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Das Xiaomi Mi 11 Ultra bietet das volle Smartphone-Programm

Von dpa
Aktualisiert am 15.05.2021Lesedauer: 4 Min.
Schweres GerÀt: Knapp 240 Gramm bringt das Mi 11 Ultra auf die Waage.
Schweres GerÀt: Knapp 240 Gramm bringt das Mi 11 Ultra auf die Waage. (Quelle: Zacharie Scheurer/dpa-tmn-bilder)
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So viel Zoom, Display und Helligkeit und so viel Rechenleistung waren wohl noch nie in einem GerÀt vereint. Aber mal im Ernst: Wer braucht denn so viel Smartphone wie im Xiaomi Mi 11 Ultra steckt?

Sie wollen eines der leistungsstÀrksten besten Smartphones des Jahres? Dann brauchen Sie starke HÀnde. Auf den ersten Blick mögen die 234 Gramm von Xiaomis Mi 11 Ultra gar nicht so schwer und massiv erscheinen. Aber mit einer Hand hÀlt man das Gewicht des riesigen Bildschirms, der Kamera und des Akkus nicht viel lÀnger als eine Folge der Lieblingsserie aus.


Das Xiaomi Mi 11 Ultra bietet das volle Smartphone-Programm

Knapp 240 Gramm bringt das Mi 11 Ultra auf die Waage.
Bewegliche Ziele mit 120fachem Zoom werden ein pixeliger Farbhaufen ohne Details - immerhin erkennt man den Polizeihelikopter noch.
+12

Wenn Gewicht aber kein Problem ist, dann hat das Mi 11 Ultra ziemlich alles, was man braucht. FĂŒr den stolzen Preis von 1.200 Euro kann man das auch erwarten.

Ganz nah ran – 120facher Zoom

Das Mi 11 Ultra hat einen Àhnlichen Funktionsumfang wie die Ultra-Premium-Smartphones von Samsung, Oppo und Apple. Doch Xiaomi setzt noch einen drauf: Das 11 Ultra hat eine Kamera mit 120-fachen Hybrid-Zoom (der Samsungs 100-fachen Zoom auf dem Galaxy S21 Ultra schlagen will).

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Theoretisch wĂ€re das genug Zoom, um die Besatzung eines Hubschraubers im Flug durchs Cockpitfenster anzusehen. In der Praxis werden Sie schon ab dem 50-fachen Zoom eine zunehmende UnschĂ€rfe feststellen. Dennoch ist das mehr als genug fĂŒr die meisten Aufnahmen.

Das Zoomobjektiv wird von zwei weiteren Objektiven unterstĂŒtzt: einem Weitwinkel- (50 Megapixel (MP), Blende f/1.95 und optischer Bildstabilisierung) und einem Ultraweitwinkelobjektiv (48 MP), die beide beeindruckend detailreiche Aufnahmen liefern. FĂŒr manche mögen die Fotos mit ihren satten Farben ĂŒbertrieben wirken, wĂ€hrend Nachtaufnahmen kĂŒnstlich beleuchtet aussehen.

Der Pro-Modus bietet eine riesige Auswahl an zusĂ€tzlichen Optionen, mit denen man sogar eine passable Aufnahme des Mondes machen kann. Von Zeitrafferaufnahmen von Stadtstraßen bis hin zu Langzeitbelichtungen der Sterne gibt es viele kreative Möglichkeiten, und es lohnt sich fast, in ein Stativ zu investieren, um die Vielseitigkeit der Kamera voll auszuschöpfen.

Bitte einmal alles mit alles

Das Mi 11 Ultra lÀuft auf Qualcomms aktuell schnellstem Chip, dem Snapdragon 888, und hat dazu noch 12 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und 256 GB Speicher.

Das Display hat eine Bildwiederholrate von maximal 120 Hertz fĂŒr flĂŒssige Animationen und einen Fingerabdrucksensor unter dem Display. Wer will, kann die 6,8 Zoll messende Anzeige mit voller Hertz-Rate und QHD-Auflösung (1.440 zu 3.200 Pixel) betreiben. Das knabbert aber stark am Akku.

