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Bis zu zehn Mal schneller: Google lässt Spracherkennung direkt auf Smartphone laufen

Bis zu zehn Mal schneller  

Google lässt Spracherkennung direkt auf Smartphone laufen

07.05.2019, 20:58 Uhr | dpa

Bis zu zehn Mal schneller: Google lässt Spracherkennung direkt auf Smartphone laufen. Google-Chef Sundar Pichai kündigt bei der Entwicklerkonferenz Google I/O Neuigkeiten zur Sprachassistenzsoftware Assistant an.

Google-Chef Sundar Pichai kündigt bei der Entwicklerkonferenz Google I/O Neuigkeiten zur Sprachassistenzsoftware Assistant an. Foto: Andrej Sokolow. (Quelle: dpa)

Mountain View (dpa) - Google ist ein Durchbruch bei der Spracherkennung gelungen, dank dem Assistenzsoftware lokal auf dem Smartphone laufen kann. Bisher müssen Sprachassistenten wie der Google Assistant - oder Amazons Alexa und Apples Siri - Aufnahmen zur Spracherkennung ins Netz schicken.

Google sichert sich damit einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz und kann auch einen Vorteil beim Datenschutz für sich reklamieren.

Die Funktion werde im Herbst mit neuen Smartphones der Google-Marke "Pixel" eingeführt, sagte der zuständige Manager Scott Huffman zum Auftakt der Entwicklerkonferenz Google I/O am Dienstag. In einer Demonstration auf der Bühne reagierte die Assistenzsoftware extrem schnell auf alle Sprachbefehle. Dank dem Durchbruch läuft zum Beispiel auch die Diktierfunktion problemlos ohne Netzverbindung im Flugzeug-Modus.

Um die neue lokale Funktionsweise umzusetzen, sei die nötige Softwarebasis von 100 Gigabyte auf 500 Megabyte geschrumpft worden, erklärte Google-Chef Sundar Pichai. Insgesamt arbeite die Software zum maschinellen Lernen bei Google verstärkt direkt auf den Geräten der Nutzer, statt Rohdaten dafür auf Server des Konzerns zu schicken.

Pichai betonte, dass Google den Nutzern bessere Möglichkeiten zur Kontrolle über ihre Privatsphäre geben wolle. So solle die automatische Löschung älterer von Google gesammelter Nutzer-Informationen mit der Zeit auf mehr Datenkategorien ausgeweitet werden. Zunächst lässt Google Daten zur Web- und App-Nutzung mit einem Verfallsdatum von 3 oder 18 Monaten versehen.

Zum Auftakt der Entwicklerkonferenz in einem Freilicht-Amphitheater in der Nähe der Firmen-Zentrale in Mountain View ließen Google-Kritiker ein kleines Flugzeug mit einem Protest-Banner über der Veranstaltung kreisen. Darauf stand: "Kontrolle durch Google ist nicht Privatsphäre" zusammen mit dem Hashtag "Rettet lokale Nachrichten". Das Dröhnen des Flugzeugmotors ließ die Teilnehmer immer wieder in den Himmel blicken.

Als neue Geräte stellte Google das Smartphone Pixel 3a und einen neuen vernetzten Lautsprecher mit Display mit dem Namen Nest Hub Max vor. Das Telefon ist eine etwas abgespeckte Version des aktuellen Pixel 3, die Google zu einem US-Preis von 399 Dollar auf den Markt bringt. Damit spielt der Internet-Konzern erstmals im mittleren Preissegment mit, in dem vor allem chinesische Anbieter sehr stark sind. Das Telefon soll mit neuen Funktionen wie AR-Navigation punkten, bei der Richtungspfeile im Kamerabild auf dem Display in die reale Umgebung eingeblendet werden.

Der Hub-Max-Lautsprecher bekommt unter anderem eine Gesichtserkennung, um relevante Informationen für den Nutzer einzublenden, der gerade auf das Display schaut. Alle Daten zur Gesichtserkennung blieben ausschließlich auf dem Gerät, betonte Googles Hardware-Chef Rick Osterloh. Dieser Lautsprecher soll zunächst im Sommer nur in den USA, Großbritannien und Australien auf den Markt kommen. In Deutschland wird zunächst neu das vorherige Modell Nest Hub verkauft.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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