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Coronavirus-Krise: Helfen Globuli gegen die Erkrankung Covid-19?

Verbraucherzentrale warnt  

Helfen Globuli gegen das Coronavirus?

25.03.2020, 11:58 Uhr
Coronavirus-Krise: Helfen Globuli gegen die Erkrankung Covid-19?. Globuli: Die Zahl der Betrügereien und falschen Versprechungen rund um das Coronavirus nimmt zu. (Quelle: Getty Images/totalpics)

Globuli: Die Zahl der Betrügereien und falschen Versprechungen rund um das Coronavirus nimmt zu. (Quelle: totalpics/Getty Images)

Die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 sorgt bei vielen Menschen für Unsicherheit und Sorge. Unseriöse Anbieter nutzen das aus, um angeblich wirksame Mittel gegen die Erkrankung Covid-19 zu verkaufen.

Die Verbraucherzentrale Brandenburg warnt aktuell vor betrügerischen Werbemaschen und falschen Gesundheitsversprechen in Bezug auf homöopathische Globuli. Demnach wurde per E-Mail Werbung für homöopathische Globuli verbreitet, die angeblich vor einer Corona-Ansteckung schützen.

"In dem Werbetext heißt es, durch die Globuli werde dem Organismus die Botschaft der Corona-Erkrankung in hoch-potenzierter Form zugeführt, so dass er Antikörper gegen die Erkrankung entwickele. Komme es zum realen Kontakt mit dem Coronavirus, trage man bereits Antikörper in sich, womit sich das Risiko einer Erkrankung verringere", schreibt die Verbraucherzentrale in einer Pressemitteilung. Die Mittel konnten online bei einer Apotheke aus Niedersachsen erworben werden.

Immunität gegen das Coronavirus: kein Schutz durch Globuli

Eine wissenschaftliche Basis haben Angebote wie diese nicht. Denn Studien zu Globuli gegen Coronaviren existieren nicht. Auch der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge gibt es bis heute keine spezifischen Medikamente zur Vorbeugung oder Behandlung der Covid-19-Erkrankung.

"Werbung, die so etwas suggeriert, führt in die Irre. Wir verurteilen Unternehmen, die die aktuelle Lage ausnutzen, um mit nicht belegbaren Aussagen oder Fake-News verunsicherten Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen",  sagt Annett Reinke von der Verbraucherzentrale Brandenburg.


Auch Nahrungsergänzungsmittel schützen nicht

Nahrungsergänzungsmittel, die im Internet beworben werden, können eine Erkrankung mit dem Virus ebenfalls nicht verhindern. Denn sie seien Lebensmittel und nicht zur Prävention, Linderung oder Therapie von Erkrankungen gedacht, so die Verbraucherzentrale. Es sei daher verboten, Vitaminkuren oder Pflanzenpräparaten Wirkungen oder Eigenschaften zuzuschreiben, die sie nicht besitzen.

"Wir raten Verbrauchern, sich nicht verunsichern zu lassen. Der beste Schutz für sich und seine Mitmenschen ist derzeit, möglichst physischen Abstand zueinander zu halten", sagt Reinke. Sie sollten sich außerdem nur bei seriösen Quellen, zum Beispiel bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung oder dem Robert Koch-Institut über die aktuelle Lage informieren.

Verwendete Quellen:
  • Verbraucherzentrale Brandenburg
  • produktwarnung.eu
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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