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5G in Deutschland: Vodafone erhöht Ausbauziel für 2020 um 50 Prozent

Netze in Deutschland  

Vodafone erhöht 5G-Ausbauziel für 2020 um 50 Prozent

12.11.2020, 14:23 Uhr | dpa

5G in Deutschland: Vodafone erhöht Ausbauziel für 2020 um 50 Prozent. Der 5G-Ausbau bei Vodafone in Deutschland kommt sehr gut voran. (Quelle: dpa/Christoph Dernbach)

Der 5G-Ausbau bei Vodafone in Deutschland kommt sehr gut voran. Foto: Christoph Dernbach/dpa. (Quelle: Christoph Dernbach/dpa)

Die 5G-Netze in Deutschland werden immer dichter geknüpft: Neben der Deutschen Telekom schaltet vor allem Vodafone massenhaft 5G-Masten online. In der Fläche unterstützt aber nicht jedes 5G-Smartphone die genutzten Frequenz-Kombinationen.

Der 5G-Ausbau bei Vodafone in Deutschland kommt besser voran als geplant. "Unsere Techniker bauen 5G noch schneller – trotz der Corona-Krise", sagte Vodafone-Technikchef Gerhard Mack der Deutschen Presse-Agentur.

Der Telekom-Konkurrent hatte sich ursprünglich vorgenommen, bis zum Jahresende mit 3.000 5G-Antennen für 10 Millionen Menschen live zu sein. "Dieses erste Ausbauziel haben wir schon jetzt geschafft", sagte Mack. Bis Ende 2020 werde man 15 Millionen Menschen mit 5G erreichen, im nächsten Jahr dann 30 Millionen.

Das kann 5G

Die fünfte Generation des Mobilfunks (5G) bietet deutlich höhere Geschwindigkeiten als die bisherigen Standards UMTS (3G) und LTE (4G). Allerdings fällt das Spitzentempo anhängig von den jeweils verwendeten Frequenzbereichen unterschiedlich aus. In Deutschland setzt Vodafone an den meisten Standorten – vor allem in Städten – auf 5G-Frequenzen aus dem sogenannten Mid-Band (1,8 GHz). In diesem Spektrum werden Geschwindigkeiten von bis zu 500 Megabit pro Sekunde erzielt. An besonders hoch frequentierten Orten funkt Vodafone im oberen Spektrum (3,5 GHz) mit doppelter Geschwindigkeit.

In der Fläche auf dem Land, wo der Provider im sogenannte Low-Band (700 MHz) funkt, erreicht man bis zu 200 Megabit pro Sekunde. "Hier geht es darum, stabile Netze an Orte zu bringen, wo bislang mit Schneckentempo gesurft wurde", sagte Mack. In Gegenden, in denen es bislang nur langsames DSL mit zwei oder sechs Megabit pro Sekunde gebe, bringe 5G immer noch einen Schub.

Nicht immer vom Vorteil

In manchen Situationen profitieren die Kunden allerdings nur indirekt von den 5G-Netzen, die sich an einigen Stellen noch die Technik mit der Infrastruktur für LTE teilen. Beim Download, wenn es um die hohen Geschwindigkeiten geht, bringe 5G vielerorts schon Bandbreiten von mehr als einem Gigabit pro Sekunde, betonte Mack. In die andere Richtung, also beim Upload, greife das 5G-Netz noch an manchen Orten auf die LTE-Frequenzen zu. Dabei unterstützten nicht alle 5G-Smartphones sämtliche denkbaren 5G-4G-Kombinationen.

"Technisch ist die Einführung einer neuen Mobilfunkgeneration extrem anspruchsvoll, weil die verschiedenen neuen 5G-Smartphones auch den Umgang mit den unterschiedlichen Frequenzkombinationen lernen müssen", sagte Mack. Frequenzkombinationen im High- und im Midband würden von fast allen 5G-Handys unterstützt. Auf dem Land ist das nicht unbedingt der Fall. Hier wird die 5G-Frequenzkombination im Lowband von einem von Vodafone angebotenen mobilen Router ("GigaCube 5G") unterstützt sowie von einigen 5G-Handys wie dem Oppo Find X2 Pro oder vom Huawei Mate40 Pro. Die neuen iPhone-12-Modelle von Apple, die Galaxy-Geräte von Samsung oder die Pixel-Smartphones von Google funken dagegen bei dieser speziellen Frequenzkombination nicht im 5G-Netz, sondern nutzen die erweiterten Kapazitäten im LTE-Netz.

Verbraucher, die im 5G-Netz surfen wollen, benötigen neben einem 5G-tauglichen Gerät auch einen Vertrag, der das Funken im 5G-Netz ermöglicht. Einen leistungsfähigen 5G-fähigen Vertrag gibt es laut dem Vergleichsportal Check24 ab 20 Euro Durchschnittspreis pro Monat. Bei der Auktion der 5G-Frequenzen waren zum einen die drei etablierten Provider Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica (O2) zum Zuge gekommen. Sie bieten bereits auch 5G-Netze an. Neueinsteiger 1&1 Drillich dagegen wartet mit dem Ausbau noch ab.

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Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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