme der Zwangsexposition durch Funkstrahlung fĂŒhrt", warnte der Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz BUND. So wolle allein die Telekom die Zahl ihrer Mobilfunkstandorte verdoppeln. Das BfS fordert einen "umsichtigen Ausbau". Die 5G-Frequenzen, die Ende MĂ€rz versteigert werden, liegen bei 2,0 und 3,6 und 3,7 Gigahertz. "Also weitestgehend in den Frequenzbereichen, die wir vom jetzigen Mobilfunk kennen und die bereits gut erforscht sind", sagt BfS-Sprecherin Nicole Meßmer. "Perspektivisch sollen aber höhere Frequenzen im Bereich um 26 Gigahertz genutzt werden, und die sind zum jetzigen Zeitpunkt wenig erforscht."

Offene Fragen sieht das Bundesamt auch bei der Installation neuer Mobilfunkanlagen. "Hier gibt es mehrere gegenlĂ€ufige Effekte." Einerseits wĂŒrden zwar mehr Sender installiert werden, aber mit geringerer Sendeleistung. Diese wĂŒrden dann nĂ€her an Orten betrieben, an denen sich tatsĂ€chlich Menschen aufhalten. "Wie sich das dann auswirkt, wie hoch die Strahlung sein wird, der jeder Einzelne ausgesetzt ist, ist im Moment schwierig abzusehen."

Was sagen Kritiker des Ausbaus ĂŒber gesundheitliche SchĂ€den?

Einige Ärzte haben sich im Oktober 2018 in einem offenen Brief an den Bundesminister fĂŒr Verkehr und digitale Infrastruktur, Scheuer gewandt. Sie warnen vor den Auswirkungen fĂŒr elektrosensible Patienten. Etwa sechs bis acht Prozent der Bevölkerung leiden demnach unter dem "Mikrowellensyndrom", was sich unter anderem durch MigrĂ€ne, SchmerzzustĂ€nden oder Depressionen Ă€ußere. Zudem finden sich im Internet mehrere Petitionen gegen den Ausbau.


In einem internationalen Appell, der bereits von mehr als 50.000 UnterstĂŒtzern unterzeichnet worden sein soll, wird auf Studien verwiesen, wonach "elektromagnetische Felder maßgeblich verantwortlich sind fĂŒr verschiedenste BeeintrĂ€chtigungen des Menschen, der DNA, der Zellen und Organsysteme bei einer großen Vielzahl von Pflanzen und Tieren und fĂŒr die heute wichtigsten Zivilisationskrankheiten: Krebs, Herzerkrankungen und Diabetes."

Hinweis: In einer frĂŒheren Version des Artikels wurde berichtet, dass das Quorum nicht erreicht wurde. Nach Veröffentlichung wurde es erreicht.

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