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Ja, die Redaktion hat fĂŒr diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

WaschbÀren aus Haus und Garten vertreiben

Von t-online, jb

Aktualisiert am 04.12.2021Lesedauer: 6 Min.
WaschbÀr
WaschbĂ€ren: Der katzengroße BĂ€r aus SĂŒdamerika breitet sich in Europa immer stĂ€rker aus und bedroht dadurch heimische Tierarten. (Quelle: Photocase/imago-images-bilder)
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Der WaschbĂ€r ist auf dem Vormarsch und entwickelt sich zu einer echten Plage. Immer hĂ€ufiger trifft man den maskierten Eindringling im eigenen Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon. Er verwĂŒstet Blumenbeete, rĂ€umt MĂŒlltonnen aus und ist sogar eine Gefahr fĂŒr Ihre Haustiere. Was sind geeignete Schutzmaßnahmen?

Das Wichtigste im Überblick


Die ursprĂŒnglich aus Nordamerika stammenden Allesfresser kommen durch Katzenklappen und offene TĂŒren ins Haus und hinterlassen dort ihre Duftmarken. Aber auch ĂŒber BĂ€ume gelangen Tiere auf die Dachböden der HĂ€user, zerstören so die Dachisolierung oder verursachen allein durch Kot und Urin SchĂ€den in Höhe von mehreren tausend Euro pro Haus. Die nachtaktiven Plagegeister sind mittlerweile weit verbreitet. Der beste Weg, sie loszuwerden ist, es ihnen von Anfang an so ungemĂŒtlich wie möglich zu machen.

WaschbÀren vom Haus fernhalten
· Nahrungsreste nur gut verschlossen in MĂŒlltonnen entsorgen.
· Katzenfutter und andere Tiernahrung nicht auf der Terrasse stehen lassen.
· Den gelben Sack erst kurz vor der Abholung nach draußen stellen.
· MĂŒlltonnen fest verschließen oder den Deckel mit einem schweren Stein zusĂ€tzlich sichern.
· Hecken stark zurĂŒckschneiden.
· Auf FassadenbegrĂŒnung und Rankpflanzen an der HĂ€userwand verzichten.
· Regenrinnen und Fallrohre mit Blechmanschetten ausstatten.

WaschbÀren bekÀmpfen: Nicht alle Methoden sind erlaubt

Keinesfalls sollten Sie einen Hund auf den WaschbĂ€ren hetzen. Sie verstoßen damit einerseits gegen das Tierschutzgesetz, andererseits können derartige Auseinandersetzungen tödlich fĂŒr den Hund – und nicht etwa fĂŒr den WaschbĂ€ren – ausgehen. Das berichtet der Brandenburger Landesjagdverband. Die Tiere seien sehr aggressiv und hĂ€tten bereits mehrere Jagdhunde getötet. WaschbĂ€renschĂŒtzer werfen dem Verband allerdings vor, nur einen Vorwand zu suchen, um die Tiere jagen zu können.

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Gesetzlich verboten ist es auch, WaschbĂ€ren mit einer Lebendfalle zu fangen und an anderer Stelle wieder auszusetzen. Sollten Sie also ein Exemplar gefangen haben, mĂŒssen Sie es direkt vor dem Haus wieder in die Freiheit entlassen. Dabei ist jedoch Ă€ußerste Vorsicht geboten, denn ein gefangener und in die Enge getriebener WaschbĂ€r kann unter UmstĂ€nden sehr aggressiv werden.

Wer ohne Fangerlaubnis eine sofort tödlich wirkende Falle einsetzt, die Mutter eines Wurfes junger Welpen so umbringt oder an anderer Stelle aussetzt, macht sich ĂŒbrigens wegen Wilderei und TierquĂ€lerei strafbar. Wie genau die gesetzlichen Regelungen bezĂŒglich Jagd und Vertreibung von WaschbĂ€ren lauten, können Sie im Bundesjagdgesetz nachlesen.

PrĂ€ventivmaßnahmen gegen WaschbĂ€ren

Besser ist es, Haus und Garten fĂŒr die Tiere möglichst unattraktiv zu gestalten, damit sie sich gar nicht erst ansiedeln. So ist es zum Beispiel ratsam, immer fĂŒr einen abgedeckten Kompost und fest verschlossene MĂŒlltonnen zu sorgen. Die Eindringlinge wĂŒhlen in den hinterlassenen AbfĂ€llen und stellen sich so ihr tĂ€gliches MenĂŒ zusammen. Ist die Auswahl reichhaltig, kommt der WaschbĂ€r wieder. GemĂŒse- und Gartenreste interessieren den Allesfresser dabei weniger, vielmehr hat er es auf hochwertige Speisereste wie Fleisch, Fisch, Brot, Obst und Milchprodukte abgesehen: Sie sind ein wahrer Gaumenschmaus fĂŒr die WaschbĂ€ren. Wer derartige Lebensmittel im Garten kompostieren will, sollte einen stabilen und verschließbaren Schnellkomposter verwenden.

