Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Internet >

Google Maps: Autofahrerin kam wegen Navi-Fehler fast ums Leben

Frau kam fast ums Leben  

Sechs Google-Maps-Fehler mit fatalen Folgen

12.07.2019, 10:18 Uhr | avr, t-online.de

Google Maps: Autofahrerin kam wegen Navi-Fehler fast ums Leben. Google Maps auf dem Smartphone: Die Navigations-App liegt nicht immer richtig.  (Quelle: Getty Images/aleksle)

Google Maps auf dem Smartphone: Die Navigations-App liegt nicht immer richtig. (Quelle: aleksle/Getty Images)

Millionen Menschen verlassen sich auf Googles Karten- und Navigationsdienst. Doch auch Google Maps steckt voller Fehler – und manche von ihnen haben schwerwiegende Folgen.

Mehr als eine Milliarde Menschen nutzten laut Google im Jahr 2018 aktiv Google Maps. Für viele ersetzt die Software auf dem Smartphone ein Navigationsgerät oder die klassische Straßenkarte.

Jedoch ist auch Google Maps – trotz seiner Fülle an Daten – nicht perfekt. Immer wieder kommt es vor, dass der Kartendienst Nutzer mit falschen Angaben in die Irre lockt – und in manchen Fällen waren die Folgen fatal. Sechs Beispiele:

1. Frau stirbt fast bei Besuch des Grand Canyon

Ein Google-Maps-Fehler endete für eine Texanerin beinahe mit dem Tod: Die 24-jährige Frau wollte 2017 den Grand Canyon besuchen und hatte Benzin für etwas mehr als 100 Kilometer im Tank. Laut Google Maps sollte sich der nächste Highway knapp 55 Kilometer von ihrem Standort befinden. Jedoch lotste Google Maps die Frau auf eine nicht existierende Straße mitten in der Wüste. Ohne Benzin strandete die Texanerin dort und überlebte nur mit ihren Nahrungs- und Wasservorräten. Um auf sich aufmerksam zu machen, legte sie sogar ein "HELP"-Signal aus Steinen in den Sand. Nach fünf Tagen ohne Hilfe marschierte sie etwa 17 Kilometer durch die Wüste, bis sie Netzempfang hatte und die Polizei verständigen konnte.

2. Baufirma reißt falsches Haus ab

2016 riss eine Baufirma das Haus einer Texanerin aus Versehen ab. Die Firma hätte ein Gebäude in der 7601 Cousteau Drive abreißen sollen. Doch die Arbeiter nutzten Google Maps zur Wegfindung, welches sie in die 7601 Calypso Drive lotste. Auf Anfrage von US-amerikanischen Medien bezeichnete die Firma den Vorfall damals als "keine große Sache".

3. Geschäfte sind angeblich geschlossen

Google Maps zeigt auch Ladenöffnungszeiten oder wenn Geschäfte dauerhaft geschlossen sind. 2010 wurde das für mehrere Juwelierläden in Buffalo, USA, zum Verhängnis: Denn sechs Geschäfte wurden auf Maps fälschlicherweise als dauerhaft geschlossen gekennzeichnet. Die Zahl der Kunden ging in dieser Zeit deutlich zurück. Später stellte sich heraus, dass ein konkurrierender Juwelierladen für die Falschinformation verantwortlich war.

4. Google Maps lässt 100 Autofahrer im Schlamm auflaufen

Wer Google Maps als Navigationsgerät nutzt, erhält automatisch Staumeldungen. Das System schlägt – wenn möglich – eine Alternativroute vor. Im Bundesstaat Colorado in den USA führte das dazu, dass Google Maps Fahrer von dem Stau auf der Autobahn auf einen Feldweg lockte. Das Problem: wegen Regen war die Strecke aufgeweicht, etwa 100 Autofahrer blieben im Schlamm stecken.

5. Touristen auf Irrwegen

Wer in den USA Mount Rushmore besuchen wollte, landete mit Google Maps knapp fünf Jahre lang in einem 20 Kilometer entfernten Storm Mountain Center. Der Grund für das Problem: Wer in sein Navi "Mount Rushmore National Memorial" eingab, landete bei der Sehenswürdigkeit. Wer aber "Mount Rushmore, South Dakota" eintippte, wurde von Google Maps zum Mountain Center geführt. Selbst, wenn Google versuchte, das Problem zu beheben, setzt das System das Suchergebnis zurück. Um verirrten Touristen zu helfen, wurde sogar ein Schild aufgestellt. Auf dem stand unter anderem: "Ihr GPS liegt falsch. DAS ist NICHT Mount Rushmore".

 

6. Radfahrer verursacht Tunnelsperrung

In Norwegen führte 2017 Google Maps einen Radfahrer durch den Unterwassertunnel Oslofjord. Das Problem: Der Tunnel ist nicht für Radfahrer gedacht. Auch änderte sich die Steigung im Tunnel, woraufhin der Radfahrer – wohl wegen mangelnder Ausdauer – absteigen musste. Das Sicherheitspersonal verfolgte den Mann per Kamera und ließ den Tunnel für etwa 30 Minuten sperren, bis die Polizei den Radfahrer rausholte. Es stellte sich heraus, dass der Mann nur türkisch sprach. Auf eine Anzeige wurde verzichtet.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Perfekt modischer Auftritt bei jedem Geschäftstermin
zum klassisch-coolen Blazer
Anzeige
Ihr Geschenk: Amazon Echo Show 5™
smart abstauben: bei kobold.vorwerk.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Internet

shopping-portal