Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit >

App gekapert: Hacker bestellt für mehr als 1.000 Euro bei McDonald's

App gekapert  

Hacker bestellt für mehr als 1.000 Euro bei McDonald's

29.04.2019, 13:41 Uhr | rew

App gekapert: Hacker bestellt für mehr als 1.000 Euro bei McDonald's. Das McDonald's-Logo: Bisher reagierte das Unternehmen nicht auf die Fälle. (Archivbild) (Quelle: Reuters/Regis Duvignau)

Das McDonald's-Logo: Bisher reagierte das Unternehmen nicht auf die Fälle. (Archivbild) (Quelle: Regis Duvignau/Reuters)

Er bestellte Pommes, Burger und Eiscreme: in riesigen Mengen, immer wieder – und auf fremde Kosten. In Kanada kapert ein Unbekannter App-Konten von McDonald's-Kunden. Die Fast-Food-Kette selbst zieht sich aus der Verantwortung.

In Kanada hat ein Unbekannter die App der Fast-Food-Kette McDonald's gehackt – und darüber Essen im Wert von rund 2.000 kanadischen Dollar (etwa 1.300 Euro) bestellt. Das berichtet die kanadische Nachrichtenseite "CBC".

Demnach griff der Hacker in das Kundenkonto eines Technikredakteurs aus Montreal ein und bestellte innerhalb von sechs Tagen rund 100 Mal bei der Fast-Food-Kette. Die Bestellungen soll der Hacker bei verschiedenen McDonald's-Filialen in Quebec abgeholt haben.

Der Kunde, über dessen Account die Bestellungen liefen, bemerkte dem Bericht zufolge erst nach mehreren Tagen, dass etwas nicht stimmte. Die Rechnungen seien zwar per Mail bei ihm eingelaufen. Allerdings übersah er sie zunächst, da sie in einem separaten Ordner landeten.

Hacker schlägt immer wieder zu

Wie "CBC" und die Nachrichtenseite "Munchies" berichten, ist der Fall nicht der erste dieser Art. Seit Oktober wurden mehrere McDonald's-Kundenkonten in Kanada gekapert – mutmaßlich immer von derselben Person, da die Bestellungen stets nach Quebec gingen.

Zuletzt war ein Fall im Februar bekannt geworden, bei dem sich der Hacker Pommes und Burger im Wert von 500 Dollar (330 Euro) auf Kosten einer Frau in der kanadischen Region Nova Scotia bestellte, wie "Munchies" berichtete. 

McDonald's hat auf die Vorfälle nicht reagiert

Den Berichten zufolge fühlten sich die betroffenen Kunden von McDonald's mit den Vorfällen allein gelassen. Das letzte Hacking-Opfer erklärte, dass sich die Burger-Kette in seinem Fall aus der Verantwortung gezogen habe. "Auf mich wirkt das fahrlässig", sagte er "CBC". "Als sei ihnen das Ganze eigentlich egal." McDonald's müsse seine App-Kunden zumindest dazu auffordern, ihre Passwörter zu erneuern.
 

 
Ebenso wenig erklärte sich McDonald's dazu bereit, die gestohlenen Geldbeträge zurückzuerstatten. Trotzdem ging die Geschichte für die betroffenen Kunden gut aus: Letztlich übernahmen ihre Banken die Kosten für die falschen Bestellungen.

Auf Anfrage von t-online.de erklärte McDonalds Deutschland: "In der deutschen Version der App existiert als zusätzlicher Sicherheitsaspekt eine Limitierung bezogen auf die Menge an Online-Kartenzahlungen – sowohl auf täglicher, als auch auf wöchentlicher Basis. Das bedeutet, dass der Gast aufgefordert wird, einmal im Restaurant persönlich an der Kasse zu bezahlen, wenn eine bestimmte Anzahl an Bestellungen mit Kartenzahlung direkt in der App überschritten wird."

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit

shopping-portal