Verpacken Sie fĂŒr die Tiere verlockende Nahrungsmittel in doppelte PlastiktĂŒten verpacken, um den Geruch einzudĂ€mmen. MĂŒlltonnen sollten nicht unverschlossen bleiben und in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden geleert und gereinigt werden. Wer WaschbĂ€ren vertreiben will, sollte außerdem insbesondere die Biotonnen, am besten jedoch alle MĂŒlltonnen, mit Spanngurten sichern oder mit einem großen Stein beschweren. Gelbe SĂ€cke werden in verriegelbaren Boxen aufbewahrt oder erst kurz vor der Abholung vors Haus gestellt.

Vermeiden Sie kurzfristige Lagerung von verschiedenstem Unrat im Garten oder auf Terrasse und Balkon, wie zum Beispiel SperrmĂŒll oder Baumaterial. Sie bieten dem WaschbĂ€ren einen geeigneten Unterschlupf und die Möglichkeit ein Nachtquartier einzurichten. Auch GartenhĂ€user, Garagen, verlassene GebĂ€ude, Dachböden und KaminschĂ€chte stehen ganz oben auf der Liste der begehrtesten Schlaf- und WurfplĂ€tze.

Damit die Allesfresser keinen Weg in Ihr Haus finden, sollten Äste von BĂ€umen, an denen die Tiere ins Haus gelangen könnten, gestutzt werden. Rank- und Kletterpflanzen an HauswĂ€nden bieten optimalen Halt, damit WaschbĂ€ren daran hochklettern können. Sie sollten deshalb möglichst auf FassadenbegrĂŒnung verzichten. Wenn der WaschbĂ€r es erst einmal geschafft hat, an der Hauswand empor zu klettern, sucht er sich gerne ein Schlupfloch im Dach um in das Haus einzusteigen. Kontrollieren Sie daher in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden das Hausdach auf Schwachstellen, wie zum Beispiel verschobene Ziegel und bessern Sie diese Stellen gleich aus.

Halten Sie TĂŒren und Katzenklappen, um zu verhindern, dass die WaschbĂ€ren in Ihr Haus gelangen.

WaschbĂ€ren keinesfalls fĂŒttern!

Mit seiner Nase, seinen langen Schnurrhaaren und den kleinen Pfoten ist der WaschbĂ€r zwar niedlich anzusehen, vergessen Sie trotzdem nicht, dass es sich um ein wildes Raubtier handelt. Verzichten Sie daher von Anfang an darauf, den WaschbĂ€ren anzufĂŒttern. Denn sind Sie fĂŒr ihn eine verlĂ€ssliche Futterquelle, kommt er stĂ€ndig wieder und vermehrt sich rasant in Ihrer Gegend.

WaschbÀren sind schwer zu vertreiben

Wenn ein WaschbĂ€r eingezogen ist, können Sie mit verschiedenen Methoden versuchen, ihn zu vertreiben. Sein Gehör- und Geruchssinn sind gut ausgebildet; daher können Sie ihn zum Beispiel durch ein lautes Radio durch das Verbreiten unangenehmer GerĂŒche, zum Beispiel durch Mottenkugeln, vertreiben.

Ganz gleich, fĂŒr welche Methode Sie sich entscheiden, in vielen FĂ€llen ist der Erfolg nur von kurzer Dauer. Sobald sich kein WaschbĂ€r mehr im Garten oder Haus befindet, sollten Sie daher so schnell es geht alle möglichen EingĂ€nge fest verschließen.

In jedem Fall ist darauf zu achten, dass Sie genĂŒgend Abstand zu dem Tier halten. WaschbĂ€ren sind normalerweise nicht aggressiv und gehen einer Auseinandersetzung aus dem Weg, aber wenn sie sich angegriffen fĂŒhlen, können sie mit ihrem Gebiss extrem schmerzhafte Wunden verursachen. Außerdem werden von ihnen Krankheiten ĂŒbertragen.

WaschbÀrgesicht
WaschbÀr: Der Allesfresser ist leicht durch seine Fellzeichnung im Gesicht erkennbar. (Quelle: ITAR-TASS/imago-images-bilder)

WaschbĂ€ren können Krankheiten ĂŒbertragen

Es ist nicht abzustreiten, dass WaschbĂ€ren sehr knuffig aussehen, Sie dĂŒrfen aber keinesfalls vergessen, welche Gefahr von Ihnen ausgehen kann. Sie ĂŒbertragen eine Reihe von Infektionskrankheiten und Parasiten auf Menschen aber auch auf Haustiere. Neben Staupe kann das Raubtier auch andere infektiöse Krankheiten ĂŒbertragen. Darunter waren bis vor wenigen Jahren auch Tollwut.

