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AOK: Labore machen mit Corona-Tests "dicke Gewinne"

Preissenkung nicht möglich  

AOK: Labore machen mit Corona-Tests "dicke Gewinne"

08.09.2020, 08:13 Uhr | AFP, dpa-AFX, dpa

AOK: Labore machen mit Corona-Tests "dicke Gewinne". Corona-Test: Laut AOK sollten die Tests 20 anstatt 40 Euro kosten.  (Quelle: imago images/Ritzau Scanpix)

Corona-Test: Laut AOK sollten die Tests 20 anstatt 40 Euro kosten. (Quelle: Ritzau Scanpix/imago images)

Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) wollen die Kosten für Corona-Tests drücken. Es sei "unangemessen", dass die Kassen für jeden Test auf das Coronavirus knapp 40 Euro bezahlen müssten.

Der Chef des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, will die Kosten für Corona-Tests drücken. Er fordert Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) deshalb auf, den Krankenkassen die gesetzliche Möglichkeit für Preisverhandlungen einzuräumen. "Es ist unangemessen, dass wir für jeden Test knapp 40 Euro bezahlen müssen. Die Labore machen damit inzwischen dicke Gewinne", sagte Litsch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag).

20 Euro wären "angemessen"

Laborbetreiber hätten ihm bestätigt, dass sie "mit der Hälfte gut leben könnten", sagte der Verbandschef. "20 Euro wären also durchaus angemessen", betonte er. Derzeit gebe es aber für die Kassen rechtlich keine Möglichkeit, einen niedrigeren Preis durchzusetzen.

"Uns sind hier die Hände gebunden. Ich appelliere an Gesundheitsminister Spahn, den Weg dafür zu ebnen, dass die Kassen mit Laboren die Preise für Corona-Tests selbst verhandeln können", forderte Litsch. "Dann könnten wir für unsere Versicherten und die Arbeitgeber viel Geld sparen. Wir brauchen wieder mehr Markt und weniger Staat."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, dpa-afx, afp

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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