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Wann wird die Bobath-Therapie eingesetzt?

Bobath-Konzept  

Wann wird die Bobath-Therapie eingesetzt?

21.01.2014, 16:51 Uhr | se (CF)

Die Bobath-Therapie kommt bei Patienten zum Einsatz, die unter Bewegungsstörungen oder Lähmungen leiden. Diese treten häufig im Zusammenhang mit einem Hirnschaden auf, zum Beispiel infolge eines Schlaganfalls. Zum Teil machen aber auch frühkindliche Erkrankungen eine Behandlung nach Bobath notwendig.

Frühkindliche Erkrankungen

Treten während der Schwangerschaft oder der Geburt erhebliche Probleme auf, kann es bei Kindern unmittelbar oder zeitlich verzögert zu ernsthaften Erkrankungen kommen. Entwicklungsverzögerungen, Koordinations- und Motorikstörungen sind typische Gründe für eine Behandlung nach Bobath. In solchen Fällen ist die Behandlung schon in jungen Jahren sinnvoll – und erfolgreich.

Insbesondere zur Behandlung einer zerebralen Bewegungsstörung, verursacht durch eine frühkindliche Hirnschädigung, gilt die Bobath-Therapie als vielversprechendes Konzept. Die Behandlung von Säuglingen und Kindern mit Zerebralparese war sogar der Ausgangspunkt für die Entwicklung des Ansatzes in den 1940er Jahren.

Behandlung von Schlaganfall-Patienten

Heute wird das Bobath-Konzept jedoch am häufigsten bei Schlaganfall-Patienten angewendet. Häufig verursacht ein Schlaganfall, auch Hirninfarkt, Hirnschlag oder apoplektischer Insult genannt, eine Halbseitenlähmung – ausgelöst durch eine Hirnblutung, eine verminderte Durchblutung eines Gehirngefäßes oder eine andere plötzliche Erkrankung des Gehirns.

Zwar hat die Zahl der Patienten, die einen durch Minderdurchblutung bedingten Anfall überleben, in den letzten Jahren deutlich zugenommen, die Bobath-Therapie kann Betroffenen jedoch zusätzlich wieder zu Unabhängigkeit und Selbstständigkeit im täglichen Leben verhelfen.

Bobath-Therapie nach Schädel-Hirn-Trauma

Die Bezeichnung Schädel-Hirn-Trauma ist ein Oberbegriff für offene und verschlossene Schädelverletzungen mit einer Öffnung der Hirnhaut und einer Schädigung des Gehirns. Liegt solch ein Fall vor, wird in der Praxis häufig die Bobath-Therapie angewendet.

Gleiches gilt bei Hirntumoren und hypoxischen Hirnschädigungen infolge eines Sauerstoffmangels und Absterbens von Gehirnzellen. Nicht geeignet ist die Anwendung der Bobath-Therapie jedoch bei bösartigen Tumoren mit Metastasen und schweren Herzerkrankungen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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