• Home
  • Digital
  • Elektronik
  • Geheimnis gelüftet: Wie die US-Regierung einen Geheim-iPod bei Apple baute


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextWeltmeister will nicht zur WM in KatarSymbolbild für einen TextMagath teilt gegen Ex-Klub ausSymbolbild für einen TextDax zum Wochenstart höher erwartetSymbolbild für einen TextKampfsport-Weltmeister erschossenSymbolbild für einen TextWacken 2023 in Rekordzeit ausverkauftSymbolbild für einen TextBeatrice Egli begeistert mit WallemähneSymbolbild für einen Text20-Jähriger geht in Freibad unter – totSymbolbild für einen TextGriff unter Rock: Frau fotografiert TäterSymbolbild für einen TextLkw-Brand unter Brücke stoppt ZugverkehrSymbolbild für einen Text"Magnum"-Star ist totSymbolbild für einen TextZwei Männer stechen 18-Jährigen niederSymbolbild für einen Watson TeaserEintracht: Aufregung um Frankfurt-StarSymbolbild für einen TextMit Kult-Loks durch Deutschland reisen – jetzt spielen

Als die US-Regierung einen Geheim-iPod baute

Von t-online, jnm

19.08.2020Lesedauer: 3 Min.
Apples iPod: In dem Gehäuse soll die US-Regierung einen Geigerzähler versteckt haben
Apples iPod: In dem Gehäuse soll die US-Regierung einen Geigerzähler versteckt haben (Quelle: Niehof/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Vor 15 Jahren entwickelte Apple gemeinsam mit der US-Regierung einen iPod mit geheimer Funktion. Der ehemalige Apple-Ingenieur David Shayer erzählt nun erstmals davon.

Der Softwareentwickler David Shayer war der zweite Programmierer, der für das damals noch namenlose Apple-Projekt angestellt wurde, das später unter dem Namen "iPod" die Musikbranche umkrempeln sollte.


Das neue iPhone SE im Praxistest

Vorne schwarz, hinten weiß: Das iPhone SE ist Apples neues Einstiegsmodell.
Das iPhone SE hat eine Rückseite aus Glas und lässt sich drahtlos aufladen.
+6

Shayer entwickelte viele Software-Komponenten von Apples Musikspieler – doch eine der denkwürdigsten Episoden seines Arbeitslebens hatte nichts mit Musik zu tun – war dafür aber streng geheim. Shayer hat diese Begebenheit nun erstmals öffentlich auf dem Apple-Portal "Tidbits.com" aufgeschrieben – und sie beginnt wie eine Agentengeschichte.

"Ein besonderer Auftrag"

An einem "grauen Tag spät im Jahr 2005" habe er an seinem Schreibtisch gesessen und Software für den kommenden iPod programmiert, als die Tür zu seinem Büro aufgeflogen sei und der Chef seines Chefs zu ihm sagte: "Ich habe einen besonderen Auftrag für dich, Dein Chef weiß nichts davon. Du wirst zwei Ingenieuren des Energieministeriums dabei helfen, einen speziellen iPod zu bauen – du berichtest nur an mich".

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Die heimlichen Könige
Menschen gehen in einer Fußgängerzone spazieren (Archivbild): Jeder von uns kann ein wenig König sein.


Shayer berichtet in seinem Text weiter, wie er am folgenden Tag zwei – ganz normal aussehende – Programmierer traf und erfuhr worum es geht: Die beiden arbeiteten für den Verteidigungszweig eines großen Unternehmens und sollten spezielle Hardware in einem iPod verbauen. Die damit gewonnenen Daten mussten auf der Festplatte des iPods so gespeichert werden, dass es nicht einfach feststellbar sein durfte. Zudem sollte der iPod weiterhin ganz normal funktionieren und Musik abspielen.

