• Home
  • Gesundheit
  • Krankheiten & Symptome
  • Corona
  • Corona-Krise: So groß ist die Corona-Gefahr bei Sport im Freien


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextCorona-Inzidenz steigt erneutSymbolbild fĂŒr einen Text"KegelbrĂŒder": Richter fĂŒhlt sich "verhöhnt"Symbolbild fĂŒr einen TextBiden verliert wichtige MitarbeiterinSymbolbild fĂŒr einen TextReisechaos: Scholz kritisiert FlughĂ€fenSymbolbild fĂŒr einen TextFrau bei Politikertreffen getötetSymbolbild fĂŒr einen TextTV-Star ĂŒberfuhr Sohn mit RasenmĂ€herSymbolbild fĂŒr einen TextUkraine fahndet nach AbgeordnetemSymbolbild fĂŒr ein VideoWirbel um Bikini-Clip von US-SenatorinSymbolbild fĂŒr einen TextZugtĂŒr schließt – Mann fĂ€hrt auf Puffer mitSymbolbild fĂŒr einen TextSpears grĂŒĂŸt oben ohne aus FlitterwochenSymbolbild fĂŒr einen TextAnsturm auf Johnny Depp in HessenSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserRTL-Star wĂŒtet gegen Lindner-HochzeitSymbolbild fĂŒr einen TextSpielen Sie das Spiel der Könige

So groß ist die Corona-Gefahr bei Sport im Freien

dpa, Andreas Schirmer

Aktualisiert am 20.04.2021Lesedauer: 3 Min.
Sport mit Abstand im Freien zu Corona-Zeiten: Aerosolforscher sehen ein "extrem geringes Ansteckungsrisiko".
Sport mit Abstand im Freien zu Corona-Zeiten: Aerosolforscher sehen ein "extrem geringes Ansteckungsrisiko". (Quelle: Felix Jason/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Wie riskant ist in der Corona-Pandemie das Treiben von Sport, der draußen stattfindet? Die Aerosolforschung hat darauf Antworten – und hat auch eine klare Haltung zum Thema Joggen.

Die Luft ist rein! Fußball oder Tennis spielen, Joggen oder im Achter rudern: Beim kontaktlosen Sporttreiben im Freien gibt es laut der Gesellschaft fĂŒr Aerosolforschung (GAeF) so gut wie keine Gefahr fĂŒr Corona-Infektionen.


Coronavirus: An diesen Orten lauert das grĂ¶ĂŸte Risiko

In der Bahn, im Restaurant und auch zu Hause – wo sich Menschen auf engem Raum befinden, kann sich das Coronavirus leicht ausbreiten. Unsere Fotoshow zeigt, welche Situationen besonders riskant sind.
Bahn: Öffentliche Verkehrsmittel wie Busse oder Bahnen sind ebenfalls mögliche Infektionsquellen. Hier treffen viele Menschen auf engem Raum aufeinander. Schutzmaßnahmen wie Abstand halten und das Tragen einer Gesichtsmaske können das Ansteckungsrisiko minimieren – sofern sich alle daran halten.
+7

In der Berliner Politik wurde diese Entwarnung monatelang ignoriert, bis ein Offener Brief der GAeF an Kanzlerin Angela Merkel wie ein Weckruf wirkte. "Es ist ein gewisser Erfolg fĂŒr uns, wenn die Menschen keine Angst mehr haben, nach draußen zu gehen, und ihnen klargemacht wurde, wo die Gefahren lauern: im Innenraum", sagte GAeF-PrĂ€sident Christof Asbach im Interview.

"Extrem geringes Infektionsrisiko" bei Teamsportarten und Tennis

"Wir haben einen Grundstein zum VerstĂ€ndnis gelegt, dass draußen sehr wenig passieren kann", betonte Asbach. Bei Teamsportarten oder auch Tennis, das auch mal nicht erlaubt war, sehe er "ein extrem geringes Infektionsrisiko".

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Spektakel auf Sylt – und eine kleine Kirche in Aufruhr
Kirche St. Severin auf Sylt: Hier geben sich Christian Lindner und Franca Lehfeldt am Samstag das Jawort.


Dies gelte auch fĂŒr das Rudern mit mehreren Scullern im Boot. Man sitzt mit dem RĂŒcken zueinander, bekomme den Atem nicht direkt ins Gesicht, und das Boot bewege sich, was "starke Verwirbelungen und damit eine Verringerung der Virenkonzentration" erzeuge, erlĂ€uterte Asbach. Ebenso hĂ€tten zwei nebeneinander laufende, keuchende Jogger wegen der Bewegung kaum etwas zu befĂŒrchten.

