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Corona-Impftermin Thüringen: Infos zur Anmeldung & Hotline

Infos, Anmeldung und Durchführung  

Impftermin Thüringen: Wann und wo kann ich mich impfen lassen?

26.03.2021, 10:53 Uhr | cat, t-online

Corona-Impftermin Thüringen: Infos zur Anmeldung & Hotline. COVID-19-Impfstoff und Impfpass: Die Corona-Impfungen finden in regionalen Impfzentren statt. Die Terminvergabe erfolgt nach einem vom Gesundheitsministerium festgelegten Prioritätenprinzip. (Quelle: imago images/Friedrich Stark)

COVID-19-Impfstoff und Impfpass: Die Corona-Impfungen finden in regionalen Impfzentren statt. Die Terminvergabe erfolgt nach einem vom Gesundheitsministerium festgelegten Prioritätenprinzip. (Quelle: Friedrich Stark/imago images)

Bereits 14 Impfstellen haben seit dem 13. Januar in Thüringen ihre Arbeit aufgenommen. Wie in allen Bundesländern erhalten im Freistaat zunächst Menschen, die nach der Einstufung der Bundesregierung zur Personengruppe mit "höchster Priorität" zählen, ihre Impfung gegen das Coronavirus. 

Hier erhalten Sie einen Überblick, wer zur Prioritätengruppe gehört, wie die Terminvergabe in Thüringen erfolgt und wie die Impfung abläuft.

Wegen drastischer Lieferprobleme des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca stoppte Thüringen am 13. März vorerst die Terminvergabe für Impfungen und verschiebt den Start von Impfungen bei Hausärzten. Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) bezeichnete die angekündigte Lieferkürzung als "absolut inakzeptabel". Mehr dazu lesen Sie hier.

Prioritäten beim Impftermin: Wer wird wann geimpft?

Wer wann geimpft wird, ist in Thüringen wie in allen Bundesländern nach einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums (Corona-Impfverordnung; CoronaImpfV) festgelegt, die auf einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (StIKo) beim Robert Koch-Institut basiert.

Wer kann sich zuerst impfen lassen?

Diese Reihenfolge gilt bei der Impfung

Solange die Corona-Impfstoffe noch knapp sind, werden zuerst die Menschen geimpft, die besonders gefährdet sind. Dazu wurden verschiedene Priorisierungsgruppen gebildet. Wann von einer Gruppe zur nächsten gewechselt werden kann, richtet sich nach der Verfügbarkeit der Impfstoffe und wird von den Bundesländern entschieden. Der folgende Überblick zeigt die Reihenfolge bei der Impfung.

