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Gibt es das perfekte Alter zum Kinderkriegen?


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Gibt es das perfekte Alter zum Kinderkriegen?

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 16.03.2015Lesedauer: 3 Min.
Wann sind Paare reif für ein Kind? Das ist stark von der jeweiligen Lebenssituation abhängig.
Wann sind Paare reif für ein Kind? Das ist stark von der jeweiligen Lebenssituation abhängig. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Durchschnittlich 29,3 Jahre alt sind Frauen in

Bei einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Zeitschrift "Brigitte Mom" nannte ein Viertel der Befragten 30 als bestes Alter für das erste Kind. Für ähnlich viele ist 25 Jahre (23 Prozent) beziehungsweise 27 oder 28 Jahre (21 Prozent) das perfekte Alter. Für Menschen im Osten liegt das Idealalter für das erste Kind deutlich niedriger als für die Befragten im Westen. Während im Osten die Mehrheit (57 Prozent) ein Alter bis 25 Jahre vorzieht, schätzt das im Westen nur knapp ein Drittel (32 Prozent) so ein.

Was sind die Voraussetzungen zum Kinderkriegen?

Wichtige Meilensteine für die Familiengründung sind für die Befragten, dass man ein geregeltes Einkommen und eine Wohnung sowie eine feste Partnerschaft hat (20 Prozent). Der Abschluss einer Ausbildung oder eines Studiums ist für 18 Prozent wichtig. Dass man mit dem angegebenen idealen Alter die nötige Lebenserfahrung und Reife besitzt, denken 16 Prozent aller Befragten.

20, 30 oder 40 Jahre? Das sind Vor- und Nachteile

Natürlich ist die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt eine sehr individuelle, die von der persönlichen Lebenssituation und Reife der Personen abhängt. Trotzdem gibt es bestimmte Vor- und Nachteile, die mit oft mit dem Alter der Mutter verbunden sind:

Erstes Kind mit 20: Biologisch betrachtet, ist 20 bis 29 das beste Alter zum Schwangerwerden. Die Fruchtbarkeit ist jetzt am höchsten, das Bindegewebe ist sehr elastisch und der Körper ist meist relativ schnell nach der Geburt wieder in Form. Die Gefahr einer Fehlbildung des Babys ist in dieser Zeit am niedrigsten. Junge Mütter sind häufig unbeschwerter und integrieren die Kinder flexibler in den Alltag.

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Allerdings haben viele Frauen mit Anfang 20 noch nicht den passenden Partner gefunden, beziehungsweise die Partnerschaften sind noch nicht so stabil. Meist ist es Frauen in diesem Alter wichtig, zunächst ihre Ausbildung zu beenden und ein paar Jahre zu arbeiten, bevor sie sich für Kinder entscheiden. Wenig Verständnis in der Arbeitswelt erschwert die Entscheidung zusätzlich.

Erstes Kind mit 30: Mit Anfang/Mitte 30 ist die Berufsfindung meist abgeschlossen, die Frauen sind relaxter und selbstbewusster. Sie wissen in der Regel genau, was sie wollen und auch die Partnerschaft ist gefestigt. Die Phase der Selbsterfahrung und des Ausprobierens ist abgeschlossen. Es fällt leichter, auf bestimmte Dinge wie Ausgehen und große Urlaube zu verzichten.

Bei Frauen über 30 sinkt allerdings schon die Fruchtbarkeit. Mit 35 liegt sie nur noch bei 25 Prozent. Das Risiko für Fehlbildungen beim ungeborenen Kind steigt, etwa jedes 250. Kind weist Missbildungen auf. Das Bindegewebe wird schwächer, Krampfadern, Bluthochdruck, Schwangerschaftsdiabetes und -vergiftungen treten häufiger auf.

Erstes Kind mit 40: Frauen, die mit 40 oder älter schwanger werden, sind gelassener und entspannter, sie haben viel Lebens- und Berufserfahrung und konzentrieren sich mehr auf ihr Kind. Das Gefühl, etwas zu verpassen beziehungsweise auf etwas verzichten müssen, stellt sich bei den "späten" Müttern seltener ein. Sie entscheiden sich in den meisten Fällen aus Überzeugung für ein Kind und sind oft dankbarer für das Kinderglück als junge Mütter. Die finanzielle Situation sowie die Partnerschaft ist gesichert. Frauen über 40 achten oft mehr auf gesunde Ernährung und körperliche Fitness, sie leben bewusster.

Allerdings liegt die Wahrscheinlichkeit einer natürlichen Schwangerschaft in dieser Altersgruppe unter 20 Prozent. Die Risiken für Fehlbildungen sind sehr hoch, ab 45 weist jedes 30. Kind eine Missbildung auf. Das Risiko einer Fehlgeburt ist mit 40 Jahren fast doppelt so hoch wie mit 30. Auch Schwangerschaftsdiabetes und -vergiftung treten wesentlich häufiger auf als bei 30-Jährigen. Insgesamt sind "späte" Mütter empfindlicher, sie stecken zum Beispiel schlaflose Nächte schlechter weg als 20-Jährige.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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