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Ja, die Redaktion hat f├╝r diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Wie braunes Fett hilft, Kalorien zu verbrennen

Von Andrea Goesch

Aktualisiert am 28.03.2022Lesedauer: 4 Min.
Fettpolster am Bauch: Nur das wei├če Fettgewebe, das sich gern an H├╝fte, Bauch und Po ablagert, sorgt f├╝r ├ťbergewicht und schadet der Gesundheit.
Fettpolster am Bauch: Nur das wei├če Fettgewebe, das sich gern an H├╝fte, Bauch und Po ablagert, sorgt f├╝r ├ťbergewicht und schadet der Gesundheit. (Quelle: spukkato/getty-images-bilder)
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Im Gegensatz zu wei├čem Fett, das vor allem an Bauch, Beinen und Po f├╝r ├ťbergewicht sorgt, ist braunes Fettgewebe nicht sch├Ądlich. Es sch├╝tzt vor chronischen Krankheiten und kann sogar beim Abnehmen helfen.

Das Wichtigste im ├ťberblick


  • Braunes und wei├čes Fett: Wo liegt der Unterschied?
  • Beige Fettzellen: Was hat es damit auf sich?
  • Abnehmen durch Frieren: Funktioniert das?
  • Auch Essen aktiviert braune Fettzellen

Zu viel Fett am K├Ârper ist mehr als nur ein optisches Problem. Es erh├Âht nicht nur das Risiko f├╝r Herz- und Gef├Ą├čerkrankungen, Diabetes und Krebs, sondern auch f├╝r einen schweren Verlauf von Covid-19. Allerdings schadet nur das sogenannte wei├če Fett. Braunes Fett hingegen hat einen positiven Einfluss.


Superfood: Die 15 ges├╝ndesten Lebensmittel

Rosenkohl: Er z├Ąhlt zu den ges├╝ndesten Lebensmitteln. Er entsch├Ąrft etwa Schadstoffe aus gegrilltem Fleisch, was vor Krebs sch├╝tzen kann.
Blaubeeren: Die kleinen N├Ąhrstoffbomben sind besonders reich an so genannten Antioxidantien. Das sind Schutzstoffe, die sch├Ądliche Stoffwechselprodukte abfangen und so vor Gef├Ą├čverkalkung und Krebs sch├╝tzen. Alternativen sind andere dunkle Beeren- und Obstsorten, zum Beispiel Preiselbeeren, Brombeeren, Kirschen oder rote Trauben.
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Die bislang gr├Â├čte Studie zu dem Thema hat im Jahr 2021 weitere positive Eigenschaften des braunen Fettgewebes nachgewiesen. Wissenschaftler der Rockefeller University (USA) konnten anhand von ├╝ber 52.000 Patientendaten nachweisen, dass braunes Fett zur Pr├Ąvention von chronischen Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Herzinsuffizienz und koronarer Herzkrankheit beitr├Ągt. Ver├Âffentlicht wurden die Studienergebnisse im Fachjournal "Nature Medicine".

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Braunes und wei├čes Fett: Wo liegt der Unterschied?

Ein Blick auf die Struktur des Fettgewebes hilft, diese Frage zu beantworten. Grunds├Ątzlich gibt es zwei Arten von Fettgewebe: wei├čes und braunes. Das wei├če dient als Energiespeicher und lagert sich in Form von Speckrollen an verschiedenen Stellen des K├Ârpers an.

Braune Fettzellen dagegen geben Energie ab. Sie verbrennen Kalorien, um W├Ąrme zu erzeugen und den K├Ârper vor K├Ąlte zu sch├╝tzen. Der wissenschaftliche Begriff hierf├╝r lautet Thermogenese. Seine Farbe hat das braune Fett von den zahlreich enthaltenen Mitochondrien. Diese kleinen "Kraftwerke" in den Zellen sind wegen ihres Eisengehalts r├Âtlich-braun und geben dem braunen Fett seine Farbe. Je st├Ąrker sie aktiv sind, desto mehr kurbeln sie auch die Fettverbrennung an.

Miskroskopische Darstellung von braunem Fettgewebe: Anders als wei├če Fettzellen, f├Ârdern braune die Kalorienverbrennung.
Miskroskopische Darstellung von braunem Fettgewebe: Anders als wei├če Fettzellen, f├Ârdern braune die Kalorienverbrennung. (Quelle: Benjamin Toth/getty-images-bilder)

Lange Zeit dachten Mediziner, dass nur Babys braunes Fett besitzen. Um nicht auszuk├╝hlen, haben sie es vor allem am Rumpf abgelagert. Heute wei├č man, dass braunes Fettgewebe auch bei Erwachsenen vorhanden ist. Der Anteil nimmt jedoch im Alter ab und ist zudem individuell unterschiedlich. Daher suchen Forscher schon seit l├Ąngerem nach M├Âglichkeiten, die braunen Fettzellen zu vermehren und ihre Aktivit├Ąt anzufeuern ÔÇô zur Vorbeugung von Adipositas, Diabetes und Herzerkrankungen.

