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Emotet: Behörde warnt vor gefährlichem Banking-Trojaner

Schäden in Millionenhöhe  

Behörde warnt vor gefährlichem Banking-Trojaner

07.12.2018, 09:19 Uhr | dpa-tmn

Gefährlicher Trojaner: So schützen Sie sich gegen die Schadsoftware Emotet (Quelle: ProSieben)
Gefährlicher Trojaner: So schützen Sie sich gegen die Schadsoftware Emotet

Die Schadsoftware Emotet legt derzeit ganze IT-Systeme in Firmen lahm. Der Trojaner verbreitet sich über harmlos aussehende E-Mails und kann schnell für große Schäden sorgen. Auch Viren-Scanner sind machtlos.

Gefährlicher Trojaner: So schützen Sie sich gegen die Schadsoftware Emotet. (Quelle: ProSieben)


Schwerwiegende Sicherheitsvorfälle, die auf den Banking-Trojaner Emotet zurückzuführen sind, häufen sich. Weil er nicht nur Rechner, sondern ganze IT-Systeme lahmlegt, schlägt nun das BSI Alarm: Emotet stelle eine akute Bedrohung dar. Doch wie schützt man seinen Rechner?

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer groß angelegten E-Mail-Spam-Kampagne, über die der Onlinebanking-Trojaner Emotet verbreitet wird. Als wichtigste Schutzmaßnahme neben einem aktuellen Virenscanner sowie einem aktuellen Betriebssystem und aktuellen Programmen gilt: Auch und gerade bei vermeintlich bekannten Absendern Anhänge – insbesondere Office-Dokumente – nicht gleich öffnen und auf Links nicht sofort klicken. Im Zweifel sollte man beim angeblichen Absender anrufen, um den Versand der Mail, ihren Inhalt und die Anhänge zu verifizieren.

Denn ist Emotet erst einmal auf den Rechner gelangt, spioniert die Schadsoftware nicht nur Onlinebanking-Zugangsdaten aus und lädt teils Malware nach, mit der Kriminelle den gesamten Rechner kontrollieren und weitere Zugangsdaten abgreifen können. Emotet greift auch Kontaktinformationen, -beziehungen und Kommunikationsinhalte aus E-Mail-Programmen ab.

So kämen dann die authentisch wirkenden Spam-Mails zustande, erklärt das BSI weiter. Es handele sich um einen automatisierten Social-Engineering-Angriff, der auch deshalb so erfolgreich sei, weil Spam-Mail-Empfänger vorgeblich von den Absendern Nachrichten erhielten, mit denen sie tatsächlich zuletzt in Kontakt standen.

Wegen des Trojaners soll es in Einzelfällen zu Ausfällen der kompletten IT-Infrastruktur gekommen sein, schreibt das BSI in einer Pressemitteilung. Als Folge käme es zu Schäden in Millionenhöhe.

Was Nutzer tun sollten

Grundsätzlich rät das BSI Anwendern, regelmäßig alle ihre Daten zu sichern, um einem Totalverlust durch einen Schädlingsbefall vorzubeugen. Wer in Bezug auf Emotet besonders vorsichtig sein möchte oder muss, sollte auf dem Rechner ein gesondertes Benutzerkonto für E-Mails und zum Surfen einrichten, so die Behörde weiter.


Anwender, deren System von Emotet befallen worden ist, sollten dem BSI zufolge sofort ihr Umfeld über die Infektion informieren, denn Mail-Kontakte und speziell die letzten Konversationspartner sind besonders gefährdet. Zudem sollte man auf befallenen Rechnern – etwa in Browsern – gespeicherte Zugangsdaten ändern. Und schlussendlich empfiehlt das BSI, Rechner mit Emotet-Infektion besser neu aufzusetzen, weil der Trojaner und nachgeladene Schadsoftware teils tief greifende und sicherheitsrelevante Änderungen am System vornehmen.

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