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"Könnte Leben retten": Luftretter testen Jet-Anzug für Sanitäter-Einsätze

"Könnte Leben retten"  

Rettungskräfte testen Jet-Rucksack

29.09.2020, 17:31 Uhr | jnm, t-online

England: Bergretter könnten bald in Fluganzügen unterwegs sein

In Großbritannien könnten Bergretter bald mit Jetsuits unterwegs sein. So könnten die Helfer deutlich schneller bei gestürzten Wanderern sein und mehr Leben retten. (Quelle: Reuters)

Schneller Einsatz aus der Luft: Hier demonstrieren englische Bergretter, wie sie mit Fluganzügen künftig schneller zu Menschen in Not gelangen könnten. (Quelle: Reuters)


Ein britischer Luftrettungsdienst hat erfolgreich einen Jet-Anzug für Sanitäter getestet. Vor allem in schwer zugänglichen Hügellandschaften sollen die fliegenden Retter einen enormen Zeitvorteil bei der Ersthilfe bieten.

Es sieht aus, wie eine Szene aus einem Superhelden-Film: Ein Mann im Sanitäter-Overall hebt scheinbar schwerelos ab und steigt elegant an der Flanke eines Hügels im nordenglischen "Lake Districts" auf. In Sekunden erreicht er dabei eine Höhe, für die er zu Fuß etliche Minuten benötigt hätte.

Sehen Sie den Flug oben im Video oder hier.

Möglich macht das ein besonderer Jet-Anzug, den der Mann über seinem Overall trägt: Auf dem Rücken und an seinen Armen sind Düsen befestigt. Allerdings handelt es sich bei den Videobildern nicht um die Dokumentation eines echten Rettungseinsatzes, sondern um einen ersten Test. Der Mann im Overall ist auch kein Sanitäter, sondern Richard Browning, Gründer der Firma Gravity Industries, die den Jet-Anzug entwickelt hat und hier dem nordenglischen Luftrettungsdienst GNAAS demonstriert.

Ein Rettungssanitäter könne so den Gipfel eines Hügels in 90 Sekunden erreichen – statt der 30 Minuten, die er zu Fuß dafür brauchen würde. Das sei vor allem in der komplexen Landschaft des Lake District hilfreich, erklärte Andy Mawson, ein Verantwortlicher des Rettungsdienstes.

Fliegender Retter mit Schmerzmitteln und Defibrillator

Wenn die Idee tatsächlich umgesetzt werden sollte, würde der fliegende Sanitäter unter anderem mit starken Schmerzmitteln und einem Defibrillator ausgestattet werden – bei einem Herzinfarkt sei das potenziell lebensrettend.

Mit einem Jetpack könnte eine Strecke, die sonst eine Stunde gedauert hätte in nur wenigen Minuten absolviert werden, glaubt Mawson. Das könne den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten und so "Leben retten".

Der Erfinder Richard Browning arbeitet seit 2016 an seinem Jet-Anzug, dem Daedalus Suit. Erst im vergangenen Jahr hat er darin einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord aufgestellt, indem er eine Geschwindigkeit von 137 Stundenkilometern erreichte.

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