Die eigentliche Entwicklung sollten die beiden Männer vom Energieministerium übernehmen, Shayers Aufgabe war lediglich, sie bei Problemen zu unterstützen. Nur drei Apple-Manager und Shayer selbst waren eingeweiht, was die beiden Männer bei Apple taten. Und da sie keine Apple-Zugangskarten erhielten, musste der Softwareingenieur sie täglich als Gäste anmelden und mit seiner Schlüsselkarte zu ihrem Arbeitsplatz bringen.

Arbeit im Geheimen

Was genau in dem iPod versteckt wurde und welche Daten unauffällig aufgezeichnet werden sollten, konnte Shayer seinen Gästen nicht entlocken – die verbauten Teile bekam er während der Monate, in denen im Geheimen an diesem besonderen iPod gearbeitet wurde, nicht zu Gesicht.

Er beschreibt aber, wie er den Männern half, die mutmaßlichen Daten auf einer versteckten Partition auf der iPod-Festplatte unterzubringen. Außerdem erhielt der Regierungs-iPod einen ominösen Eintrag, tief im Einstellungsmenü versteckt. So sollte sich die nicht näher beschriebene Funktion steuern lassen.

War ein Tarn-Geigerzähler im iPod versteckt?

Nach einigen Monaten war die Arbeit am Geheim-iPod fertig. Die beiden Männer, die Shayer als Paul und Matthew kennenlernte, packten ihre Computer und spezielle Hardware ein und verabschiedeten sich. Shayer sah sie nie wieder.

Beim Rätseln darüber, was das Energieministerium wohl im Geheimen hatte entwickeln lassen, stieß der Apple-Programmierer auf einen Absatz im Budget des Energieministeriums. Dort heißt es, dass "neun Milliarden US-Dollar für Verteidigungsaufgaben" veranschlagt seien. Das Geld werde unter anderem für die "Unterhaltung von Verpflichtungen im Zusammenhang mit nuklearer Abschreckung" und "aggressive Strategien zur Abschwächung einer Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen" benötigt.

Am wahrscheinlichsten sei deshalb, dass Paul und Matthew so etwas wie einen Tarn-Geigerzähler im iPod versteckt hätten, schlussfolgert Shayer. Damit könnten Mitarbeiter des Energieministeriums nach Spuren von Radioaktivität – abgegeben etwa von gestohlenem Uran, oder einer schmutzigen Bombe – suchen, ohne dass Öffentlichkeit oder Presse von dem heiklen Unterfangen etwas bemerken würden. Mit Sicherheit weiß er es jedoch nicht.

Ex-Apple-Mitarbeiter bestätigt Geschichte

Laut Shayer arbeitet keine der ins Projekt eingeweihten Personen noch bei Apple. Einer von ihnen, Tony Fadell, bestätigte die Geschichte nun auf Tiwtter. Fadell nennt den Fall ein "surreales Drama und eine spannende Geschichte", die sich damals zugetragen haben. Fadell war damals der Stellvertretende Boss der iPod-Abteilung bei Apple.

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Fadell lässt in weiteren Tweets durchblicken, dass er mehr über die Hintergründe des Projekts weiß: "Verrückte, super coole Technologie, an der die Regierung damals gearbeitet hat", schreibt er. Offenbar scheint Shayers Vermutung zum Geigerzähler nicht verkehrt zu sein, denn auf einen Tweet, in dem ein Nutzer anmerkt, dass es ein unglaubwürdiger Aufwand sei, um einen Geigerzähler heimlich zu betreiben, antwortet Fadell: "Man muss verstehen WARUM sie es tun wollten – und dann ergibt alles einen Sinn. Das war tatsächlich ziemlich clever."

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Doch lüften will Fadell das Geheimnis offenbar nicht: "Es gab damals viele Mitglieder im iPod-Team, die keine Ahnung hatten was die beiden Programmierer in unseren Büros taten. Solange man nicht das ganze Bild versteht, werden die Leute die Geschichte anzweifeln, da bin ich sicher. Aber diese Geheimnisse bleiben sicher..."

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Apple

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website