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Woran Geimpfte eine Corona-Infektion erkennen – vier typische Symptome


Woran Geimpfte eine Corona-Infektion erkennen


Aktualisiert am 12.10.2021Lesedauer: 2 Min.
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Der Piks als Schutz vor Krankheit: Doch auch Geimpfte können sich infizieren.Vergrößern des Bildes
Der Piks als Schutz vor Krankheit: Doch auch Geimpfte können sich infizieren. (Quelle: picture alliance / Rupert Oberhäuser)

Ein Restrisiko bleibt: Auch Geimpfte können sich mit Corona infizieren, sie zeigen dann aber oft nur milde Symptome. Welche das sind und wie Betroffene reagieren sollten, haben Forscher untersucht.

Über die Corona-Impfung hält sich hartnäckig ein Mythos: Geimpfte können sich nicht mehr anstecken. Doch das ist falsch. Die zugelassenen Impfstoffe versprechen vor allem eines: Bei einer Infektion mit dem Coronavirus erkranken Betroffene nicht oder zumindest nicht schwer. Die Impfstoffe verhindern zum Beispiel zu 94 Prozent und mehr eine nötige Einweisung ins Krankenhaus (Hospitalisierung).

Das heißt aber auch: Auch Geimpfte können sich infizieren. Das Robert Koch-Institut (RKI) teilt dazu mit, dass die "in Deutschland zur Anwendung kommenden Covid-19-Impfstoffe SARS-CoV-2-Infektionen (symptomatisch und asymptomatisch) in einem erheblichen Maße verhindern. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person trotz vollständiger Impfung PCR-Test positiv wird, ist bereits niedrig, aber nicht Null."

Corona-Infektion nach Impfung: sehr selten, aber möglich

Wissenschaftler am King's College in London haben sich diese Gruppe der Geimpften, die sich trotzdem infiziert haben, genauer angeschaut. Sie werteten Daten von über 1,1 Millionen Briten aus, die zwischen Dezember 2020 und Mitte Mai 2021 geimpft wurden. Dabei fanden sie nur 2.278 Menschen, die nach ihrer erster Impfung positiv getestet wurden (0,2 Prozent) und nur noch 187, die nach der zweiten Impfung ein positives Testergebnis erhielten (0,03 Prozent).

Analysiert wurde, welche Symptome die Infizierten entwickelten. Dabei zeigte sich: Alle Corona-typischen Symptome traten bei den Geimpften seltener auf ‒ bis auf vier Ausnahmen. Sie wurden in etwa im gleichen Maße oder sogar verstärkt nach einer Impfung plus Infektion gemeldet.

Diese vier Symptome deuten auf eine Infektion hin

Dazu zählen:

  • Niesen: Dieses Symptom trat tatsächlich häufiger in der Gruppe der Geimpften auf, als bei den Menschen, die sich ohne Impfung infiziert hatten. Unter 60-Jährige mussten 24 Prozent häufiger niesen als Ungeimpfte. Nicht ganz klar ist, ob auch andere Erkrankungen wie zum Beispiel Allergien hier beteiligt sein könnten.
  • Kurzatmigkeit: Dieses Krankheitszeichen führt in seiner extremen Form bei Menschen, die den schützenden Piks noch nicht erhalten hatten, häufig zu Krankenhauseinweisungen. Auch bei Geimpften tritt dieses Symptom auf. Doch Hospitalisierungen sind nicht zu befürchten. Auch hier räumen die Forscher ein: Kurzatmigkeit kann auch bei anderen Erkrankungen auftreten. Dennoch: Wer schwer Luft bekommt, sollte einen Test machen.
  • Ohrenschmerzen: Ungeimpfte Infizierte klagen oft über Tinnitus (Durchblutungsstörungen im Ohr). Dabei handelt es sich um Piep- oder Pfeifgeräusche oder ein gedämpftes Gehör. Bei geimpften Infizierten treten hingegen eher Ohrenschmerzen auf.
  • Geschwollene Lymphknoten: Sie sind typische Anzeichen einer Infektion ‒ egal, ob mit Viren oder Bakterien. Lymphknoten finden sich zum Beispiel am Hals, im Nacken oder in der Achselhöhle. Sie müssen nicht unbedingt auf eine Corona-Infektion hindeuten, finden sich aber auch häufig in der Gruppe der geimpften Infizierten.

Auch Geimpfte sollten sich testen lassen

Das Fazit der Wissenschaftler: Geimpfte zeigen mit hoher Wahrscheinlichkeit nach ihrem Piks bei einer Infektion keine Symptome. Treten dennoch Krankheitsmerkmale auf, sind diese weit weniger und dazu milder als bei Ungeimpften.

Dennoch: Betroffene, die trotz Impfung anhand der genannten Kriterien den Verdacht haben, sich infiziert zu haben, sollten sich testen lassen. Denn auch sie könnten das Virus weitertragen.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
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