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Moto G6: Das kann die neue Mittelklasse

Moto G6 im Schnellcheck  

Mehr Smartphone braucht kein Mensch

22.05.2018, 10:44 Uhr | tk, t-online.de

Moto G6: Das kann die neue Mittelklasse. Motorolas Moto G6: eine neue Alternative in der untere Mittelklasse.  (Quelle: Hersteller/Motorola)

Motorolas Moto G6: eine neue Alternative in der unteren Mittelklasse. (Quelle: Motorola/Hersteller)

Es kostet ein Viertel eines iPhone X und es kann eine Menge. Für die meisten Nutzer ist das neue Moto G6 völlig ausreichend. Es ist der neue Star der Smartphone-Mittelklasse – für nur 250 Euro. t-online de hat es angeschaut und ausprobiert.

Mit dem ersten Moto G landete Motorola Ende 2013 einen Erfolg – und läutete die Ära der Mittelklasse-Smartphones ein: solide Leistung zu einem Preis unter 200 Euro. Mittlerweile gehört die Marke nicht mehr dem amerikanischen Konzern Google, sondern dem chinesischen Unternehmen Lenovo. Jetzt gibt es die sechste Auflage des Klassikers.

Auf den ersten Blick fällt das Moto G6 durch sein schickes Design auf. Sowohl Vorder- als auch Rückseite sind aus Gorilla Glas 3 angefertigt. Die Rückseite vom dunkelblauen Moto G6 ist mit Glas überzogen, das durch eine spezielle Beschichtung das Licht spiegelt. Die Seiten sind abgerundet und der Metallrahmen ist lackiert  – dadurch wirkt es sehr edel und liegt gut in der Hand. Durch das Glas ist das Handy etwas rutschig, daher sollte man unbedingt eine Schutzhülle nutzen. Daran hat auch Motorola gedacht und einen Silikonüberzug mitgeliefert. Auffälligstes Designelement sind die hervorgehobene Dual-Kamera auf der Rückseite und der Fingerabdrucksensor unterhalb des Displays.

Das Moto G6: Das neues Mittelklasse-Smartphone kostet rund 250 Euro. (Quelle: Hersteller/Motorola)Das Moto G6: Das neue Mittelklasse-Smartphone kostet rund 250 Euro. (Quelle: Motorola/Hersteller)

Scharfes 5,7 Zoll-Display

Das Moto-G6 nutzt ein LCD-Display im 18:9-Format. Der Gehäuserahmen ist im Vergleich mit den Vorgängern etwas schmaler geworden. Das Display ist 5,7 Zoll groß und löst in Full-HD+ (1080 x 2160 Pixel) auf, das sind 424 Bildpunkte pro Zoll.

Der Fingerabdrucksensor unter dem Display ist schmal, arbeitet aber trotzdem sehr präzise und kann auch die virtuellen Tasten ersetzen, die keinen Platz mehr auf dem Display brauchen. Außerdem gibt es beim G6 eine Sprachsteuerung, mit der man nicht nur Nachrichten diktieren, sondern auch Apps Befehle geben kann. Die Funktion ist noch in der Beta-Phase, sie lässt sich aber bereits gut nutzen.

Gute Dual-Kamera mit einigen Extras

Die Doppelkamera auf der Rückseite ist erstaunlich gut. Die Hauptkamera löst mit 12 Megapixeln auf und hat eine recht lichtstarke Blende f/1.8. Unterstützt wird sie für künstliche Unschärfe bei Porträts. Im ersten Test überzeugten die beiden Kameras – gerade bei heller Umgebung. Auch wenn nur wenig Umgebungslicht zur Verfügung steht, sind die Bilder noch gut. Die Kamera fokussiert für ein Mittelklasse-Smartphone recht schnell. Auch Videos sehen gut aus, so lange man nicht zu viel Bewegung ins Spiel bringt. Ein Stabilisator sorgt auf Wunsch für wackelfreie Videos. Die Frontkamera für Selfies knipst mit 8 Megapixeln, ein kleiner LED-Blitz erhellt das Selbstporträt. Neben Schnappschüssen hat die Selfie-Knipse eine weitere Funktion: Durch die Gesichtserkennung lässt sich das Gerät ohne Geheimzahl oder Fingerabdruck bequem entsperren.

Zusätzlich bietet Motorola neben den üblichen Filtern auch Funktionen mit Künstlicher Intelligenz (KI). Wenn die KI des Moto G6 auf Fotos Sehenswürdigkeiten oder Objekte erkennt, liefert sie die entsprechenden Informationen. Außerdem kann die Kamera Texte auf Fotos erkennen, Visitenkarten einlesen oder QR-Codes ohne zusätzliche Apps scannen.

Drei Steckplätze für Karten 

Im Inneren des Moto G6 werkelt ein Qualcomm-Prozessor – der Snapdragon 450 mit acht Kernen, das Gerät hat 32 Gigabyte Speicher für Apps, Videos, Fotos und andere Dateien sowie 3 Gigabyte Arbeitsspeicher. Hinzu kommt ein unverändertes Android 8.1 ("Oreo"). Für Fotos und Videos kann man eine microSD-Karte bis zu 128 Gigabyte einschieben. Und das G6 bietet einen dritten Steckplatz für eine zweite SIM-Karte.

In Sachen Funk-Schnittstellen bietet das G6 LTE, Bluetooth 4.2 und NFC (Near Field Communication). WLAN ist im 2,4- und 5-GHz-Band verfügbar.

Der Akku ist mit 3000 Milliampere-Stunden zwar nicht allzu groß, reicht aber locker für einen ganzen Tag. Außerdem hat das Smartphone eine Schnell-Lade-Funktion, mit der man laut Hersteller in nur 15 Minuten bis zu 5 Stunden Akku-Laufzeit bekommen soll.

Fazit

Ein gutes Smartphone muss nicht teuer sein: Das Moto G6 bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für knapp 250 Euro bekommt man ein gutes Gerät mit sinnvollen Extras.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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