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Spiele von Activision Blizzard nicht exklusiv auf Xbox

Von dpa
Aktualisiert am 10.02.2022Lesedauer: 2 Min.
Microsoft hat versichert, dass nach der ├ťbernahme der Spielefirma Activision Blizzard ihre Spiele wie "Call of Duty" nicht nur auf der hauseigenen Xbox-Plattform verf├╝gbar sein werden.
Microsoft hat versichert, dass nach der ├ťbernahme der Spielefirma Activision Blizzard ihre Spiele wie "Call of Duty" nicht nur auf der hauseigenen Xbox-Plattform verf├╝gbar sein werden. (Quelle: Peter Kneffel/dpa/Archiv./dpa)
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Redmond (dpa) - Microsoft hat versichert, dass nach der ├ťbernahme der Spielefirma Activision Blizzard ihre Spiele wie "Call of Duty" nicht nur auf der hauseigenen Xbox-Plattform verf├╝gbar sein werden. Das war bef├╝rchtet worden, nachdem der Software-Konzern in fr├╝heren ├äu├čerungen dies nur f├╝r die Laufzeit aktueller Vereinbarungen mit dem Playstation-Anbieter Sony versprach.

Jetzt stellte Microsoft-Manager Brad Smith klar, dass die Spiele auch danach auf der Playstation bleiben werden. Zudem sei Microsoft offen daf├╝r, sie auf Plattformen des dritten gro├čen Konsolen-Anbieters Nintendo zu bringen.

Smith verwies im US-Sender CNBCauch auf die Entwicklung des bereits 2014 gekauften Spiels "Minecraft", das breit verf├╝gbar blieb. "Das ist ein klarer Hinweis darauf, wie man auch mit den Titeln von Activision Blizzard verfahren wolle.

Microsoft will den Spielekonzern f├╝r 68,7 Milliarden Dollar (aktuell rund 60 Mrd Euro) kaufen. Der Deal muss noch von Wettbewerbsh├╝tern in mehreren L├Ąndern genehmigt werden. Sony konterte wenige Tage sp├Ąter mit Pl├Ąnen zur ├ťbernahme der Entwicklerfirma Bungie, die das Spiel "Destiny" macht.

Revolutionierung des App-Store-Systems?

Microsoft macht sich zugleich im Kielwasser aktueller Gesetzespl├Ąne in Europa und den USA Hoffnungen, das heutige App-Store-System aufzusprengen und Anwendungen ├╝ber seine eigene Plattform verkaufen zu k├Ânnen. Smith sprach bei CNBC von einem "universellen App Store, der es jedem Spieler auf jedem Ger├Ąt erlauben w├╝rde, jede App herunterladen und nutzen zu k├Ânnen". Dies solle gleicherma├čen f├╝r Smartphones, Konsolen und PCs gelten.

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Microsoft nimmt damit vor allem die App Store von Apple und Google f├╝r das iPhone und Smartphones mit dem Android-Betriebssystem st├Ąrker ins Visier. Auf dem iPhone kann man Anwendungen nur aus dem hauseigenen App Store laden und Entwickler m├╝ssen das Bezahlsystem des Konzerns nutzen. Apple betont, dass sei notwendig, um Nutzer vor Betrug und Schadsoftware zu sch├╝tzen.

Auf Android-Telefonen kann man zwar auf diverse Download-Plattformen zugreifen, viele Nutzer bleiben jedoch bei Googles Play Store. Die Plattformen behalten 15 oder 30 Prozent der Einnahmen der Entwickler ein. Microsoft hat keine eigene Smartphone-Plattform nach dem Scheitern des Mobil-Betriebssystems Windows Phone.

Ein US-Gesetz und der Digital Markets Act in der EU sollen die ├ľffnung der Plattformen f├╝r viele App Stores und die M├Âglichkeit zur Nutzung verschiedener Bezahlsysteme festschreiben. Smith versicherte, Microsoft wolle sich an diese Grunds├Ątze halten, egal ob sie Gesetz werden oder nicht. Zugleich gilt dies vorerst nur f├╝r den Windows-Store, aber nicht f├╝r die Xbox-Plattform, die erst "mit der Zeit" ge├Âffnet werden solle.

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