  • Über 80-Jährige
  • Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen sowie in ambulant betreuten Wohngruppen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind
  • Personen, die regelmäßig Schutzimpfungen gegen das Coronavirus durchführen
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten sowie
  • Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege begutachten und prüfen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren und in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden (wie z.B. Bronchoskopie)
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht - insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin oder im Rahmen der Behandlung schwer immunsupprimierter Patienten
  • Über 70-Jährige
  • Personen mit Trisomie 21 oder einer Conterganschädigung
  • Personen nach einer Organtransplantation
  • Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung (bipolare Störung, Schizophrenie, schwere Depression)
  • Personen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen
  • Personen mit schweren chronischen Lungenerkrankungen (z.B. interstitielle Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose), Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen, Diabetes mellitus mit Komplikationen, Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung, chronischer Nierenerkrankung oder Adipositas (mit BMI über 40)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht ein einer Einrichtung leben, die über 70 Jahre alt sind, nach Organtransplantation oder die eine der vorgenannten Erkrankungen oder Behinderung haben
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Schwangeren
  • Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen für geistig oder psychisch behinderte Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen oder im Rahmen der Ausübung eines Heilberufes mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere Ärztinnen und Ärzte und Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in Corona-Testzentren
  • Polizei- und Einsatzkräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Erfasst sind auch Soldatinnen und Soldaten, die bei Einsätzen im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die in Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland oder für das Deutsche Archäologische Institut an Dienstorten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die im Ausland für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen an Orten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege, in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in besonders relevanten Positionen zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die insbesondere in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen oder in sonstigen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe oder in Frauenhäusern untergebracht oder tätig sind
  • Personen, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a des Elften Buches Sozialgesetzbuch regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind
  • Über 60-Jährige
  • Personen insbesondere mit folgenden Erkrankungen: behandlungsfreie in Remission befindliche Krebserkrankungen, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen, rheumatologische Erkrankungen, Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Schlaganfall, Asthma, chronisch entzündliche Darmerkrankung, Diabetes mellitus ohne Komplikationen, Adipositas (BMI über 30)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im  Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren  oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht ein einer Einrichtung leben, die über 60 Jahre alt sind und eine der vorgenannten Erkrankungen haben
  • Personen, die Mitglieder von Verfassungsorganen sind oder in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei der Bundeswehr, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks, in der Justiz und Rechtspflege, im Ausland bei den deutschen Auslandsvertretungen, für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen tätig sind
  • Wahlhelferinnen und Wahlhelfer
  • Personen, die in besonders relevanter Position in Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, im Bestattungswesen, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen
  • Beschäftigte, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere in Laboren und Personal, das keine Patientinnen oder Patienten betreut
  • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind
  • Personen, die in Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe und in Schulen, die nicht Grund-, Sonder- oder Förderschulen sind, tätig sind sonstige Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus besteht

Alle, die ein geringeres Risiko haben, einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung zu erleiden. Ihnen soll nach den priorisierten Gruppen ein Impfangebot gemacht werden.


 

 
Seit Anfang März können sich Menschen aus der zweiten Priorisierungsgruppe für einen Impftermin registrieren. Dabei handelt es sich unter anderem um Lehrer, Erzieher, Personal in Arztpraxen, Menschen mit bestimmten Erkrankungen, Schwangere sowie bis zu zwei Kontaktpersonen von Schwangeren. Eine genaue Beschreibung der impfberechtigten Personen aus der zweiten Priorisierungsgruppe finden Sie hier.

Wie werde ich benachrichtigt?

Impfberechtigte Bürgerinnen und Bürger Thüringens, die 80 Jahre und älter sind, erhalten keine schriftliche Benachrichtigung, die sie über mögliche Impftermine informiert. Um einen Impftermin erhalten zu können, müssen sie diesen selbst vereinbaren. Erfolgen kann das wahlweise über eine telefonische Hotline oder online über eine eigens eingerichtete Website.

Anmeldung: Hotline für den Impftermin

Für die telefonische Vergabe der Impftermine hat die Landesregierung Thüringens eine eigene Hotline eingerichtet. Unter der Telefonnummer 03643 49 50 49 ist seit dem 4. Januar eine Anmeldung zur Corona-Impfung möglich. Erreichbar ist diese montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 17 Uhr sowie mittwochs und freitags von 8 bis 12 Uhr. Bei der telefonischen Buchung eines Termins werden Ihre Daten erfasst und Sie erhalten Hinweise auf das weitere Prozedere. Im Anschluss besteht die Möglichkeit weitere Daten, z.B. den Anamnesebogen, über das Online-Anmeldeverfahren zu erfassen. 

Impftermin online beantragen

Neben der telefonischen Beantragung eines Impftermins besteht die Möglichkeit, sich online anzumelden. Diese Registrierung ist über folgende Internetseite möglich: https://www.impfen-thueringen.de/. Sie erhalten hier sowohl den Termin zur Erst- als auch zur Zweitimpfung. Zuvor müssen Angaben zu Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse gemacht werden, darüber hinaus muss ein Nachweis erbracht werden, der zur Impfung berechtigt. Im Anschluss muss bestätigt werden, dass man Hinweise auf mitzubringende Dokumente sowie zu den Corona-Verhaltensregeln erhalten hat. Die Vorlaufzeit von der Information zur Impfmöglichkeit bis zum ersten Impftermin beträgt zwei Wochen.

