Sie sind hier: Home > Gesundheit > Krankheiten & Symptome >

Meningitis-Symptome im Winter nicht mit Grippe verwechseln

...

Hirnhautentzündung  

Meningitis-Symptome im Winter nicht mit Grippe verwechseln

20.09.2013, 09:36 Uhr | ks (CF)

30 bis 40 Prozent aller Ansteckungen mit Meningitis-Viren ereignen sich in den ersten drei Monaten des Jahres. Betroffene verwechseln Meningitis-Symptome deswegen häufig zunächst mit einer Wintergrippe. Wer die Beschwerden nicht richtig deuten kann, sollte unbedingt einen Arzt konsultieren.

Gefahr einer Ansteckung im Winter größer

Im Winter und Frühling ist das Risiko einer Ansteckung mit Meningitis-Viren nach Informationen des Berufsverbands der Kinder und Jugendärzte größer als zu anderen Jahreszeiten. Das liegt daran, dass sich Menschen während der kalten Jahreszeit häufiger in engen Räumen aufhalten und nah zusammenrücken. Durch winzige Schleimtröpfchen übertragen sich die Erreger beim Husten und Niesen dann besonders schnell. Auch beim Küssen oder bei gemeinsamer Nutzung von Besteck können sich die Viren übertragen – wie bei einer Grippe

Rund zwei Drittel der Ansteckungen entwickeln eine Hirnhautentzündung mit deutlichen Meningitis-Symptomen, etwa zehn Prozent der Fälle verlaufen vollkommen unbemerkt. Besonders gefährdet sind Kinder und Jugendliche: Etwa 80 Prozent der Ansteckungen entfallen auf unter 18-Jährige. Zwar verspüren sie im Gegensatz zu Erwachsenen seltener die für eine Hirnhautentzündung typische Nackensteifheit, dafür verstärken sich die übrigen Meningitis-Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit, Taubheitsgefühle in Händen und Füßen besonders rasch.

Nicht verwechseln: Grippe- und Meningitis-Symptome

Wie Dr. Martin Terhardt, Mitglied der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin gegenüber dem "Münchner Merkur" erklärt, verwechseln viele Betroffene erste Meningitis-Symptome mit denen einer Grippe: Bei beiden Krankheiten handelt es sich um eine Tröpfcheninfektion, bei beiden treten häufig Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Fieber und Müdigkeit auf. Ein Irrtum kann gefährlich werden: Im Gegensatz zu einer normalen Grippe können die Erreger auch eine Blutvergiftung, medizinisch als Sepsis bezeichnet, hervorrufen. Von den rund 400 Menschen, die in Deutschland jährlich von einer Infektion mit Meningokokken betroffen sind, sterben etwa zehn Prozent, bei weiteren 10 bis 20 Prozent verursacht eine Ansteckung dauerhafte Behinderungen. 

Wie stark sich Meningitis-Symptome entwickeln, ist abhängig vom Typ der Viren. Die STIKO empfiehlt, Kinder im zweiten Lebensjahr gegen Meningokokken der Serogruppe C zu impfen. Dabei handelt es sich um eine besonders gefährliche, in Deutschland weitverbreitete Art. Selbst Nachholimpfungen seien sinnvoll. Bis zum Alter von 17 Jahren übernimmt die Krankenkasse die Kosten.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir wollen alle Debatten auf t-online.de schnell und sorgfältig moderieren und können deswegen aus der Vielzahl unserer Artikel nur einzelne Themen für Leserdebatten gezielt auswählen. Dabei ist uns wichtig, dass sich das Thema für eine konstruktive Debatte eignet und es keine thematischen Dopplungen in den Diskussionen gibt. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Aufstellung der aktuellen Leserdebatten finden Sie auf unserer Übersichtsseite. Mehr zu unserer Community erfahren Sie in unseren FAQ. Wir freuen uns auf angeregte und kontroverse Diskussionen.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Duftkerze mit der bekannten NIVEA Creme-Note
jetzt bestellen auf NIVEA.de
Anzeige
Summer Sale bei TOM TAILOR: Sparen Sie bis zu 50 %
jetzt im Sale
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.


shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018