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Wirkt der Corona-Impfstoff auch gegen die neuen Virus-Varianten?

dpa, Valentin Frimmer

Aktualisiert am 08.01.2021Lesedauer: 3 Min.
Corona-Strategie: Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit sieht einen entscheidenden Vorteil bei einem der neuen Impfstoffe. (Quelle: t-online)
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Endlich sind Impfstoffe gegen das Coronavirus gefunden, da mutiert es. Was, wenn die Impfung gegen die neuen Virus-Varianten nicht wirkt? Eine Analyse gibt Antworten.

Ein Gespenst mit dem kryptischen Namen B.1.1.7 geht um. In etlichen L√§ndern wurde diese Variante des Coronavirus inzwischen nachgewiesen, mehrfach auch schon in Deutschland. Sie ist nach derzeitigem Stand wahrscheinlich ansteckender als fr√ľhere Formen. Noch schlimmer aber w√§re es, wenn die bisher verf√ľgbaren Impfstoffe gegen B.1.1.7 und √§hnliche Varianten wie 501Y.V2, k√ľrzlich erstmals in S√ľdafrika nachgewiesen, weniger gut oder gar nicht mehr wirken w√ľrden. Wahrscheinlich ist das aber nicht, wie eine aktuelle Analyse best√§tigt.


Corona-Impfstart: Edith, Lotte und Helga schreiben Impf-Geschichte

Nordrhein-Westfalen, Emsdetten: Im Altenwohnheim St. Josef-Stift erhält die Bewohnerin Ruth Geulen im Alter von 89 Jahren eine Corona-Impfung.
Bremen: Die Seniorin Alize Oesselmann sitzt vor der T√ľr eines Seniorenheims im Rollstuhl. Die 85-J√§hrige ist dort Bewohnerin und lie√ü sich als erste Bremerin gegen das Coronavirus impfen.
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Auch bei Virus-Varianten könnte der Impfstoff zu 95 Prozent wirken

Demnach wirkt zumindest der Impfstoff von Biontech/Pfizer auch gegen bestimmte Varianten des Coronavirus. Untersucht wurden die Antik√∂rper im Blut von 20 geimpften Menschen, wie aus der noch nicht in einem Fachjournal ver√∂ffentlichten und von unabh√§ngigen Experten gepr√ľften Studie des US-Pharmaunternehmens Pfizer und der Universit√§t Texas hervorgeht. Demnach erreicht der Impfstoff bei den abgewandelten Formen wahrscheinlich ebenfalls eine Wirksamkeit von um die 95 Prozent.

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Die Variante B.1.1.7 war im Dezember erstmals in Gro√übritannien nachgewiesen worden. √Ąhnlich wie die in S√ľdafrika aufgetauchte Variante 501Y.V2 zeichnet sie sich durch Ver√§nderungen im Erbgut aus, die mehrere Ver√§nderungen beim sogenannten Spike-Protein auf der Oberfl√§che zur Folge haben. Mit ihm dockt das Virus an K√∂rperzellen an, um in diese einzudringen. Das Spike-Protein ist aber auch das indirekte Ziel der in Deutschland zugelassenen RNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna.

Geimpfte produzieren einen vielseitigen Antikörper-Mix

Die Mittel regen K√∂rperzellen an, dieses Protein herzustellen. Das gaukelt dem K√∂rper eine Infektion vor, das Immunsystem wird aktiviert und bildet unter anderem Antik√∂rper gegen das Protein. Sie sollen bei einer sp√§teren Infektion bei der schnellen Abwehr des Virus helfen, indem sie an das Spike-Protein binden und es so f√ľr die Abwehr als "feindlich" markieren.

Illustration des Coronavirus: Eine Veränderung des Spike-Proteins könnte die Wirkung des Impfstoffes beeinflussen (Symbolbild).
Illustration des Coronavirus: Eine Veränderung des Spike-Proteins könnte die Wirkung des Impfstoffes beeinflussen (Symbolbild). (Quelle: Kateryna Kon/ Science Photo Libary/imago-images-bilder)

Theoretisch w√§re es durchaus denkbar, dass Ver√§nderungen am Spike-Protein von Sars-CoV-2 dazu f√ľhren, dass die gebildeten Antik√∂rper nicht mehr binden k√∂nnen. Der Impfstoff w√§re damit unwirksam. Doch bislang gibt es keine Hinweise darauf. Forscher sind optimistisch, dass das auch so bleibt. Denn der Immunantwort eines Geimpften ist gar nicht so leicht zu entkommen.

