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Neue Methode: Retortenbabys bald f├╝r jeden erschwinglich?

Von ap, t-online
Aktualisiert am 26.08.2013Lesedauer: 4 Min.
Wissenschaftler haben eine neue g├╝nstigere Methode der k├╝nstlichen Befruchtung entwickelt.
Wissenschaftler haben eine neue g├╝nstigere Methode der k├╝nstlichen Befruchtung entwickelt. (Quelle: /dpa-bilder)
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Eine künstliche Befruchtung im Reagenzglas ist teuer. Aber muss das so sein? Seit der Geburt des ersten Retortenbabys vor mehr als 30 Jahren ist die Befruchtung im Reagenzglas zu einer komplexen Laborprozedur geworden. Jetzt besinnen sich Wissenschaftler wieder auf die Grundlagen - und testen eine einfachere und billigere Methode, die helfen soll, auch Ärmeren den Kinderwunsch zu erfüllen.

Weniger Aufwand und geringere Kosten

Im Westen bl├Ąttern kinderlose Menschen, die sich sehnlich Nachwuchs w├╝nschen, oft Tausende Euro f├╝r eine In-Vitro-Fertilisation (IVF) hin. Dazu geh├Âren kostspielige Brutk├Ąsten und ausf├╝hrliche Screenings. Europ├Ąische und amerikanische Wissenschaftler sagen aber nun, dass eine simplere Version der Behandlung f├╝r rund 200 Euro oder 265 Dollar durchgef├╝hrt werden k├Ânnte - mit wirkstoffgleichen, aber preiswerten Kopien der Fruchtbarkeitspillen sowie abgespeckter Laborausr├╝stung, die in eine Schuhschachtel passen w├╝rde.

"IVF sollte nicht nur den Reichen zug├Ąnglich sein"

Einfacher, billiger - das k├Ânnte vor allem kinderlosen Paaren in Entwicklungsl├Ąndern helfen, Eltern zu werden. Und das war auch haupts├Ąchlich die Zielrichtung bei der Entwicklung der vereinfachten Methode.

Doch auch ├ärzte in wohlhabenden L├Ąndern sind interessiert. "IVF sollte nicht nur den Reichen zug├Ąnglich sein", sagt Geeta Nargund, medizinische Direktorin der Create Health Clinics, eines privaten Fruchtbarkeitszentrums in London. Es gebe auch in den Industriestaaten des Westens viele Paare, die sich eine solche Behandlung nicht leisten k├Ânnten, "so dass die Nachfrage riesig w├Ąre, wenn es eine billigere Methode g├Ąbe."

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So funktioniert die g├╝nstigere Methode

Entwickelt wurde die einfachere Technik von Jonathan Van Blerkom, einem Forscher an der University of Colorado. Europ├Ąische Kollegen hatten ihn nach einer Methode gefragt, die IVF auch f├╝r Menschen in Entwicklungsl├Ąndern erschwinglich machen k├Ânnte. "Meine erste Reaktion war: Ihr wollt mich wohl auf den Arm nehmen", schildert Van Blerkom. Aber er fand heraus: Mit zwei Reagenzgl├Ąsern und speziellen L├Âsungen ist es m├Âglich, exakt die gleichen oder sehr ├Ąhnliche Bedingungen zu schaffen wie mit einem 60.000 Dollar teuren Inkubator.

Der Inkubator erzeugt eine spezielles Mikroklima, das die Eizelle ben├Âtigt. Diese besondere Kohlendioxid-Atmosph├Ąre l├Ąsst sich aber auch erheblich billiger herstellen - mit Hilfe von zwei miteinander verbundenen Reagenzgl├Ąsern und den Alltags-Chemikalien Zitronens├Ąure und Backpulver. In dem einen der beiden Reagenzgl├Ąser wird eine L├Âsung zubereitet, aus der das ben├Âtigte Kohlendioxid entsteht. ├ťber ein Verbindungsr├Âhrchen wird die spezielle Atmosph├Ąre dann in das zweite Reagenzglas geleitet. In dieses gibt man eine Eizelle und einige Tausend Spermien sowie N├Ąhrl├Âsung und h├Ąlt es gleichm├Ą├čig warm. Nach ungef├Ąhr zwei bis drei Tagen wird jeder entstandene Embryo unter dem Mikroskop untersucht, bevor er dann der Frau eingepflanzt wird.

