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Betrug im Netz – Neue Phishing-Masche: Datensammler schicken Outlook-Termine

Termineinladungen bei Outlook  

Verbraucherzentrale warnt vor neuen Phishing-Masche

23.04.2021, 14:27 Uhr | dpa, avr, t-online

Betrug im Netz – Neue Phishing-Masche: Datensammler schicken Outlook-Termine. Das Outlook-Symbol auf einem Laptop: Datensammler schicken neuerdings Termineinladungen an Nutzer.  (Quelle: dpa/tmn/Zacharie Scheurer)

Das Outlook-Symbol auf einem Laptop: Datensammler schicken neuerdings Termineinladungen an Nutzer. (Quelle: Zacharie Scheurer/dpa/tmn)

Outlook-Termineinladungen sind nichts Ungewöhnliches. Viele davon landen täglich in den E-Mail-Postfächern landauf, landab. Manche nimmt man vielleicht etwas vorschnell an – ein Fehler.

Eine neue Phishing-Masche greift um sich: Nutzer sollten derzeit Outlook-Termineinladungen, die in Postfach und Kalender landen, besonders kritisch prüfen und behandeln. Dazu rät die Verbraucherzentrale Bremen. Hintergrund seien massenhafte Versuche von Datensammlern, auf diese Art und Weise E-Mail-Adressen zu verifizieren, um diese für Spam, Identitätsdiebstahl und Angriffe auf Onlinekonten zu missbrauchen.

Deshalb kann es auch durchaus sein, dass die Einladungen scheinbar von Bekannten oder Kollegen stammen, deren E-Mail-Konten gehackt wurden. Wem also etwas seltsam an so einer Einladung vorkommt, sollte einfach zum Hörer greifen und nachfragen, ob die Einladung echt ist, raten die Verbraucherschützer. Ansonsten fielen die E-Mails der Betrüger oft durch seltsame Absenderadressen oder Rechtschreibfehler auf. Auch andere Sprachen sind verdächtig.

Nicht annehmen, nicht absagen: löschen

Als Kalender-Spam identifizierte Einladungen sollte man nicht nur nicht annehmen. Auch das Klicken auf Absagen-Schaltflächen ist tabu. Es gilt: Nur löschen, sowohl die E-Mail als auch den Termin im Kalender, der dort je nach Outlook-Einstellung auch bereits ohne eigenes Zutun ausgegraut gelandet sein kann.

Während die E-Mail direkt gelöscht werden kann, fragt Outlook beim Löschen des Termins aus dem Kalender, ob der Absender benachrichtigt werden soll. Das gilt es zu verhindern, indem man auf "Nein" klickt. Denn sonst hätten die Betrüger auch so ihr Ziel erreicht: Sie wissen, dass diese E-Mail-Adresse aktiv genutzt wird.

Was haben die Kriminellen davon?

Wenn Kriminelle sicher sind, dass Sie Ihre E-Mail-Adresse aktiv nutzen, könnten Sie ein beliebtes Ziel für Phishing-Nachrichten werden. Mithilfe solcher Nachrichten versuchen Betrüger, an persönliche Daten von Nutzern zu kommen. Mehr zu Phishing lesen Sie hier. Tipps, wie Sie Phishing-Mails erkennen, gibt es hier.

Mithilfe Ihrer persönlichen Daten können Kriminelle beispielsweise Identitätsdiebstahl in Ihrem Namen begehen. Ein bekanntes Opfer einer solchen Masche ist die Münchnerin Claudia Pfister. Unbekannte hatten im Namen der Frau eine Website aufgesetzt und dort günstig Kaffeemaschinen angeboten. Klicken Sie hier, um mehr über ihren Fall zu erfahren.

Schutz durch Outlook-Einstellungen

Um zu verhindern, dass Einladungen automatisch im Kalender landen, muss man die Outlook-Einstellungen ändern. Unter "Datei/Optionen/E-Mail/Verlauf" findet sich der Punkt "Besprechungsanfragen und Antworten auf Besprechungsanfragen sowie Abstimmungen automatisch bearbeiten".

Hier muss man einfach das Häkchen herausnehmen. Und wer selbst eine automatische Beantwortung von Besprechungsanfragen eingerichtet hat, sollte diese wieder deaktivieren, um sich vor Kalender-Spam zu schützen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherchen

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