Das liegt unter anderem daran, dass Menschen nach der Corona-Impfung nicht nur eine einzelne Art sch√ľtzender Antik√∂rper gegen das Spike-Protein herstellen, sondern viele verschiedene, wie der Berliner Virologe Christian Drosten im NDR-Podcast erkl√§rte. Fachleute sprechen von polyklonalen Antik√∂rpern. Dieser Antik√∂rper-Mix kann an einer Vielzahl von Bindestellen am Spike-Protein angreifen. Deshalb d√ľrften einzelne Ver√§nderungen an diesem Protein erst einmal wenig Auswirkungen haben.

"Die Immunit√§t l√§uft nicht nur √ľber Antik√∂rper"

Sehr viel spreche daf√ľr, "dass die Ver√§nderungen bisher bei weitem nicht so substanziell sind, dass die jetzt kommenden Impfstoffe nicht wirken", sagt auch Hajo Zeeb, Leiter der Abteilung Pr√§vention und Evaluation am Leibniz-Institut f√ľr Pr√§ventionsforschung und Epidemiologie in Bremen.

Zudem gebe es durchaus Limits, wie stark sich das Spike-Protein ver√§ndern kann, erkl√§rte Adam Lauring, Experte f√ľr die Evolution von RNA-Viren an der US-amerikanischen Universit√§t Michigan, k√ľrzlich in einem Podcast. "Es hat nicht unbegrenzt viele M√∂glichkeiten, durch Ver√§nderungen den Antik√∂rpern zu entkommen, weil es ja immer noch seine Aufgabe erf√ľllen muss." Dazu geh√∂rt es, an K√∂rperzellen zu binden und dem Virus das Eindringen zu erm√∂glichen.

Prof. Christian Drosten, Direktor des Instituts f√ľr Virologie der Charit√© in Berlin: Laut ihm laufe die Immunit√§t nicht nur √ľber Antik√∂rper.
Prof. Christian Drosten, Direktor des Instituts f√ľr Virologie der Charit√© in Berlin: Laut ihm laufe die Immunit√§t nicht nur √ľber Antik√∂rper. (Quelle: IPON/imago-images-bilder)

Drosten betont noch einen weiteren Aspekt. "Die Immunit√§t l√§uft nicht nur √ľber Antik√∂rper." Sogenannte T-Zellen, die ebenfalls Teil des menschlichen Immunsystems sind, h√§tten andere Bindestellen als Antik√∂rper. Die Bindestellen der T-Zellen seien am Anfang einer Epidemie oft noch gar nicht von solchen Mutationen betroffen. Die meisten Impfstoffe riefen wohl auch eine ganz gute T-Zell-Immunit√§t hervor, so Drosten.

RNA-Impfstoff kann schnell modifiziert werden

Einen Effekt wie bei der Grippe ‚Äď Fachleute sprechen von Gendrift ‚Äď erwartet Drosten bei Sars-CoV-2 erst in einigen Jahren, wenn das Coronavirus endemisch geworden ist. Grippe-Impfstoffe m√ľssen wegen Ver√§nderungen der Viren immer wieder angepasst werden.

Grunds√§tzlich sei es bei einer hohen Zahl an Neuinfektionen wahrscheinlicher, dass Varianten mit f√ľr sie g√ľnstigen Mutationen entstehen und sich verbreiten, sagt J√∂rg Timm, Leiter des Instituts f√ľr Virologie an der Uniklinik D√ľsseldorf. "Nach dem jetzt begonnenen Impfstart k√∂nnen das auch Varianten sein, vor denen die Impfantwort nicht ausreichend sch√ľtzt." Daher m√ľssten F√§lle sehr gut untersucht werden, bei denen es trotz Impfung zu einer Infektion komme.

Doch selbst wenn der schlimmste Fall eintreten sollte und Corona-Varianten nicht mehr auf den Impfstoff anspringen: "Tats√§chlich lassen sich gerade die RNA-Impfstoffe technisch relativ einfach modifizieren. Es m√ľsste dann allerdings gekl√§rt werden, wie die erneute Zulassung eines modifizierten Impfstoffs aussieht."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte √Ąrzte. Die Inhalte von t-online k√∂nnen und d√ľrfen nicht verwendet werden, um eigenst√§ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Christiane Braunsdorf
  • Sandra Simonsen
Von Sandra Simonsen
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