Der Energiespeicher mit 5.000 Milliamperestunden KapazitĂ€t könnte eine bessere Alltagsleistung liefern. DafĂŒr lĂ€dt das Mi 11 Ultra mit 67 Watt schnell wieder auf. Das ist flotter als Samsungs 45-Watt- und Apples 20-Watt-Ladegeschwindigkeit.

Vorsicht Glas!

Beim Mi 11 gibt es vorne wie hinten Glas. Das Display wird von der neuesten Generation von Schutz-Glas bedeckt. Das Corning Gorilla Glass Victus soll widerstandsfÀhiger gegen Kratzer und Risse sein als bisherige GlÀser.

Etwas weniger erfreulich ist, dass es hinten auch klares Glas gibt. Das sieht zwar hochwertig aus, ist aber sehr schnell voll mit FingerabdrĂŒcken. In Kombination mit dem Gewicht des Mi 11 Ultra fĂŒhlt sich das sehr glitschig an.

Dicker Kamera-Brocken

Das herausragendste (im wahrsten Sinne des Wortes) Merkmal dieses Smartphones ist das klobige Kameramodul. Es zieht sich im oberen Drittel des GerĂ€ts ĂŒber die gesamte Breite der RĂŒckseite hin. Das Riesenmodul bietet nicht nur Platz fĂŒr drei Sensoren, auch ein kleiner Bildschirm steckt darin – fĂŒr die Anzeige der Uhrzeit und als Selfie-Sucher.

In der Praxis ist das jedoch keine große Hilfe, da sich das Display nach ein paar Sekunden ausschaltet. Dann muss man erst doppelt darauf tippen, um die Uhrzeit wieder zu sehen. Als Selfie-Sucher taugt der Mini-Bildschirm nur fĂŒr Standbilder – Videos und PortrĂ€ts sind (noch) nicht möglich.

Ein Haufen unerwĂŒnschter "Geschenke"

Xiaomi hat sich außerhalb Chinas einen Namen als Hersteller von Billig-Smartphones gemacht. Dazu gehören auch vorinstallierte Apps – Bloatware genannt. Das ist beim Mi 11 Ultra nicht anders. Ab Werk wird man mit Apps fĂŒr Reisebuchungen, Karriereportale, soziale Netzwerke oder Xiaomis eigenen Musik-App und Browser "beglĂŒckt". Sie lassen sich zum GlĂŒck deinstallieren.

Sobald das Telefon von Bloatware befreit ist, bietet Xiaomis MIUI 12 hauptsÀchlich praktische ErgÀnzungen zu Android. Ein Highlight hier ist ein stark an Apples iOS angelehntes Control Center.

Die Frage aller Fragen: Lohnt sich das?

Verkaufsstart des Mi 11 Ultras ist am 20. Mai. Dieses Smartphone ist fĂŒr das Zeitalter gemacht, in dem Menschen Telefone online und nicht in LĂ€den kaufen. Denn es ĂŒberzeugt vor allem auf dem Papier mit einer Top-Ausstattung. Aber: Wer sich fĂŒr das Mi 11 Ultra interessiert, sollte auch Samsungs Galaxy S21 Ultra im Auge haben. Es Ă€hnelt dem Mi 11 Ultra in Sachen GrĂ¶ĂŸe, Ausstattung und Preis sehr. Hier geht es zu unserem Testbericht.

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Wer von einem kleineren Telefon in die Schwergewichtsklasse dieses Ultra-Telefons umsteigt, sollte besser vorher prĂŒfen, ob die 234 Gramm bequem sind. Xiaomi hat mit dem Mi 11 (ohne Ultra) auch ein kleineres Modell (Ă€hnlich wie Samsungs Galaxy S21) im Angebot. FĂŒr 800 Euro bietet es Ă€hnliche Funktionen – aber ohne die Ultra-Kamera mit Selfie-Display.

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  • Jan Moelleken
Von Jan Mölleken
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