  • Adipositas: Warum starkes ├ťbergewicht so gef├Ąhrlich ist

Beige Fettzellen: Was hat es damit auf sich?

Seit einigen Jahren ist ein dritter Typ von Fettgewebe bekannt: beigefarbenes Fett. Dabei handelt es sich um Zellen, die ├Ąhnlich wie braunes Fett eine hohe Zahl von Mitochondrien aufweisen, aber verstreut im wei├čen Fettgewebe vorkommen. Sie sind ebenfalls an der Erzeugung von W├Ąrme beteiligt. Allerdings ist die thermogenetische Aktivit├Ąt dieser Mischform schw├Ącher als bei den braunen Fettzellen.

Braune Zellen verdoppeln sich in K├Ąltekammer

Je mehr braunes Fett ein Mensch besitzt, desto mehr Kalorien verbrennt er. Daher sind Menschen mit einem hohen Anteil an braunem Fettgewebe eher vor ├ťbergewicht gesch├╝tzt. Es erzeugt 300 Mal mehr W├Ąrme als jedes andere Gewebe im menschlichen K├Ârper. Dabei werden kr├Ąftig Kalorien verbrannt.

Wie viel braunes Fettgewebe ein Mensch besitzt, ist individuell unterschiedlich. Doch das Zellwachstum l├Ąsst sich von au├čen unterst├╝tzen. Vor allem bei K├Ąlte wird das braune Fett aktiv. So fanden niederl├Ąndische Forscher in einer Studie heraus, dass K├Ąlte die Fettverbrennung ankurbeln kann. Sie lie├čen Probanden zehn Tage lang jeweils sechs Stunden in einem 16 Grad k├╝hlen Raum frieren. Dabei verdoppelte sich der Anteil an braunem Fett.

Ein junger Erwachsener hat im Schnitt nur 50 Gramm braunes Fett. Lassen sich die Zellen dauerhaft aktivieren, verbrennen sie pro Tag etwa 200 bis 400 Kilokalorien. Umgerechnet aufs Jahr bedeutet das den Verlust von rund 16 Kilogramm wei├čen Fettgewebes.

Abnehmen durch Frieren: Funktioniert das?

Wer ├╝berfl├╝ssige Pfunde loswerden m├Âchte, sollte sich daher immer mal wieder bewusst der K├Ąlte aussetzen. Bereits kleine ├änderungen im Lebensstil k├Ânnen Wirkung zeigen. Hierzu geh├Ârt beispielsweise, die Heizung in der Wohnung nicht ├╝ber 19 Grad aufzudrehen oder sich nach dem Warmduschen kurz kalt abzubrausen. Beide Ma├čnahmen k├Ânnen helfen, die k├Ârpereigene "Heizung" im Fettgewebe hochzufahren und so mehr Kalorien zu verbrennen. Hinzu kommt, dass die niedrigen Temperaturen dazu beitragen, dass man sich automatisch mehr bewegt, um sich warm zu halten. Auch das hebt den Kalorienverbrauch.

Allerdings sollte man von den genannten Ma├čnahmen keine Wunder erwarten. Zudem ist es unrealistisch, dass Menschen freiwillig ├╝ber einen l├Ąngeren Zeitraum hinweg frieren. Sicherlich l├Ąsst sich durch einen "thermogenen" Lebensstil die Kalorienverbrennung bis zu einem gewissen Grad beschleunigen, doch bei starkem ├ťbergewicht kommt diese Abnehmmethode schnell an ihre Grenzen. Wer sein Gewicht dauerhaft und gesund reduzieren will, kommt in der Regel nicht umhin, seine Ern├Ąhrung umzustellen und sportlich aktiv zu werden.

Auch Essen aktiviert braune Fettzellen

Dass sich die braunen Fettzellen nicht nur durch K├Ąlte, sondern auch ├╝ber Nahrungsaufnahme aktivieren lassen, haben Wissenschaftler der Technischen Universit├Ąt M├╝nchen (TUM) und der University of Turku (Finnland) in einer gemeinsamen Studie herausgefunden. Den Angaben zufolge wurden f├╝r die Studie die gleichen Probanden zweimal untersucht: Einmal nach einer K├Ąlteexposition, und ein zweites Mal nach dem Verzehr einer kohlenhydratreichen Mahlzeit. Zudem gab es zus├Ątzlich eine Kontrollgruppe.

"Dabei konnte zum ersten Mal gezeigt werden, dass die W├Ąrmebildung im braunen Fettgewebe durch eine Testmahlzeit genauso aktiviert wird wie durch die K├Ąlteexposition", sagt Studienleiter Martin Klingenspor. Allerdings ist noch unklar, wie dieser Effekt zur Pr├Ąvention von Adipositas genutzt werden kann und welche Ern├Ąhrungskomponenten die entscheidende Rolle dabei spielen. Daher sind weitere Studien geplant.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte ├ärzte. Die Inhalte von t-online k├Ânnen und d├╝rfen nicht verwendet werden, um eigenst├Ąndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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