Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Internet > Facebook >

Facebook überarbeitet den Feed-Algorithmus: Das ändert sich

...

Weniger Werbung und Nachrichten  

Facebook will wieder persönlicher werden

14.01.2018, 16:49 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Facebook will wieder persönlicher werden (Screenshot: dpa) (Quelle: dpa)
Facebook will wieder persönlicher werden

Mark Zuckerberg will Facebook wieder persönlicher machen: Mehr Beiträge von Freunden im Newsfeed, weniger von Facebook-Seiten und Unternehmen. So sei das besser für das Wohlbefinden.

Mark Zuckerberg auf einer Podiumsdiskussion: Der Facebook-Gründer will die Nachrichten von Freunden wieder mehr in den Vordergrund rücken. (Quelle: dpa)


Facebook hat angekündigt, die Inhalte von Unternehmen und Medien zurückzustufen. Stattdessen sollen die Nutzer wieder mehr von ihren Freunden zu sehen bekommen.

Facebook-Nutzer werden künftig mehr Beiträge von Freunden und Familie statt von Unternehmen, Medien und politischen Gruppen zu sehen bekommen. Damit solle das weltgrößte Onlinenetzwerk wieder stärker auf das ursprüngliche Ziel ausgerichtet werden, persönliche Verbindungen zu ermöglichen, schrieb Gründer und Chef Mark Zuckerberg in einem Facebook-Beitrag in der Nacht zum Freitag. Die Änderung gehe auf Wünsche von Nutzern zurück.

Die Beiträge von Unternehmen und Medien sollen zudem danach priorisiert werden, "ob sie zu bedeutungsvollen Interaktionen ermutigen". Mit anderen Worten sollen Inhalte, zu denen sich ein Nutzer und seine Freunde äußern, höher im Newsfeed platziert werden. Dabei wird Facebook mithilfe seiner Algorithmen versuchen, vorherzusagen, über welche Beiträge man sich wohl austauschen wollen werde.

Das bedeutet, dass Beiträge von Facebook-Seiten zwar grundsätzlich weiterhin den Weg in den Newsfeed finden werden – aber bevorzugt, wenn sich der Freundeskreis darüber austauscht. Zugleich können die Inhalteanbieter Platz im Nachrichtenstrom der Nutzer über Facebooks Anzeigenplattform kaufen.

Für die Werbe-Industrie sind das schlechte Neuigkeiten

Für viele Unternehmen und Medien dürften die Änderungen einen radikalen Einschnitt bedeuten. Facebook hatte in den vergangenen Jahren im Gegenteil versucht, verstärkt zur Plattform für Medieninhalte zu werden. Viele Medien und Marken setzen darauf, Menschen über Facebook zu erreichen – schließlich hat das Onlinenetzwerk weltweit mehr als zwei Milliarden Mitglieder. "Es stimmt, dass die Verbreitung dieser Inhalte zurückgehen wird, und dies bedeutende Auswirkungen für das Ökosystem haben wird", sagte Facebook-Manager John Hegeman der dpa. Die Zahl der Anzeigenplätze im Newsfeed werde zugleich nicht erhöht.

Damit wäre es denkbar, dass der Schritt den Wettbewerb um vorhandene Werbeslots anheizt. Zugleich können Nutzer selbst in den Einstellungen dafür sorgen, dass die Beiträge von Seiten, denen sie folgen, ganz oben im Newsfeed auftauchen – und damit die Änderung aushebeln.

"Ich ändere das Ziel für unsere Produktteams: Statt sich darauf zu konzentrieren, Sie beim Finden relevanter Inhalte zu unterstützen, sollen sie Ihnen helfen, bedeutsamere soziale Beziehungen zu haben", erklärte Zuckerberg.

Die Änderungen sollen das Wohlbefinden steigern

Ein Grund für die Änderungen sei auch, dass laut Studien Kontakte über soziale Medien mit Menschen, die einem wichtig seien, gut für das Wohlbefinden sein könnten. "Andererseits kann das passive Lesen von Beiträgen oder das Anschauen von Videos – selbst wenn sie unterhaltsam oder informativ sind – nicht so gut sein." Facebook fühle eine Verantwortung dafür, dass Dienste des Netzwerks gut für das Wohlbefinden seien, schrieb Zuckerberg.

Hegeman machte auf Anfrage keine Angaben dazu, wie das Verhältnis der Beiträge von Freunden und Facebook-Seiten im Newsfeed der Nutzer derzeit ist – und welchen Wert Facebook anstrebt.

Er rechne damit, dass mit den Änderungen Menschen weniger Zeit bei Facebook verbringen würden, räumte Zuckerberg ein. "Aber ich erwarte auch, dass die bei Facebook verbrachte Zeit wertvoller sein wird." Damit werde die Entscheidung auf lange Sicht auch für das Geschäft gut sein. "Wir müssen das System neu fokussieren", sagte der Facebook-Chef der "New York Times".

Will das soziale Netzwerk politische Kontroversen entschärfen?

Facebook-Manager Hegeman bestritt, dass die Änderungen zur sogenannten "Filterblase" führen könnten – einer Situation, bei der ein Nutzer von Algorithmen nur Inhalte angezeigt bekommt, die zu seinen Ansichten passen. "Es stimmt zwar, dass die Leute mehr Freunde haben, die mit ihnen einer Meinung sind." Zugleich hätten aber die meisten Nutzer so viele Freunde bei dem Netzwerk, dass man unterm Strich verschiedenen Ansichten ausgesetzt sei.

Hegeman erklärte auch, hinter dem Schritt stecke kein Versuch, politische Kontroversen um Facebook-Inhalte zu entschärfen. "Nein, dahinter steckt keine politische Motivation." Das Onlinenetzwerk war vor allem nach dem US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 für die Ausbreitung gefälschter Nachrichten auch über dubiose Facebook-Seiten kritisiert worden.

Zuckerberg sagte der "New York Times" zugleich, dass die Diskussionen über Facebooks Verantwortung das Unternehmen veranlasst hätten, "einige der negativen Dinge, die im System passieren können, besser in Griff zu bekommen". Er ergänzte, dass die Geburt seiner beiden Töchter seinen Blick auf Facebook und sein Vermächtnis verändert habe. "Es ist wichtig für mich, dass wenn Max und August aufwachsen, sie das Gefühl haben, dass das, was ihr Vater aufgebaut hat, gut für die Welt war."

Quelle:

- Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Digital fernsehen und bis zu 305,- € sichern!*
jetzt bestellen bei der Telekom
Anzeige
Verführerische Wäsche: BHs, Strumpfhosen u.v.m.
gefunden auf otto.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Internet > Facebook

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018