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Betrugswelle bei Facebook: Gefährliche Links von Freunden nicht anklicken

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Neue Betrugswelle bei Facebook  

Gefährliche Links von Freunden

09.04.2018, 12:47 Uhr | t-online.de, hd, dpa

Betrugswelle bei Facebook: Gefährliche Links von Freunden nicht anklicken. Symbol des Facebook Messenger: Betrug mit Youtube-Links (Quelle: imago/Jaap Arriens)

Symbol des Facebook Messenger: Betrug mit Youtube-Links (Quelle: Jaap Arriens/imago)

Über den Facebook Messenger wird massenweise versucht, Facebook-Konten zu knacken. Nutzer erhalten einen Link mit ihrem Namen, der angeblich zu einem YouTube-Video führt. Wer ihn anklickt und sich auf einer falschen Seite anmeldet, versendet ungewollt gefälschte Nachrichten an seine Freunde.

Es handelt sich dabei nicht um einen Virus  oder einen Trojaner, sondern um den Versuch, Facebook-Konten zu knacken, berichtet das Informationsportal "mimikama.at". 

Unbekannte Täter versuchen mit dieser Methode, Facebook-Konten zu knacken und Zugang dazu zu bekommen.

Mehrere Betroffene schilderten t-online.de. dass sie Links per Messenger erhalten haben, die sich als Link zu YouTube-Videos ausgaben. Er wird mit dem richtigen Vornamen des Empfängers und zwei Emoji verschickt.

So sieht die Phishing-Nachricht aus. Der Empfänger heißt in diesem Fall Stefan. (Quelle: t-online.de)So sieht die Phishing-Nachricht aus. Der Empfänger heißt in diesem Fall Stefan. (Quelle: t-online.de)

Vielen Nutzer vertrauen dem Absender

Der Name und ein bekannter Absender als vermeidlicher Absender führt dazu, dass viele Nutzer den Link anklicken. "Das YouTube-Logo wurde so platziert, als würde es sich tatsächlich um ein Video handeln, das auf YouTube veröffentlicht wurde. Doch dem ist nicht so, denn es handelt sich hierbei um eine Grafik, der Link dahinter führt wiederum zu einer gefälschten Facebook-Login-Seite," erklärt "mimikama.at".

Link führt auf gefälschte Facebook-Webseite

Die Adresse der gut gemachten Fake-Webseite gehört nicht zu Facebook. Wer hier seine Daten eingibt, gibt sie den Betrügern in die Hand, die damit vollen Zugriff auf das Profil bekommen. Damit können diese weitere Nachrichten versenden, aber auch Gruppen und Seiten übernehmen, von denen der Nutzer Administrator ist. Und unter fremdem Namen Schaden anrichten.

Die Experten warnen davor, auf solche und ähnliche Links zu klicken. Stattdessen sollte man den Absender informieren, am besten per WhatsApp oder E-Mail, denn das Profil des Absenders könnte bereits übernommen worden sein.

Das können Sie tun: Passwort ändern

Betroffene sollten sofort das Passwort ihres Facebook-Accounts ändern, Zwei-Faktor-Authentifizierung in den "Einstellungen" aktivieren und einen aktuellen Virenscanner benutzen. Auch die Browser-Erweiterungen ("Add-ons") sollten genau kontrolliert werden.

Wer der Meinung ist, dass sein Facebook-Konto übernommen wurde, kann sich direkt an Facebook wenden. Facebook wird dazu auffordern, das Passwort zu ändern und die letzten Aktivitäten zu überprüfen.

Ist Whatsapp besser?

Whatsapp gehört seit 2014 zu Facebook. In den Nutzungsbedingungen heißt es: "Obwohl Whatsapp weiterhin als eigener Dienst getrennt von Facebook operiert, haben wir vor, einige Informationen, die es uns erlauben, besser zu koordinieren und die Erfahrungen über unsere Dienste und Facebook und der Facebook-Unternehmensgruppe hinweg besser zu machen, mit Facebook und der Facebook-Unternehmensfamilie zu teilen." Dazu zählt die Telefonnummer. Diesen Austausch von Daten deutscher Nutzer zwischen Whatsapp und Facebook hat das Oberverwaltungsgericht Hamburg allerdings untersagt. Positiv an Whatsapp: Über die App abgewickelte Chats sind verschlüsselt. 

Fünf Alternativen zum Facebook-Messenger

Signal: Den kostenlosen Messenger von Open Whisper Systems gibt es für iOS, Android, Windows, Mac und Linux. Möglich ist der verschlüsselte Versand von Textnachrichten, Fotos, Videos und anderen Dateien an Einzelpersonen und Gruppen. Außerdem können Nutzer per Datenverbindung angerufen werden. Der Quellcode ist einsehbar. Open Whisper Systems ist eine Reihe von Kooperationen mit anderen Diensten eingegangen, um deren Verschlüsselungstechnik zu verbessern. Dazu gehört seit April 2016 auch Whatsapp.

Telegram: Der Messenger Telegram ist kostenlos für iOS, Android, und Windows sowie als Computer- und Webversion verfügbar. Telegram kann Gruppen mit bis zu 100 000 Mitgliedern erstellen. Allerdings steht der Dienst bei Verbraucherschützern in der Kritik. Der Sitz des Unternehmens und der Server sind unklar, das Entwicklungsteam befindet sich nach eigenen Angaben in Dubai. Die Gründer Pavel und Nikolai Durov versprechen ein sicheres Messaging. Chats sind aber nicht automatisch verschlüsselt, dafür muss "Secret-Chats" aktiviert werden. Die Firma steht im Konflikt mit russischen Sicherheitsbehörden, weil sie keine Daten an Regierungsbehörden weitergeben will. Finanziert wird Telegram mit einer Spende von Pavel Durov, der das russische Facebook-Pendant VKontakte entwickelte.

Threema: Texte, Bilder, Töne, Videos und Standorte können per Threema verschlüsselt gesendet werden. Außerdem gibt es Gruppenchats für bis zu 50 Mitglieder und einen verschlüsselten Dateiversand. Die Entwickler aus der Schweiz werben damit, dass keine Telefonnummern und Verbindungsdaten gespeichert werden. Die App kostet für Android einmalig 3 Euro, für iOS 3,49 Euro und für Windows Phone 1,99 Euro. Android-Nutzer können Threema auch im PC-Browser verwenden.

Wire: Der Messenger Wire läuft kostenlos auf Smartphones, Tablets und Computern. Die Schweizer Firma verspricht den verschlüsselten Austausch von Texten, Fotos und Videos. Außerdem sind Einzel- und Gruppenanrufe via Voice over IP möglich. Zu den Funktionen zählt das Teilen von Bild- und Toninhalten aus Portalen wie Soundcloud, Spotify und Youtube. Der Quellcode ist Open-Source und damit vollständig einsehbar. Die Server der Firma stehen nach eigenen Angaben in Deutschland und Irland.

Hoccer: Die App der Firma Hoccer mit Sitz in Berlin gibt es für iOS und Android. Fotos, Videos, Ton- und Bildaufnahmen können verschlüsselt ausgetauscht werden. Nicht einmal zur Anmeldung müssen Telefonnummer oder E-Mail-Adresse mitgeteilt werden. Auch auf die Kontakte im Telefonbuch greift die App nicht zu - was es allerdings anfangs auch komplizierter macht, Chat-Partner zu finden.

Haben Sie einen verdächtigen Link per Messenger bekommen?
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Verwendete Quellen:


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