Info
Deutschland gilt als nahezu tollwutfrei. 2007 war der letzte Tollwutfall bei einem Menschen. Eine Ansteckung mit dem Virus erfolgt vorwiegend durch Kontakt mit Tieren im Ausland oder mit heimischen FledermÀusen. Diese können mit einer Unterart des Tollwutvirus infiziert sein. Dennoch kann immer noch eine geringe Gefahr der Ansteckung bestehen.

Sehr hĂ€ufig sind WaschbĂ€ren von einem Spulwurm befallen, der auch bei Menschen das zentrale Nervensystem schĂ€digen, Blindheit verursachen oder sogar zum Tod fĂŒhren kann. Die Eier des Spulwurms werden durch den Kot ĂŒbertragen. Daher sollten Sie WaschbĂ€rkot möglichst verbrennen und bei dessen Beseitigung stets Handschuhe tragen.

Zwei WaschbĂ€ren sorgen fĂŒr Plage

UrsprĂŒnglich stammen die Allesfresser aus Nordamerika. Sie können bis zu 70 Zentimeter groß und bis zu zehn Kilogramm schwer werden. Im Dunkeln oder in der DĂ€mmerung ist der WaschbĂ€r an seiner Gangart mit dem runden RĂŒcken erkennbar. Hörbar ist er oft nur durch seine LautĂ€ußerungen, die einem Schnirken oder Kekkern Ă€hneln, oder durch das Gepolter von umgeworfenen Kisten und Kartons.

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Achtung
Gibt ein WaschbÀr laute Knurr- oder Kreischlaute von sich, sollten Sie sich lieber von dem Tier entfernen: Es verdeutlicht dadurch seine aggressive Stimmung.

Erstaunlich und ein Indiz fĂŒr die rasend schnelle Verbreitung der WaschbĂ€ren ist die Tatsache, dass fast alle deutschen und sogar mitteleuropĂ€ischen WaschbĂ€ren von nur zwei Paaren abstammen. Die beiden Paare wurden 1934 am Edersee in die Freiheit entlassen und in der perfekten Umgebung – viel Wald, viel Wasser, viel Nahrung – entwickelte sich die Population prĂ€chtig. 25 Jahre spĂ€ter lebten in Deutschland schon 20.000 WaschbĂ€ren, heute sind es wohl mehr als eine halbe Million, und ein RĂŒckgang ist bisher nicht in Sicht.

  • Wie Sie Ihr Haus vor den geschickten Kletterern schĂŒtzen können.

Im Juli 2016 hatte die EU-Kommission den WaschbĂ€ren auf die Liste unerwĂŒnschter Tier- und Pflanzenarten gesetzt. Damit soll seine Ausbreitung in Europa verhindert und bekĂ€mpft werden. Der Allesfresser ist ein Feind fĂŒr bodenbrĂŒtende Kiebitze, den Rotmilan sowie Amphibien- und Rörichtarten. Zudem solle er bei seiner Suche nach Nahrung Deiche und dadurch den Lebensraum zahlreicher Tierarten zerstören, kritisieren Gegner. Neben dem WaschbĂ€ren stehen weitere invasive fremde Arten auf der Liste, unter anderem das Grauhörnchen und ein asiatischer Knöterich (Persicaria perfoliata).

In Deutschland wird die Ausbreitung des WaschbĂ€ren stark diskutiert. So fordert der Deutsche Jagdverband (DJV) verschĂ€rfte Maßnahmen, um die Auflagen der EU-Kommission zu erfĂŒllen. Dazu zĂ€hle "keine Verbote in Siedlungs- und Schutzgebieten und ganzjĂ€hrige Jagdzeit." Dennoch mĂŒsse der Elterntierschutz erhalten bleiben, so der DJV.

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (Nabu) plĂ€diert stattdessen dafĂŒr, die LebensrĂ€ume der vom WaschbĂ€ren bedrohten Tiere entsprechend zu sichern und zu schĂŒtzen und dadurch dem Eindringling die Ausbreitung zu erschweren. "Insbesondere fĂŒr kleinere SĂ€ugetiere, Amphibien und Vögel sollten geeignete LebensrĂ€ume zur VerfĂŒgung gestellt werden und durch Hecken oder alte BaumbestĂ€nde Verstecke sowie ein grĂ¶ĂŸeres Nahrungsangebot geschaffen werden", heißt es seitens des Nabus.

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