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Japan stoppt Impfungen nach Tod von vier Kindern

t-online, afp, dpa-afx, dos

07.03.2011Lesedauer: 2 Min.
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Das japanische Gesundheitsministerium hat Impfstoffe von Pfizer und Sanofi-Aventis nach dem Tod von vier Kindern gestoppt. Wie das Ministerium am Montag mitteilte, werden die Wirkstoffe so lange aus dem Verkehr gezogen bleiben, bis es weitere Erkenntnisse über die Umstände gibt, die zum Tod der Kinder geführt haben. Ein Sicherheitsausschuss werde sich mit dem Thema am Dienstag auseinander setzen.

Vier Todesfälle nach Impfung mit Prevenar und ActHIB

Nach Angaben des Ministeriums starben die vier Kleinkinder kurz nach der Impfung mit Prevenar von Pfizer und ActHIB von Sanofi. Drei der vier Babys, die unter zwei Jahre alt waren, starben innerhalb von drei Tagen nach der Impfung mit einem der beiden Stoffe. Zwei von ihnen hatten zusätzlich den DTP-Impfstoff gegen Diphterie, Tetanus und Keuchhusten verabreicht bekommen. Das vierte Kleinkind im Alter von einem Jahr war am Tag vor seinem Tod mit Prevenar und DTP geimpft worden. Mehrere der Kinder litten den Behördenangaben zufolge unter verschiedenen Krankheiten.

Zusammenhang unklar

Ob es einen Zusammenhang zwischen den Impfungen und dem Tod gibt, sei aber noch unklar. Die Impfstoffe wirken gegen Meningitis (Hirnhautentzündung) und Lungenentzündung. Die beiden Konzerne haben versichert, mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Prevenar und ActHIB sind seit rund zwei Jahren auf dem japanischen Markt und wurden bislang rund 1,5 Millionen Kindern gespritzt.

In Deutschland ActHIB nicht auf dem Markt

In Deutschland wird nach Auskunft von Dr. Susanne Stöcker, Pressesprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts, der Impfstoff ActHIB seit einiger Zeit kaum noch verwendet. Zwar gebe es Parallelimporte aus dem EU-Ausland, allerdings hätten die Chargen, die in Japan verwendet worden seien, für Deutschland keine Freigabe. Mit dem gegen Pneumokokken wirksamen Medikament Prevenar habe man schon fast zehn Jahre Erfahrungen gesammelt. "Bisher hat es in Deutschland keine auffälligen Meldungen zu den beiden Impfstoffen gegeben, bei denen ein ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung festgestellt werden konnte", so Stöcker. Die japanischen Behörden hätten wohl sehr vorsichtig reagiert, um kein Risiko einzugehen. Bei den vier Kindern seien zwei sehr schwer krank gewesen, so dass auch die eigentliche Krankheit die Todesursache darstellen könne. Möglich sei auch, dass es Fälle von plötzlichem Kindstod gegeben habe.

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Das Unternehmen Pfizer Deutschland betont in einer Stellungnahme gegenüber eltern.t-online.de: "Die Sicherheit der Patienten hat für Pfizer oberste Priorität." Daher unterziehe das Unternehmen all seine Arzneimittel und Impfstoffe einer sorgfältigen und fortwährenden Prüfung und Überwachung. "Das Unternehmen wertet alle gemeldeten Fälle sorgfältig aus und arbeitet eng mit den Gesundheitsbehörden zusammen, um zu ermitteln, ob ein Zusammenhang mit dem Einsatz unserer Arzneimittel und Impfstoffe bestehen könnte", heißt es weiter.

Prevenar schon einmal unter Verdacht gestanden

Pfizer stand allerdings bereits im vergangenen Jahr in den Niederlanden unter Verdacht. Dort hatten die zuständigen Behörden den Tod von drei Kindern untersucht, die zuvor mit dem Pfizer-Mittel geimpft worden waren. Die niederländischen Behörden konnten aber keinen Zusammenhang herstellen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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