Erste Studienergebnisse sprechen f├╝r die neue Methode

Van Blerkom und etliche Kollegen sch├Ątzen, dass ungef├Ąhr der H├Ąlfte aller Menschen, die eine Fruchtbarkeitsbehandlung wollen, mit dieser Methode geholfen werden k├Ânnte. Bei einem noch andauernden Versuch in Belgien werden die Resultate der traditionellen und der billigeren Methode verglichen. Frauen j├╝nger als 36 Jahre, die sich zum ersten Mal einer Reagenzglas-Befruchtung unterziehen, bekommen zun├Ąchst eine leichte Dosis von Fruchtbarkeitsmitteln injiziert. Wenn zumindest acht Eizellen gewonnen werden, wird eine H├Ąlfte nach der komplizierteren, die andere nach der einfacheren IVF-Methode behandelt.

Ein Spezialist, der nicht wei├č, welche Technik angewendet wurde, sucht dann das "beste" Embryo zum Einpflanzen aus. Bei den mehr als 100 Frauen, die bis jetzt an dem Versuch teilnahmen, lag die Schwangerschaftsrate bei etwa 34 Prozent - bei beiden Methoden. Bisher wurden 14 Babys geboren, nachdem die einfachere Technik angewendet worden war, und 13 nach der komplizierteren Behandlung.

In Entwicklungsl├Ąndern ist das Problem der Unfruchtbarkeit gr├Â├čer

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sch├Ątzt, dass es weltweit zwischen 120 Millionen und 160 Millionen Paare mit Fruchtbarkeitsproblemen gibt. Was allerdings kaum jemand wei├č: In Entwicklungsl├Ąndern ist es ein noch gr├Â├čeres Problem als im Westen, wie Sheryl Vanderpoel, eine WHO-Expertin f├╝r Fortpflanzung, schildert. Das liege zum Teil an einer h├Âheren Zahl unbehandelter Infektionen, darunter Geschlechtskrankheiten. "IVF erschwinglich zu machen, ist eine Priorit├Ąt in der ├Âffentlichen Gesundheitsf├╝rsorge", sagt Vanderpoel.

In vielen europ├Ąischen L├Ąndern zahlen Krankenkassen Paaren unter bestimmten Voraussetzungen mehrere IVF-Behandlungen. Wer sie privat bezahlen muss, den kann es Zehntausende Euro kosten. Viele Paare ben├Âtigen bis zu drei Behandlungsrunden, bevor es zu einer Schwangerschaft kommt.

Das sagen Experten zur neuen Methode

Manche Experten glauben, dass sich die einfachere Methode am Ende als weniger erfolgreich herausstellt als die kompliziertere Technik, etwa weil weniger Eizellen produziert werden und es kein ausgedehntes Screening der Embryonen gibt. Aber die Methode sei vielversprechend, sagt etwa Ian Cook, Professor Emeritus f├╝r Fortpflanzungsmedizin an der britischen Sheffield University. Von einem technischen Standpunkt aus gesehen habe sich erwiesen, "dass es funktioniert".

"IVF ist kein Prozess, der auf alle gleicherma├čen zugeschnitten ist", meint Susan Seenan vom Infertility Network UK. "Patienten wird gesagt, dass sie alle m├Âglichen teuren Prozeduren ben├Âtigen. Und das hier mag ein guter Zeitpunkt sein, innezuhalten und zu sehen, ob das wirklich der Fall ist."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte ├ärzte. Die Inhalte von t-online k├Ânnen und d├╝rfen nicht verwendet werden, um eigenst├Ąndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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