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Neue Corona-Studie: Senken Entzündungshemmer das Sterberisiko?

Neue Studie  

Helfen Entzündungshemmer gegen Corona?

07.07.2021, 13:24 Uhr | AFP

Neue Corona-Studie: Senken Entzündungshemmer das Sterberisiko?. Betreuung eines Corona-Patienten: Offenbar können Entzündungshemmer das Sterberisiko senken. (Quelle: imago images/Reichwein)

Betreuung eines Corona-Patienten: Offenbar können Entzündungshemmer das Sterberisiko senken. (Quelle: Reichwein/imago images)

Eine Klasse entzündungshemmender Medikamente, darunter Tocilizumab, reduziert einer Studie zufolge effektiv das Sterberisiko bei Corona-Patienten mit schwerem Verlauf.

Die entsprechende Studie wurde am Dienstag in der Fachzeitschrift "Jama" veröffentlicht. Mit 11.000 Patienten handelt es sich um die bislang umfassendste Untersuchung zu diesem Thema.

Intravenös verabreichtes Tocilizumab hatte in einer Reihe kleinerer klinischer Studien zuvor bereits unterschiedliche Ergebnisse gezeigt. Die nun veröffentlichte Untersuchung fasst die Ergebnisse aus 27 klinischen Studien in 28 Ländern zusammen und kommt zu klaren Resultaten.

Sterberisiko sank um 17 Prozent

Untersucht wurden die Mittel Sarilumab und Tocilizumab, die ursprünglich bei rheumatoider Arthritis eingesetzt wurden. Bei Corona-Patienten im Krankenhaus reduzierte die Verabreichung eines dieser beiden Medikamente zusammen mit Kortikosteroiden wie Cortison das Sterberisiko um 17 Prozent, verglichen mit der alleinigen Anwendung von Kortikosteroiden.

"Die Wissenschaft hat ihre Arbeit getan, jetzt müssen wir uns den Fragen des Zugangs zuwenden", erklärte Janet Diaz von der Weltgesundheitsorganisation WHO. "Angesichts der weltweiten Ungleichheit bei Impfstoffen sind die Menschen in den ärmsten Ländern am stärksten gefährdet, an Covid-19 zu erkranken. Sie sind diejenigen, die diese Medikamente erreichen müssen."

Tocilizumab wird unter dem Namen Actemra oder RoActemra vermarktet. Eine im Februar veröffentlichte britische Studie hatte bereits ermutigende Ergebnisse geliefert. Bei 4.000 untersuchten Patienten zeigte sich eine merkliche Verringerung des Sterberisikos und der Notwendigkeit einer künstlichen Beatmung.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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