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Wissenschaftler entdecken neue Zecken. Sie können Krankheiten übertragen.

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Neue Zecken in Deutschland  

"Die Zeckenfauna ist weitaus vielfältiger als bisher angenommen."

17.12.2017, 18:37 Uhr | Larissa Koch, t-online.de

Wissenschaftler entdecken neue Zecken. Sie können Krankheiten übertragen.. Zecke in einer Pinzette (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Nataba)

Wissenschaftler finden neue Zeckenarten. Welche Gefahren sie bergen, ist noch unklar. (Quelle: Nataba/Thinkstock by Getty-Images)

Zecken lösen einen Ekelreflex aus. Denn es hat schon etwas Heimtückisches, wie sie in Büschen lauern oder aus Wiesen in unsere Hosenbeine krabbeln, sich dann tief in uns festkrallen und unser Blut aussaugen. Schlimmer noch aber ist die Angst vor gefährlichen Infektionskrankheiten. Wissenschaftler haben neue Zeckenarten entdeckt, die weitere Krankheiten einschleppen könnten.

Forscher des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) und des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr in München sind auf eine neue Zeckenart gestoßen, die möglicherweise eine Hirnhautentzündung überträgt. Es handelt sich um die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Sie ist eine virale Hirnhautentzündung, die tödlich enden kann. Die Infektion tritt in mehr und mehr Regionen Deutschlands auf.

Das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr erforscht die Ausbreitung des FSME-Virus in Deutschland und Mitteleuropa. Die Forscher haben Vögel als Überträger ausgemacht. So werden die Viren auf den bekannten Vogelzuglinien verbreitet. Unklar ist noch, ob die Vögel selbst mit FSME-Viren infiziert sind, oder ob nur die Zecken Träger der Viren sind. Falls die Vögel selbst Überträger sein sollten, weil sich Viren nach einem Zeckenbiss in ihrem Organismus angereichert haben, wäre die Übertragungsrate ungleich größer.

Neue Zecken könnten weitere Krankheiten einschleppen

Noch ist unklar, ob die bisher in Deutschland unbekannte Zeckenart Ixodes inopinatus, die die Wissenschaftler im Visier haben, Ursache für die Ausbreitung der Hirnhautentzündung in Mitteleuropa ist. Die Forscher versuchen nun, herauszufinden, ob dadurch auch neue, bislang unbekannte Erreger übertragen werden können.

Neben der neuen Art wurden weitere Zeckenarten entdeckt, die bisher nur vereinzelt und teilweise vor vielen Jahren in Deutschland nachgewiesen wurden: "Die Zeckenfauna ist weitaus vielfältiger als bisher angenommen", erklärt Dr. Gerhard Dobler, vom Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr, der ebenfalls für das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung tätig ist. Insbesondere Vogelzeckenarten würden identifiziert, wenn gezielt danach gesucht wird. "Die Bedeutung dieser Verschleppungen über Kontinente hinweg ist bisher nur wenig erforscht und könnte für das Auftreten von neu eingeschleppten, durch Zecken übertragene Erkrankungen von größerer Bedeutung sein als bisher angenommen", betont der Wissenschaftler.

Älteste Zecke der Welt entdeckt

Die Forschungen der Münchner Wissenschaftler hatten zuletzt noch ein spannendes "Nebenprodukt" hervorgebracht, wie es in der Mitteilung heißt: Sie fanden und beschrieben die älteste Zecke der Welt in mehr als 100 Millionen altem Bernstein. Sie stammt aus der Kreidezeit und wurde als Einschluss bestens erhalten. Es handelt sich um die bisher älteste Art einer heute noch vorkommenden Zecken-Gattung. Die Identifizierung dieser Zeckenart in diesem Jahr führt nach Ansicht der Forscher zu einem "völlig neuen Verständnis zur Evolution der Zecken".  

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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