"Ein Virus macht noch keine Infektion", stellt Asbach fest. "Dazu braucht man einige Hundert bis einige Tausende." Bei aller Zuversicht warnte Asbach aber auch vor Risiken: "Wir sehen die Gefahren in Umkleidekabinen, Toiletten oder bei der Anfahrt im Auto oder Bus."

ZweikÀmpfe und Mannschaftstraining ebenfalls "problemlos"

Sein Kollege Gerhard Scheuch, ehemaliger PrĂ€sident der International Society for Aerosols in Medicine, hĂ€lt im Fußball ZweikĂ€mpfe und normales Mannschaftstraining fĂŒr problemlos. "Kleingruppen und Training streng nach Abstand ergeben keinen Sinn", sagte er dem Onlineportal "dfb.de". Zudem hĂ€lt er die AltersbeschrĂ€nkung fĂŒr Sport im Freien fĂŒr ĂŒberflĂŒssig: "Das Alter ist egal, weil es so gut wie keine Ansteckungen im Freien gibt."

Eine Studie in Irland bestÀtigte die deutschen Aerosolforscher in ihrer GefÀhrdungsanalyse. Danach seien laut einem Bericht der "Irish Times" von 232.000 InfektionsfÀllen nur 260 im Freien aufgetreten. "In anderen Worten: 99,9 Prozent der Covid-19-Ansteckungen erfolgen in geschlossenen RÀumen", fasste Scheuch zusammen.

Erkenntnisse sind bekannt, Politik reagiert aber nicht

Die Erkenntnisse der GAeF-Wissenschaftler sind schon seit Winter 2020 bekannt, ohne dass die Politik daraus Entscheidungen fĂŒr eine generelle Öffnung des Sports unter freiem Himmel abgeleitet hat. "Das ist definitiv ein VersĂ€umnis", kritisierte der NĂŒrnberger Pharmakologe Fritz Sörgel. "Wir brauchen Training und Veranstaltungen und die Hoffnung. Sonst könnte es in der Gesellschaft explodieren."

DOSB-PrĂ€sident Alfons Hörmann weist darauf hin, dass regionale Konzepte und Modellprojekte SportausĂŒbung in beschrĂ€nkter Form möglich gemacht hĂ€tten. Angesichts der geplanten Änderung des bundesweiten Infektionsgesetzes fĂŒrchtet er nun aber RĂŒckschritte beim BemĂŒhen um einen schrittweisen Restart. "Jetzt haben wir die Situation, dass durch das Infektionsgesetz eine Verschlechterung entstehen kann", sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Corona-Regeln: Nur kontaktloser Individualsport bleibt erlaubt

Eine wesentliche Verbesserung wird es wohl nach der geplanten Verabschiedung des Infektionsgesetzes nicht geben: Nur kontaktloser Individualsport allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands soll erlaubt sein. FĂŒr Berufs- und Leistungssportler gibt es Ausnahmen. Und fĂŒr Kinder im Alter bis zu 14 Jahren soll Sport in Gruppen weiter möglich sein. Bei den vorgesehenen AusgangsbeschrĂ€nkungen ab 22.00 Uhr sollen Joggen und SpaziergĂ€nge bis Mitternacht erlaubt bleiben, aber nur allein.

Hörmann sieht die Öffnungsbestreben des Sports durch die Aerosolforscher gestĂ€rkt, mahnt aber, wachsam bei der Befolgung der Hygienemaßnahmen und Corona-Regeln zu bleiben. Auch diese Medaille habe zwei Seiten: Der Sport sei wegen des Gesundheitsaspektes ein wertvoller Bestandteil der Lösung der Pandemie, mĂŒsse jedoch "super diszipliniert und regelorientiert" bleiben.

Dass Hertha BSC als erster Fußball-Bundesligist wegen Corona-FĂ€llen trotz bester Hygienekonzepte in QuarantĂ€ne geschickt wurde, sieht Hörmann nicht als Belastung fĂŒr das Bestreben des DOSB, den organisierten Sport wieder aus der Bewegungsstarre zu befreien: "Bei einer solchen Masse an Sport, der getrieben wird, kann es immer den einzelnen Ausreißer an irgendeiner Stelle geben."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Christiane Braunsdorf
  • Sandra Simonsen
Von Sandra Simonsen
Angela MerkelCoronavirus
Beliebte Themen

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website