Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit >

Nach Hackerangriff: Tegut-Kundendaten im Darknet aufgetaucht

Nach Hackerangriff  

Tegut-Kundendaten im Darknet aufgetaucht

28.05.2021, 07:52 Uhr | dpa

Nach Hackerangriff: Tegut-Kundendaten im Darknet aufgetaucht. Lebensmittelhändler Tegut: Hacker haben die IT-Systeme des Unternehmens angegriffen.  (Quelle: Fotostand/Freitag)

Lebensmittelhändler Tegut: Hacker haben die IT-Systeme des Unternehmens angegriffen. (Quelle: Fotostand/Freitag)

Erst wurden die Waren knapp, jetzt haben die Angreifer Kundendaten im Darknet veröffentlicht: Der Hackerangriff auf den Lebensmittelhändler Tegut zieht weiter Kreise. Derweil laufen die Ermittlungen.

Nach dem Cyberangriff auf das IT-Netzwerk von Tegut Ende April sind nun auch gestohlene Daten von Kunden der Supermarktkette im Darknet aufgetaucht. Damit wollen die unbekannten Täter den Druck auf das Unternehmen erhöhen und "Verunsicherung bei Kunden, Mitarbeitenden und Lieferanten provozieren (...), um ihre Forderungen durchzusetzen", wie Tegut-Geschäftsführer Thomas Gutberlet am Donnerstag erklärte. Zu Details dieser Forderungen machte das Unternehmen am Abend keine Angaben.

Bei den Daten handele es sich um Auskünfte, die vornehmlich Kundenkartenbesitzer im Rahmen von Befragungen oder Marktforschungsstudien zu ihrem Einkaufsverhalten gegeben hatten. In einzelnen Dateien seien auch Kontaktinformationen der Kunden wie Anschriften, E-Mail-Adressen und Telefonnummern enthalten. Tegut werde alle Betroffenen persönlich informieren, die Kundenbetreuung stehe bei Fragen zur Verfügung. Die neue Entwicklung sei an die entsprechenden Behörden gemeldet worden.

Waren wurden vorübergehend knapp

Das Unternehmen habe sich "auf die erwartbare Eskalation gut vorbereitet" und auch weitere Vorkehrungen zum Schutz der Kunden getroffen, hieß es. So seien die Login-Zugänge für Kunden auf der Website bereits mit Bekanntwerden des Cyberangriffs vorsorglich gesperrt worden. Inzwischen sei der Zugang – nach entsprechenden Sicherheitsprüfungen – wieder freigegeben, hinterlegte Passwörter seien zurückgesetzt und Kunden vorsorglich zur Neuvergabe von Passwörtern aufgefordert worden. Tegut arbeite mit den zuständigen Strafverfolgungsbehörden sowie externen IT-Sicherheitsexperten zusammen und unterstütze die laufenden Ermittlungen, hieß es.

Unmittelbar nach dem Angriff hatte der Lebensmittelhändler Einschränkungen bei der Warenverfügbarkeit zu spüren bekommen. Betroffen waren demnach vor allem Fleisch- und Wurstwaren. Das Unternehmen hatte sämtliche IT-Netzwerke abgeschaltet. Das wirkte sich unter anderem auf die Warenwirtschaftsprogramme aus. Angaben zum finanziellen Schaden hatte Tegut nicht gemacht. Mittlerweile hat sich die Warenverfügbarkeit nach Unternehmensangaben wieder normalisiert. Die Kette verfügt über mehr als 280 Märkte in Hessen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg sowie in Göttingen und Mainz.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: