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Zeitumstellung: "Mini-Jetlag" – Was tun bei Winterzeit-Beschwerden?

Der "Mini-Jetlag"  

Zeitumstellung – zehn Tipps gegen Beschwerden

27.10.2018, 14:18 Uhr | dpa-tmn, t-online.de

Zeitumstellung: Auslaufmodell, Risiko, Meinung der Deutschen (Screenshot: Reuters)
Experte warnt: Darum ist die permanente Sommerzeit gefährlich

Nach dem Vorschlag der EU-Kommission sollen die EU-Mitgliedsstaaten am 31. März 2019 den letzten verpflichtenden Wechsel zur Sommerzeit vornehmen.

Auslaufmodell, Risiken, Meinung der Deutschen zur Zeitumstellung: Wird zum letzten Mal an der Uhr gedreht? (Quelle: Reuters)


In Deutschland stellen wir zwei Mal im Jahr die Zeit um. Das kann Sie aus Ihrem gewohnten Alltagsrhythmus werfen und die gute Laune verderben. Mit diesen Tipps helfen Sie Ihrem Körper, sich besser an die Zeitumstellung zu gewöhnen.

Der Groll gegen die Zeitumstellung wächst. Vor allem die Beschwerden danach sind für viele ärgerlich, denn der Biorhythmus gerät stark aus dem Gleichgewicht. 

Welche Folgen hat die Zeitumstellung für Ihre Gesundheit?

Die Zeitumstellung führt bei manchen Menschen zu Symptomen, die einem "Mini-Jetlag" ähneln. Bis sich die innere Uhr und der Tagesablauf wieder aufeinander eingestellt haben, können Schlafstörungen, Müdigkeit oder Konzentrationsschwierigkeiten auftreten. Bis zu vier Wochen kann es dauern, bis sich der Körper auf die Zeitumstellung eingestellt hat.

Laut Prof. Till Roenneberg, Leiter der Human Chronobiologie an der Ludwigs-Maximilian-Universität München, sei das Problem, dass man zwar die Uhren einfach umstellen kann – nicht aber die innere Uhr im Körper.

Innere Uhr stellt sich nur langsam um

Die menschliche "Innenzeit", wie Roenneberg sie nennt, richtet sich nach dem Tag-Nacht-Rhythmus der Erde. Idealerweise läuft sie also in einem 24-Stunden-Rhythmus. "Unsere inneren Uhren sind – im Vergleich zu unseren Vorfahren – allerdings sehr spät dran", erklärt der Chronobiologe. Das liege vor allem daran, dass die Menschen zu wenig Tageslicht bekommen.

Ein Beispiel: Wer um 6.00 Uhr aufstehen muss, hat auf seiner inneren Uhr im Sommer erst 5.00 Uhr erreicht – und muss damit zu früh aus dem Schlaf. Wer dagegen um 23.00 Uhr ins Bett gehen müsste, um zumindest auf sieben Stunden Schlaf zu kommen, ist oft noch nicht müde genug – denn die innere Uhr zeigt ja erst 22.00 Uhr an.

Wie können Sie Ihrem Körper bei der Zeitumstellung helfen?

Diese Tricks helfen, um Schlafprobleme und Konzentrationsschwierigkeiten zu vermeiden:

  1. Passen Sie Ihre Essgewohnheiten der neuen Zeit an und essen Sie nicht ganz so fettig. Fettiges Essen ist schwer verdaulich und kann das Einschlafen zusätzlich erschweren.
  2. Um Probleme beim Einschlafen zu vermeiden, sollten Sie ab dem Nachmittag auf koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, schwarzen oder grünen Tee oder andere aufpushende Substanzen verzichten.

    Unser Tipp
    Vermeiden Sie, trotz hoher Müdigkeit, Mittagsschlaf. Am besten eine Woche während der Umstellungszeit. Setzen Sie stattdessen eher auf eine kleine Pause.

  3. Trinken Sie bei Schlafstörungen Tee mit Baldrian, Hopfen, Melisse oder Lavendel oder versuchen Sie "Omas Klassiker" vor dem Schlafengehen – heiße Milch mit Honig.
  4. Gehen Sie die ersten Tage eine halbe Stunde früher ins Bett und stehen Sie eine halbe Stunde eher auf. Dieses geringe Mehr an Zeit können Sie abends für Übungen der progressiven Muskelentspannung und morgens für einen Spaziergang nutzen.
  5. Nehmen Sie ein ausgiebiges Bad mit ätherischen Ölen. Ätherische Öle wie Lavendel entspannen und beruhigen Körper und Geist.
  6. Verzichten Sie vor dem Schlafengehen auf helles Licht. Sitzen Sie abends nicht vor grellen Bildschirmen.
  7. Lassen Sie die Sonne morgens in Ihr Schlafzimmer oder benutzen Sie Tageslichtlampen. Das macht wach und munter.
  8. Frische Luft am Morgen hilft, besser wach zu werden. Atmen Sie am offenen Fenster tief ein oder gehen Sie spazieren.
  9. Machen Sie etwas Frühsport, um Ihren Kreislauf anzukurbeln.
  10. Überwinden Sie sich und duschen Sie abwechselnd mit warmen und kalten Wasser. Das regt die Durchblutung an.

Damit es Ihnen im Winter leichter fällt, rechtzeitig ins Bett zu gehen, sollten Sie es gemütlich einrichten. Kuschelige Bettwäsche und eine gemütliche Beleuchtung können helfen, am Abend früher ins Schlafzimmer zu gehen und sich dadurch eher in eine Entspannungsphase zu begeben. Das wiederum wirkt sich auf den Schlaf aus – denn im Winter haben wir ein höheres Schlaf- und Erholungsbedürfnis als im Sommer. 

Verwendete Quellen:
  • dpa
  • eigene Recherche

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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