Zur Vorbereitung auf den Check-In im Impfzentrum müssen der Anamnesebogen sowie die Aufklärung zur Impfung ausgedruckt und zum Termin mitgebracht werden. Alternativ dazu kann auch ein Webformular ausgefüllt werden, das als Barcode generiert wird. Drucken Sie diesen aus oder speichern Sie ihn in der "Impf-App" zum Vorzeigen ab.

Derzeit keine Terminvergabe: Die thüringische Landesregierung weist darauf hin, dass aufgrund von Impfstoff-Mangel derzeit keine weiteren Termine in den Impfzentren vergeben werden können. Das Terminvergabeportal bleibt bis auf Weiteres, mindestens aber bis zum 8. Februar, geschlossen.

Sonderregelungen in Pflegeeinrichtungen 

Menschen, die 80 Jahre oder älter sind und in einem Seniorenheim leben, müssen keinen Termin über die genannten Telefonnummern oder Internetseiten vereinbaren. Bei ihnen erfolgt die Impfung direkt in der Einrichtung durch ein mobiles Impf-Team. Bei Fragen zu den Terminen wenden sich Betroffene oder deren Angehörige direkt an die Pflege- und Einrichtungsleitung.

Pflegebedürftige Menschen, die zu Hause leben, aber gesundheitlich nicht in der Lage sind, persönlich eine Impfstelle aufzusuchen, können sich derzeit aus technischen Gründen nicht durch mobile Impfteams zuhause impfen lassen. Das hängt mit den anspruchsvollen Lagerbedingungen und eingeschränkten Transportmöglichkeiten des aktuell einzig verfügbaren Impfstoffs der Firma BioNTech/Pfizer zusammen. Sobald ein Impfstoff verfügbar ist, dessen Anforderungen geringer sind, sollen Impfungen regulär über die Hausärzte möglich sein.

Liste der Impfzentren in Thüringen 

In Thüringen haben bereits 14 der 29 geplanten Impfstellen den Betrieb aufgenommen:

  • Erfurt (Helios-Klinik)
  • Erfurt (Katholisches Krankenhaus)
  • Jena
  • Gera (Ärztehaus Bieblach)
  • Pößneck
  • Schmölln
  • Weimar
  • Sonneberg
  • Bad Frankenhausen
  • Bad Langensalza
  • Eisenach
  • Meiningen
  • Suhl
  • Gotha

Ab dem 3. Februar sollen schrittweise 15 weitere Impfstellen geöffnet werden. Geplant sind Zentren in Greiz, Eisenberg, Apolda, Sömmerda, Blankenhain, Arnstadt, Ilmenau, Hildburghausen, Nordhausen, Leinefelde, Mühlhausen, Bad Salzungen, Schmalkalden, Jena und Rudolstadt. Zudem ist noch offen, wo in Gera eine zweite Impfstelle eröffnen soll.

Die geplanten Öffnungszeiten von Montag bis Freitag betragen zwischen sechs und zwölf Stunden: Im ersten Monat wird es voraussichtlich nur eine sechs-Stunden-Schicht geben, um mit dem vorhandenen Impfstoff ebenfalls die Folgeimpfung nach drei Wochen abdecken zu können. Bei ausreichenden Impfstoffbeständen sollen die Impfzentren für die Dauer von zwei sechs-Stunden-Schichten geöffnet werden. Ob und wie schnell an den Wochenenden und Feiertagen geimpft werden kann, hängt von der Impfstoffmenge ab.

Mit dem Taxi ins Impfzentrum? 

