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37 Grad: Reportage über die Angst der Männer im Kreißsaal


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Nabelschnur und Nachgeburt - die Angst der Männer im Kreißsaal

Von dpa
Aktualisiert am 21.10.2013Lesedauer: 2 Min.
Um Männer im Kreißsaal geht es bei der "37 Grad"-Folge "Hilfe, ich bekomme ein Baby.
Etwas unsicher hält Daniel die Babypuppe. Wenn Nancy das gemeinsame Baby zur Welt bringt, will er dabei sein. Um Männer im Kreißsaal geht es bei der "37 Grad"-Folge "Hilfe, ich bekomme ein Baby. (Quelle: ZDF)
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Die Geburt des eigenen Kindes mitzuerleben, beschert werdenden Vätern nicht nur Glücksmomente. Im Kreißsaal werden sie auch mit Wehen, Blut und Schmerzensschreien ihrer Partnerin konfrontiert - eine Geburt ist nichts für schwache Nerven. Kein Wunder, dass die Angst vor dem Kreißsaal auch Männern zu schaffen macht. Die ZDF-Doku "Hilfe, ich bekomme ein Baby" aus der Reihe "37 Grad" begleitet drei Männer vor, während und nach der Geburt.

Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr - gemäß des alten Sprichworts gibt es zahllose Ratgeber für werdende Väter. Manche bemühen merkwürdige Klischees: Titel wie "Das Baby: Inbetriebnahme, Wartung und Instandhaltung" oder "Der Bauch ist rund und Schluss ist, wenn die Hebamme abpfeift" wurden scheinbar für Technikfreaks und Fußballfans geschrieben, die ganz nebenbei auch noch Papa werden. Doch so viel Lockerheit ist selten.

Der kugelrunde Bauch ihrer Partnerin verunsichert viele werdende Väter zutiefst. Noch größer wird die Unsicherheit, wenn es darum geht, ihr bei der Geburt im Kreißsaal beizustehen. Die drei Männer aus der "37-Grad"-Folge werden unter ganz verschiedenen Umständen Papa, doch eine Frage treibt alle um: Was ist meine Rolle, wenn es soweit ist?

Philipp: Am liebsten mit den Kumpel in den Kreißsaal

Dass Männer ihren Partnerinnen beim Pressen die Hand halten und die Nabelschnur eigenhändig kappen, das gilt hierzulande längst als normal. Auch der 26-jährige Philipp aus Oberhausen will dabei sein, wenn seine Anne den gemeinsamen Sohn auf die Welt bringt. Am liebsten hätte er auch noch seinen besten Kumpel dabei. Anne ist davon weniger begeistert. Angst hat Philipp eigentlich nicht vor der Geburt - aber ganz genau hinschauen will er trotzdem lieber nicht.

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Daniel: Eifersucht und Sorge ums Sexleben

Auch der 26 Jahre alte Daniel hat Bedenken, dass er im Kreißsaal Dinge sehen könnte, die er lieber gar nicht wissen will. Sein Freund war nach der Geburt so schockiert, dass er keinen Sex mehr mit seiner Frau wollte. Die Bilder gingen nicht mehr aus dem Kopf, schließlich hatte er ihr das angetan. Ein bisschen eifersüchtig ist Daniel auch, dass seine Nancy ein so enges Verhältnis zu dem Ungeborenen aufbauen kann. "Wir Männer müssen uns mühsam erarbeiten, was den Frauen von Natur geschenkt wird" - der werdende Vater findet das ungerecht. Tauschen will er trotzdem nicht: "Solche Schmerzen würde kein Mann aushalten."

Andreas: Angst um die Gesundheit der Zwillinge

Andreas, 42, treiben ganz andere Gedanken um. Seine Frau und er konnten lange kein Kind zeugen, Isabell hat eine Hormonbehandlung durchgemacht. Jetzt steht die Geburt der Zwillinge bevor und beide haben Angst. Ist denn auch wirklich alles in Ordnung? Das seine beiden Mädchen wahrscheinlich per Kaiserschnitt auf die Welt kommen werden, ist Andreas ganz recht. Der Nabelschnur will er nicht zu nahe kommen, "das sollen lieber die Ärzte machen".

Drei Paare, drei Schwangerschaften, ganz unterschiedliche Sorgen. Die gute Nachricht dieser Doku von Iris Bettray an alle werdenden Väter: Nicht nur die Sache mit der Nabelschnur ist ganz normal - Angst haben auch.

TV-Tipp: "Hilfe, ich bekomme ein Baby - Männer im Kreissaal" in der Reihe "37 Grad", ZDF, Dienstag, 22. Oktober, 22.15 Uhr

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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