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Ausschabung der Gebärmutter: Gründe, Ablauf, Risiken

df (CF), fsch

Aktualisiert am 10.07.2018Lesedauer: 3 Min.
Eine Ausschabung wird unter anderem auch dann empfohlen, wenn es nach den Wechseljahren noch zu Blutungen kommt.
Eine Ausschabung wird unter anderem auch dann empfohlen, wenn es nach den Wechseljahren noch zu Blutungen kommt. (Quelle: Tharakorn/getty-images-bilder)
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Die Ausschabung (Abrasio) der Gebärmutter kann aus verschiedenen Gründen notwendig sein. Nach den Wechseljahren können beispielsweise erneut auftretende Blutungen einen solchen Eingriff erforderlich machen. Wann eine Ausschabung noch durchgeführt wird und wie der Ablauf ist, lesen Sie hier.

Das Wichtigste im Überblick


  • Was ist eine Ausschabung?
  • Gründe: Wann wird eine Ausschabung durchgeführt?
  • Ausschabung während und nach den Wechseljahren
  • Ablauf der Gebärmutterausschabung
  • Mögliche Komplikationen

Was ist eine Ausschabung?

Die Ausschabung – in der medizinischen Fachsprache auch als Abrasio oder Kürettage bezeichnet – ist ein gynäkologischer Eingriff durch die Scheide, bei dem der Frauenarzt die Gebärmutterschleimhaut im Bereich von Gebärmutterhals und Gebärmutterhöhle abträgt.

Gründe: Wann wird eine Ausschabung durchgeführt?


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Eine Gebärmutterausschabung wird im Wesentlichen aus zwei Gründen durchgeführt: Sie dient entweder der Diagnostik oder der Behandlung. So kann der Frauenarzt mithilfe der Entnahme von Gebärmutterschleimhaut und der anschließenden mikroskopischen Untersuchung im Labor eventuelle Erkrankungen der Gebärmutter oder die Ursache für Blutungsstörungen aufspüren.

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Als Behandlungsmethode kommt die Kürettage in folgenden Fällen zur Anwendung:

  • Blutungsstörungen: Hier wird die Ausschabung am häufigsten durchgeführt. Unter Blutungsstörungen versteht man Blutungen, die zu stark, zu lange oder außerhalb der regulären Menstruation (Zwischenblutungen) auftreten.
  • Nach der Geburt: Manchmal verbleiben nach einer Geburt noch Reste der Plazenta in der Gebärmutter zurück. Dann ist eine Kürettage notwendig, damit sich die Gebärmutter wieder zusammenziehen kann.
  • Fehlgeburt: Verstirbt der Embryo bereits während der Schwangerschaft im Mutterleib, erfolgt meist eine Ausschabung der Gebärmutter. Dabei werden Embryo und Plazenta entfernt. Bei einer Fehlgeburt ohne anschließende Ausschabung kann es zu gefährlichen Komplikationen wie Infektionen und Blutungen kommen.
  • Schwangerschaftsabbruch: Eine Abtreibung erfolgt in den meisten Fällen durch eine Ausschabung. Dann spricht man von Absaugung oder Saugkürettage, da statt eines Löffels eine Saugkürette genutzt wird, um Embryo und Plazenta zu entfernen.
  • Blutungen nach den Wechseljahren: Kommt es nach der Menopause weiterhin zur Regelblutung, ist eine Ausschabung in vielen Fällen die einzige Lösung.

Ausschabung während und nach den Wechseljahren

Die Gebärmutterschleimhaut baut sich normalerweise innerhalb von vier Wochen auf und bereitet sich auf die Einnistung einer Eizelle vor. Kommt es nicht zur Befruchtung, wird die Schleimhaut abgestoßen und es kommt zur Regelblutung. Es gibt verschiedene Gründe, warum der Zyklus gestört sein kann, wie zum Beispiel hormonelle Störungen, eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut (Endometritis) sowie Gebärmutterhalskrebs sein.

Blutungsstörungen können grundsätzlich in jedem Alter auftreten. Besonders betroffen sind jedoch Frauen, die sich vor oder in den Wechseljahren befinden. Dann verändert sich der Hormonhaushalt und es kommt zum vermehrten Wachstum von Myomen (gutartigen Muskelknoten) und Polypen (Ausstülpungen der Gebärmutterschleimhaut), die dafür sorgen, dass sich die Gebärmutter nicht mehr richtig zusammenziehen und die Schleimhaut abgestoßen werden kann. Eine Ausschabung wird im Falle von Blutungsstörungen vor allem zur Diagnose eingesetzt.

Manchmal kommt es aber auch noch Monate nach der Menopause zu Blutungen. Das liegt meist an einer noch verdickten Gebärmutterschleimhaut. Diese kann dann per Kürettage abgetragen werden.

Ablauf der Gebärmutterausschabung

Die Abrasio ist mittlerweile ein Routineeingriff, der nur wenige Minuten dauert. Der Eingriff erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung, manchmal jedoch auch unter Vollnarkose. Nachdem der Muttermund gedehnt wurde, trägt der Arzt die Gebärmutterschleimhaut mit einer Kürette – einer Art scharfkantigem Löffel – ab. Die fraktionierte Abrasio, bei der man die Schleimhäute der einzelnen Gebärmutterabschnitte getrennt untersucht, lässt Rückschlüsse auf den Verlauf von Zellveränderung zu, zum Beispiel bei Gebärmutterschleimhautkrebs. Der Eingriff wird dann zusätzlich häufig mit einer Gebärmutterspiegelung kombiniert.

In den meisten Fällen wird die Ausschabung der Gebärmutter ambulant vorgenommen, so dass die Patientin nach einiger Zeit der Beobachtung die Klinik wieder verlassen kann. Das entnommene Gewebe wird anschließend im Labor auf Erkrankungen untersucht.

Mögliche Komplikationen

Die Ausschabung der Gebärmutter ist verhältnismäßig risikoarm. In seltenen Fällen kann es durch die Dehnung des Muttermundes zur Verletzung des Gebärmutterhalses kommen. Durch die dadurch entstehende Gebärmutterhalsschwäche ist bei folgenden Schwangerschaften das Risiko für Fehlgeburten erhöht.

Nachdem Sie die Klinik verlassen haben, sollten Sie sich allerdings erholen und keine Anstrengungen unternehmen. Es kann einige Tage lang zu leichten Nachblutungen sowie Unterleibsschmerzen kommen, die allerdings normal sind. Selbst wenn die Gebärmutter bei der Abrasio leicht verletzt wurde, können Sie mit einer schnellen Abheilung rechnen. Bei Fieber, starken Schmerzen oder heftigen Blutungen sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, um eine mögliche Infektion behandeln zu lassen.

In den meisten Fällen kommt es nach der Ausschabung zur Veränderung des Zyklus. Vor allem die erste Regelblutung nach dem Eingriff tritt oft verzögert auf, da sich die Gebärmutterschleimhaut erst langsam wieder zurückbilden muss. Aufbau und Wundheilung können bis zu acht Wochen dauern.

Sollte die Menstruation nach dem Eingriff allerdings dauerhaft ausbleiben oder seltener auftreten, kann das an Vernarbungen liegen. Diese können zu Unfruchtbarkeit führen, da sich die Eizelle nicht mehr in der Gebärmutter einnisten kann. Bei den genannten Symptomen sollten Sie sich deshalb unbedingt an Ihren Frauenarzt wenden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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