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Pandemie ist "größte Bedrohung der Krebsforschung"

Von dpa
Aktualisiert am 19.04.2021Lesedauer: 1 Min.
Krebsforschung: Die Verzögerung der Forschung könnte bis zu zwei Jahre betragen. (Symbolbild)
Krebsforschung: Die Verzögerung der Forschung könnte bis zu zwei Jahre betragen. (Symbolbild) (Quelle: Sina Schuldt/dpa-bilder)
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Die Corona-Krise hat weitreichende Folgen für die Krebsforschung: Britische Wissenschaftler erwarten nun jahrelange Verzögerungen. Auch ein weiterer Aspekt wird scharf kritisiert.

Wegen der Pandemie rechnen britische Forscher mit enormen Verzögerungen bei neuen Krebstherapien. Grund seien verschärfte Auflagen für den Zutritt zu Forschungslaboren aufgrund der Corona-Regeln, teilt das Institute of Cancer Research (ICR) mit.

Im jüngsten Lockdown sei die Zahl der Wissenschaftler, die Zugang zu Laboren haben, noch einmal um 30 Prozent gefallen – zusätzlich zu bereits bestehenden Auflagen. Die Verzögerung könne bis zu zwei Jahre betragen.

Kritik an Finanzierungspolitik

"Die Corona-Pandemie ist die größte Bedrohung der Krebsforschung seit Generationen", sagt ICR-Chef Paul Workman. "Es ist großartig, dass die Wissenschaft uns dabei geholfen hat, aus dem Lockdown herauszukommen und zur Normalität zurückzukehren, aber leider hat Krebs nicht auf uns gewartet – es bleibt eine so große Herausforderung wie immer", sagt Workman der Nachrichtenagentur PA zufolge. In einem Blog-Eintrag kritisierte der Institutsleiter zudem die Finanzierungspolitik der britischen Regierung scharf.

Workman warnte, die Regierung wolle die britische Beteiligung am EU-Forschungsprogramm Horizon Europe mit Geld aus dem Forschungsetat finanzieren. Nötig seien aber zusätzliche Investitionen.

"Eine Kürzung des britischen Forschungsbudgets wäre für die Wissenschaft katastrophal – sie würde wichtige Entdeckungen verzögern, Patienten eine bessere Zukunft rauben und eine einmalige Gelegenheit verpassen, unsere wirtschaftliche Erholung von Covid-19 voranzutreiben", betont Workman. "Solche tiefen Einschnitte sind mit der Vision des Premierministers von Großbritannien als globaler wissenschaftlicher Supermacht unvereinbar."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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Von Laura Stresing, Cem Özer, Sandra Simonsen
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