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Corona-Warn-App: Akku-Einstellungen machen Probleme – das können Sie tun


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Akku-Einstellungen können Corona-Warn-App behindern

Von dpa, str

Aktualisiert am 25.07.2020Lesedauer: 3 Min.
Im Video erklärt: So funktioniert die Corona-Warn-App. (Quelle: t-online)
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Die Corona-Warn-App soll Nutzer nach einem Kontakt mit einem Infizierten alarmieren. Doch auf zahlreichen Geräten scheitert das Handy-Warnsystem an den strikten Stromspar-Einstellungen der Hersteller. Ändern können das nur die App-Nutzer selbst. Wir zeigen, wie es geht.

Gut einen Monat nach dem Start der offiziellen Corona-Warn-App der Bundesregierung wecken Medienberichte erneut Zweifel, ob die Smartphone-Anwendung ihren Zweck erfüllt. So berichtete die Bild-Zeitung, dass das Warnsystem auf vielen Android-Geräten von Huawei und Samsung nur eingeschränkt funktioniert habe. Einen Tag später berichtet Tagesschau.de von einem anderen Problem auf iPhones, für das es noch keine Lösung gibt.


Was Sie bei der Corona-Warn-App beachten müssen

Die Corona-Warn-App des Bundes übermittelt keine Ortungsdaten oder persönliche Informationen. Sie erfasst diese auch nicht.
Wer getestet wurde, kann dies auch in die Corona-App eingeben.
+11

Der Bild-Bericht geht hingegen auf ein bekanntes Problem ein: Auf vielen Geräten verhindern die Akku-Einstellungen, dass sich die App automatisch im Hintergrund aktualisieren kann. Dadurch würden Nutzer entweder gar nicht oder verspätet über einen Kontakt mit einem Infizierten informiert, so die Kritik.

Richtig ist, dass die strikten Stromspar-Modi in den Systemeinstellungen zum Teil verhindern, dass die App nach einem Risikokontakt selbständig eine Push-Mitteilung herausgeben kann. Das Kontakt-Tracing selbst aber funktioniert ordnungsgemäß. Der Nutzer muss die Beschränkungen in seinen Smartphone-Einstellungen aufheben.

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Was genau ist das Problem?

Die Corona-Warn-App zeichnet Begegnungen mit anderen Smartphones auf, auf denen die App ebenfalls installiert ist. Meldet sich einer der Nutzer später als infiziert, sollen seine Kontakte per Push-Mitteilung über das mögliche Ansteckungsrisiko alarmiert werden.

Dazu nimmt die App einmal am Tag Verbindung zu einem zentralen Server auf und gleicht die auf dem Gerät gespeicherten Begegnungen mit einer Liste der Infektionsmeldungen ab (die Details erklärt dieses Video). Eigentlich sollte das automatisch passieren, auch wenn die App gerade nicht geöffnet ist.

Die Akku-Einstellungen auf manchen Geräten verhindern diese Hintergrundaktivität jedoch, um Strom zu sparen. Der Nutzer muss die App erst öffnen, um die Aktualisierung manuell zu starten und eine aktuelle Risikobewertung zu erhalten.

Das eigentliche Kontakt-Tracing hat aber die ganze Zeit funktioniert. Das heißt, die Geräte haben anonyme ID-Nummern ausgetauscht und wer ab und zu einen Blick auf die Corona-Warn-App geworfen hat, bekam eine entsprechende Risikobewertung angezeigt.

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Was müssen Nutzer jetzt beachten?

Das Problem mit den strikten Stromspar-Einstellungen mancher Smartphone-Hersteller ist schon länger bekannt. Zahlreichen Android-Nutzern hatten sich beschwert, dass ihr Risikostatus länger nicht mehr aktualisiert worden war. In den FAQs auf der Webseite der Corona-Warn-App wurden daraufhin mögliche Lösungswege beschrieben. Auch t-online.de hat darüber berichtet.

Inzwischen wurde die Corona-Warn-App überarbeitet. Seit dem Update auf die aktuelle Version für Android (Versionsnummer 1.1.1) finden Nutzer in den App-Einstellungen den Punkt "Priorisierte Hintergrundaktivität". Diese sollte aktiv sein, um eine automatische Aktualisierung des Risikostatus zu ermöglichen.

Warum wurde das Problem nicht schon früher behoben?

Dass die Smartphone-Einstellungen bestimmte App-Funktionen unterdrücken, stellt im Grunde kein Problem dar – es ist sogar gewollt. "It's not a bug, it's a feature", sagt man im Tech-Bereich ("es ist kein Fehler, sondern eine Funktion"). Nutzer sollen selbst bestimmen könne, welche Apps an ihrem Akku nuckeln oder Push-Nachrichten verschicken dürfen.

Die Entwickler der Corona-Warn-App können diese Einstellungen nicht ändern; das kann derzeit nur der Nutzer selbst. Auch die Hersteller der Smartphones und Betriebssysteme könnten die Standard-Einstellungen so anpassen, dass die Kontakt-Tracing-Apps automatisch alle nötigen Berechtigungen erhalten. Die Entwickler der deutschen Corona-Warn-App versuchen bereits entsprechend auf die Unternehmen einzuwirken.

Problematisch ist, dass viele Nutzer erst jetzt von den Einschränkungen erfahren haben. Wer sich die App in dem Glauben heruntergeladen hat, sie werde sich im Ernstfall melden, lernt jetzt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Hier hätten die Entwickler, das Robert Koch-Institut und das Gesundheitsministerium mehr Aufklärungsarbeit leisten müssen, finden Kritiker.

"Es ist schon grob fahrlässig, dass das Gesundheitsministerium offenbar verschwiegen hat, dass die Warnung bei verschiedenen Geräten längere Zeit nicht erfolgte", sagte der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Frank Sitta der Deutschen Presse-Agentur. Der digitalpolitische Sprecher der SPD, Jens Zimmermann, forderte im "Handelsblatt" schnelle Aufklärung durch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Tagesschau.de: "Corona-App funktioniert auf iPhones fehlerhaft"
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