• Home
  • Digital
  • Internet & Sicherheit
  • Coronavirus: Fledermaus-Suppe? Die Mythen zur Lungenkrankheit im Faktencheck


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f├╝r einen TextFormel 1: Festnahmen nach ProtestaktionSymbolbild f├╝r einen TextSch├╝sse in Kopenhagen: KonzertabsageSymbolbild f├╝r einen TextSechs Tote bei Gletscherbruch in ItalienSymbolbild f├╝r einen TextGeorg Kofler best├Ątigt seine neue LiebeSymbolbild f├╝r einen Text"Tatort"-Umfrage: Stimmen Sie jetzt abSymbolbild f├╝r einen TextWeiteres Opfer bei Haiangriff in ├ägyptenSymbolbild f├╝r einen TextTheater-Star Peter Brook ist totSymbolbild f├╝r einen TextBadeunfall bei Summerjam ÔÇô Gro├čfahndungSymbolbild f├╝r einen TextFiona Erdmann bringt Baby in NotaufnahmeSymbolbild f├╝r ein VideoGro├če Nackt-Parade in MexikoSymbolbild f├╝r einen TextNachbarin findet Blutspritzer an Haust├╝rSymbolbild f├╝r einen Watson TeaserCathy Hummels: Neue Liebes-SpekulationSymbolbild f├╝r einen TextDeutschland per Zug erkunden - jetzt spielen

Stammt es aus dem Labor? Die h├Ąufigsten Coronavirus-Mythen

  • Josephin Hartwig
Von Josephin Hartwig

Aktualisiert am 29.01.2020Lesedauer: 3 Min.
Mitarbeiter in Schutzkleidung stellen Tests zur Feststellung des Coronavirus her: Der Ausbruch der neuen Lungenkrankheit sorgt f├╝r zahlreiche Verschw├Ârungstheorien.
Mitarbeiter in Schutzkleidung stellen Tests zur Feststellung des Coronavirus her: Der Ausbruch der neuen Lungenkrankheit sorgt f├╝r zahlreiche Verschw├Ârungstheorien. (Quelle: cnsphoto/Reuters-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Das Coronavirus besch├Ąftigt die ganze Welt. In den Sozialen Medien kursieren zahlreiche Meldungen, doch nicht alle stimmen. Die vier h├Ąufigsten Verschw├Ârungstheorien finden Sie hier.

Rund um den Ausbruch des Coronavirus tauchen im Internet zahlreiche Behauptungen, Theorien und aberwitzige Falschmeldungen auf. Bei Twitter gibt es schon mehr als 24.000 Tweets, mit Fakten haben l├Ąngst nicht alle etwas zu tun. Die wichtigsten Antworten auf diese Theorien:


Ausbruch des Coronavirus in Wuhan

B├╝rger kaufen Gem├╝se auf einem Markt in Wuhan. Die chinesische Regierung hat die besonders schwer von der neuen Lungenkrankheit betroffene Millionenmetropole praktisch abgeriegelt.
Medizinisches Personal des Union Hospitals in Wuhan nimmt an einer Zeremonie teil, um ein "Angriffsteam" im Kampf gegen die durch das neuartige Coronavirus verursachte Lungenentz├╝ndung in Wuhan, zu bilden.
+5

Wurde das Virus im Labor entwickelt?

Nein, der derzeitige Kenntnisstand sieht den Ursprung f├╝r die Ausbreitung auf einem Wildtiermarkt in Wuhan. Er wurde inzwischen geschlossen. Im Internet behaupten einige Portale und provate Nutzer, dass das Virus in einem Labor entwickelt wurde. Dazu kursieren Nachweise von Patentanmeldungen auf Coronaviren. Die sollen beweisen, dass der Erreger gezielt entwickelt und ausgesetzt worden ist. Damit sollen angeblich Impfungen vermarktet werden.

Es gibt Patente auf bestimmte Gensequenzen der Viren, allerdings handelt es sich bei den Coronaviren um eine Virusfamilie mit etlichen verschiedenen Varianten. So geh├Ârte der Erreger der SARS-Epidemie in den Jahren 2002/2003 laut WHO ebenfalls zu dieser Familie. Die Patente beziehen sich auf einen Erregertyp in diesem Zusammenhang, berichtet ein Virologe auf der Seite faktencheck.org. Mit der aktuell aktiven Variante 2019-nCoV haben diese Patente jedoch nichts zu tun, schreib die "Tagesschau" unter Berufung auf faktencheck.org.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
"Wir nehmen eure Hauptst├Ądte ins Visier"
Alexander Lukaschenko schaut in die Kamera (Archivbild): Der Pr├Ąsident vom Belarus hat jetzt dem Westen gedroht.


Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir ben├Âtigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie k├Ânnen diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit k├Ânnen personenbezogene Daten an Drittplattformen ├╝bermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Als einen weiteren m├Âglichen Beweis f├╝r die Labortheorie f├╝hrt die "Washington Times" an, dass sich in Wuhan das Nationale chinesische Labor f├╝r Biosicherheit befindet. Ein ehemaliger israelischer Geheimdienstmitarbeiter habe der Zeitung erkl├Ąrt, dass das Virus aus dem Labor gekommen sein k├Ânnte.

Tats├Ąchlich war dieses Zentrum in Wuhan 2015 eingeweiht worden ÔÇô mit einer biologischen Schutzstufe 4. Damit gilt sie als Hochsicherheitseinrichtung, in der mit Biostoffen der h├Âchsten Risikogruppe gearbeitet werden darf. Das bedeutet aber auch, dass die Sicherheitsvorkehrungen h├Âher sind, als bei anderen Zentren dieser Art.

Hat Bill Gates etwas mit dem Coronavirus zu tun?

Nein, das hat er nicht, auch wenn es eine entfernte Verbindung gibt: Eines der Patente auf einen mit dem aktuellen Erreger verwandten Coronavirus geh├Ârt dem Pirbright-Institut, das von der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung unterst├╝tzt wird. Diese Tatsache wird als angeblichen Beweis f├╝r eine Verschw├Ârung der Impfindustrie benutzt. Die Internetseite "Politfact" hat sich genau damit besch├Ąftigt und kl├Ąrt auf: "Pirbright-Wissenschaftler arbeiten nicht an den menschlichen Coronaviren." Zusammenh├Ąnge seien aus dem Kontext gerissen. Die Stiftung unterst├╝tze zwar die Arbeit der Wissenschaftler, mit dem Coronavirus habe das aber nichts zu tun.

Was ist an dem Panikvideo dran, das im Umlauf ist?

Nach aktuellem Kenntnisstand ist das nicht wahr: In einem YouTube-Video, das derzeit hundertfach geteilt und angesehen wird, behauptet jemand, dass der Ausbruch des Virus weitaus schlimmer sei, als man glauben machen wolle und dass Fl├╝ssigkeiten "die Lebenskraft" des Virus verl├Ąngern w├╝rden. Diese Aussage sei falsch, erkl├Ąrte der Virologe Hartmut Hengel der "Tagesschau". "Fl├╝ssigkeiten k├Ânnen die Infektiosit├Ąt eines Virus nicht steigern. Es kann sich au├čerhalb eines Wirts ├╝berhaupt nicht vermehren", erkl├Ąrte er.

Auch das ist falsch: Eine andere Behauptung ist, dass es sich bei dem derzeit aktiven Coronavirus um eine mutierte und weitaus gef├Ąhrlichere Variante des SARS-Erregers handelt, der 2002/2003 vermehrt auftrat. Das stimmt nicht. Die beiden Erreger geh├Âren lediglich der selben Familie an und ├Ąhnelten sich grob, seien ansonsten aber so unterschiedlich wie Katze und Hund. Das sagt Dr. Sebastian Maurer-Stroh, stellvertretender gesch├Ąftsf├╝hrender Direktor der Forschung am Institut in Singapur, in diesem Text der Straits Times.

Inzwischen gibt es auch eine Reihe anderer Videos, deren Echtheit nicht belegt ist. Darauf zu sehen sind Menschen, die scheinbar pl├Âtzlich umfallen. Kommentiert werden diese Bilder meist mit Aussagen zu dem Virus. Darunter kommentieren Nutzer: "Unverantwortlich, wie die Lage verharmlost wird". Eine andere Nutzerin schreibt: "Das ist ein Fake-Video, es hat keinen Datumsstempel im Bild."

Ist die Quelle des Virus' eine Fledermaus-Suppe?

Welches Tier der urspr├╝ngliche Tr├Ąger des Coronavirus' ist, wei├č man bislang noch nicht. Die britische Boulevardzeitung "The Sun" behauptet aber: Die Infektion sei m├Âglich gewesen, weil eine Suppe aus Fledermausfleisch ein verbreitetes Gericht in China sei und die Ansteckung dar├╝ber deshalb wahrscheinlich. Etwa zur Zeit des Ausbruchs sei demnach das Video einer Influencerin aufgetaucht, die sich selbst filmt, w├Ąhrend sie die Suppe isst, inklusive einer kompletten Fledermaus. Laut "EHA News" soll sie die Suppe in Wuhan auf dem Markt gekauft haben.

Beweise daf├╝r gibt es nicht. Noch ist unklar, von welchem Tier das Virus kommen soll. Die Influencerin soll das Video bereits 2016 gedreht haben, viral ging es nur aufgrund des aktuellen Anlasses, wie "Mimikama" herausfand.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
  • Jan Moelleken
Von Steve Haak, Jan M├Âlleken
AtemschutzmaskenChinaCoronavirusTagesschauTwitterWHO

t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website