Die Anfahrt zum Impfzentrum ist in der Regel selbst zu organisieren und zu bezahlen. Eine Fahrtkostenerstattung für medizinische Behandlungen erfolgt nur in sehr wenigen gesetzlichen Ausnahmefällen seitens der Krankenversicherung. Hier ist es ratsam, einmal bei der eigenen Krankenkasse nachzufragen, um so möglicherweise von einer Kostenübernahme zu profitieren.

Welche Unterlagen zum Impftermin mitbringen?

In den thüringischen Impfzentren gelten die bekannten AHA+L-Regeln zum Schutz vor Corona. Dazu gehört, ausreichend Abstand zu halten, die Hygieneregeln zu befolgen und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das gilt auch für Angehörige oder Betreuer, die die Impfberechtigten begleiten.

Folgende Dokumente werden zur Impfung benötigt: 

  • Personalausweis
  • Arbeitsbescheinigung für alle, die im Gesundheits- und Pflegedienst arbeiten
  • nach Möglichkeit einen Impfpass (falls Sie keinen besitzen, erhalten Sie eine Bestätigung in Papierform)
  • Krankenversicherungskarte
  • Barcode ausgedruckt oder in der Impf-App vorzeigbar
  • falls kein Barcode vorhanden: Ausdruck des Anamnesebogens und Aufklärung zur Impfung

Ablauf: So wird die Impfung durchgeführt

Vor der eigentlichen Corona-Impfung müssen Sie zum Check-In. Hier erhalten Sie Hinweise auf die Corona-Regeln, Ihre Körpertemperatur wird gemessen und Ihre Impfberechtigung geprüft. Danach erfolgt die Aufklärung durch einen Arzt. Die Impfung wird durch geschultes medizinisches Fachpersonal durchgeführt und im Impfpass mit der Chargennummer des Impfstoffs eingetragen. Das eigentliche Impfen geht sehr schnell und dauert nur wenige Minuten. In einem gesonderten Wartebereich bleiben Sie zur Sicherheit noch etwa 10 bis 15 Minuten unter medizinischer Beobachtung. Beim Verlassen der Impfstelle erhalten Sie einen Hinweis auf den Folgetermin und ebenfalls eine Mitteilung der Nebenwirkungen an den Hausarzt bzw. das Nebenwirkungsregister.

Einschließlich einzuplanender Wartezeiten, eines ärztlichen Aufklärungsgesprächs und der Nachbeobachtungszeit wird der Impfvorgang in der Regel etwa eine Stunde in Anspruch nehmen.

In Deutschland sind derzeit drei verschiedene Impfstoffe zugelassen. Aktuell wird der von BioNTech/Pfizer entwickelte Impfstoff verimpft. Für den vollen Impfschutz sind bei diesem Impfstoff zwei Impfungen im Abstand von drei bis vier Wochen nötig. Den vollen Impfschutz erreichen Sie nach derzeitigem Kenntnisstand sieben Tage nach der zweiten Impfung.


Am 6. Januar 2021 erhielt auch der Impfstoff der Firma Moderna von der Europäischen Kommission die Zulassung. In absehbarer Zeit ist mit der Zulassung weiterer Impfstoffe anderer Hersteller zu rechnen.

Ende Januar erhielt außerdem der Impfstoff von Astrazeneca die Zulassung. Er gehört zur Gruppe der Vektor-Impfstoffe. Seine Wirkung beruht auf der Verabreichung von abgeschwächten und somit harmlosen Viren, auf die der Körper mit der Bildung eines Immunschutzes reagiert. Der Impfstoff von Astrazeneca wird in Deutschland nur an Menschen unter 65 Jahren verimpft.

Zwischenzeitlich wurden Astrazeneca-Impfungen gestoppt. Im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung kam es zu Meldungen von Thrombosen der Hirnvenen. Die Ursache konnte im Anschluss ermittelt werden, weshalb die Impfungen wieder freigegeben wurden.

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In absehbarer Zeit ist mit der Zulassung weiterer Impfstoffe anderer Hersteller zu rechnen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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