Sie sind hier: Home > Digital >

Netzwerk: Facebook lässt Inhalte-Doppelcheck von Gremium prüfen

Netzwerk  

Facebook lässt Inhalte-Doppelcheck von Gremium prüfen

28.09.2021, 17:51 Uhr | dpa

Netzwerk: Facebook lässt Inhalte-Doppelcheck von Gremium prüfen. Das "Cross-Check"-System von Facebook steht in der Kritik.

Das "Cross-Check"-System von Facebook steht in der Kritik. Foto: Richard Drew/AP/dpa. (Quelle: dpa)

Menlo Park (dpa) - Facebook lässt sein System, das laut Medienberichten die Inhalte-Regeln für zahlreiche Prominente ausgehebelt hat, von seinem unabhängigen Aufsichtsgremium prüfen. Die Ankündigung folgt auf eine eigene Untersuchung des Gremiums zu dem Thema.

Das Gremium ist eine Art "Oberstes Gericht" von Facebook, dessen Beschlüsse auch Gründer und Chef Mark Zuckerberg nicht überstimmen kann. Es besteht aus Rechtsexperten, Aktivisten und ehemaligen Politikern.

Das nun umstrittene System mit dem Namen "Cross-Check" wurde laut Facebook eingeführt, um Fehler beim Entfernen von Inhalten zu vermeiden. Dabei werden solche Entscheidungen in einigen Fällen einer zweiten Prüfung unterzogen - zum Beispiel um zusätzlichen Kontext oder andere Faktoren wie Nachrichtenwert zu berücksichtigen.

Das "Wall Street Journal" schrieb jüngst unter Berufung auf interne Unterlagen des Online-Netzwerks allerdings, das habe dazu geführt, dass durch "Cross-Check" zahlreiche prominente Nutzer faktisch von der Anwendung der Inhalte-Regeln ausgenommen wurden. Dadurch hätten sie sich Fehltritte erlauben können, die für gewöhnliche Mitglieder Konsequenzen gehabt hätten.

Facebook bittet das Aufsichtsgremium nun, unter anderen die Kriterien zu prüfen, nach denen Inhalte-Entscheidungen für einen Doppel-Check ausgewählt werden. Das Gremium selbst geht bereits der Frage nach, ob es in der Vergangenheit von Facebook angemessen über das System informiert wurde.

Dem Zeitungsbericht zufolge sind mindestens 5,8 Millionen Facebook-Nutzer im "Cross-Check"-Programm. Facebook habe dem Oversight Board auf Anfrage mitgeteilt, dass es nur bei einer geringen Zahl von Entscheidungen zum Einsatz gekommen sei.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: