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Dickmaulrüssler und seine Larven bekämpfen

Fieser Schädling  

Dickmaulrüssler und seine Larven bekämpfen

04.05.2018, 08:18 Uhr | rw, jb, t-online.de

Dickmaulrüssler und seine Larven bekämpfen. Der Gefurchter Dickmaulrüssler ist sehr gefräßig (Quelle: imago/blickwinkel)

Der Gefurchter Dickmaulrüssler ist sehr gefräßig (Quelle: imago/blickwinkel)

Jetzt ist ein günstiger Zeitpunkt, um die Larven des Gefurchten Dickmaulrüsslers zu bekämpfen. Am besten bekämpfen Sie den Schädling zwischen April und Mai oder zwischen August und September. Der Dickmaulrüssler befällt fast alle Gartenpflanzen und hat mächtig Appetit. Was ist am wirksamsten? 

Am wirksamsten ist die biologische Bekämpfung der Larven mit Nematoden. Das sind parasitär lebende Fadenwürmer. Der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer (LWK) Nordrhein-Westfalen rät zu den Arten Heterorhabditis bacteriophora und Heterorhabditis megidis, für den Einsatz im Frühjahr empfehlen sie Fadenwürmer der Art Steinernema kraussei.

Dickmaulrüsslerlarven mit Nematoden bekämpfen

Der Vorteil von Nematoden ist, dass diese unempfindlicher gegenüber Kälte sind und daher bereits ab einer Bodentemperatur von fünf Grad aktiv sind. Für den Einsatz von Heterorhabditis-Nematoden hingegen darf die Bodentemperatur nicht unter zwölf Grad liegen.

Nicht erst die ausgewachsenen Käfer des Dickmaulrüsslers, sondern schon seine Larven können im Garten Unheil stiften. Sie schädigen die Pflanzen durch unterirdischen Wurzelfraß.

Zur Behandlung geben Sie die Nematoden, die sich in einem Tonmineralpulver befinden, zunächst in Wasser und bringt Sie sie anschließend mit einer Gießkanne auf der zu behandelnden Fläche aus. Die nützlichen 0,1 Millimeter kleinen Mikroorganismen dringen in die Larven und Puppen des Dickmaulrüsslers ein und übertragen dabei ein Bakterium, das sich in der Larve vermehrt und sie so zum Absterben bringt. Danach suchen sie sich einen neuen Wirt oder überdauern im Boden.

Bei der Ausbringung ist darauf zu achten, dass der Boden sowohl bei als auch nach der Anwendung ausreichend feucht ist. Nur so ist es möglich, dass sich die Nematoden im Boden fortbewegen und zu den Dickmaulrüsslerlarven gelangen können. Außerdem vertragen die Fadenwürmer UV-Licht nicht gut. Sie sollten deshalb entweder bei bewölktem Wetter oder in den Abendstunden ausgebracht werden.

Die Anwendung der Nematoden wird möglichst über einen Zeitraum von drei Jahren wiederholt, damit sich kein erneuter Befall ausbreitet.

Pflanzenschutzmittel gegen Dickmaulrüssler

Auf den zusätzlichen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichten Sie am besten ganz oder lässt sich fachkundig über deren Nematodenverträglichkeit beraten. Beim zeitgleichen Einsatz von chemischen Mitteln und Nematoden kommt es häufig vor, dass das die Fadenwürmer durch das Pflanzenschutzmittel getötet werden.

Dickmaulrüssler ist nicht wählerisch

Im Käferstatus ist der Dickmaulrüssler ist bei der Wahl seines Futters nicht besonders wählerisch. Es ist daher ratsam, die Neumatoden auf verschiedene Pflanzengattungen aufzubringen.

Alles was dem Hobbygärtner lieb und teuer ist, steht auf dem Speiseplan: Gehölze wie

werden von dem zur Familie der Rüsselkäfer gehörenden Insekt ebenso wenig verschmäht wie diverse Stauden, Erd- und Himbeeren oder auch beliebte Topfpflanzen wie

Schäden durch den Dickmaulrüssler erkennen

Da Dickmaulrüssler nachtaktive Tiere sind, werden sie nur selten gesichtet. Tagsüber verstecken sie sich unter Mulch, Laub, Blumentöpfen oder auch in einer dunklen Ecke des Hauses. Der Befall fällt meist erst durch das charakteristische Schadbild auf. Die Larven fressen das Wurzelwerk, die Käfer hingegen die oberirdischen, grünen Pflanzenteilen.

Typische Schäden sind u-förmig ausgefressene Blatt- und Nadelränder – der sogenannte Buchtenfraß. An Nadelgehölzen kann es darüber hinaus zum Ringeln junger Triebe kommen. Die Rinde wird einige Zentimeter unterhalb der Triebspitze abgenagt, infolgedessen stirbt der Trieb oberhalb dieser Fraßstelle ab.

Einem Befall vorbeugen und Dickmaulrüssler bekämpfen

Von einer Bekämpfung mit der chemischen Keule raten die Experten ab, da die Schädlinge mit Insektiziden kaum zu erfassen sind. Stattdessen können Sie vorbeugend schon beim Kauf neuer Pflanzen auf Schädlingsfreiheit achten. Da die Käfer nicht fliegen können, erfolgt eine Ausbreitung oft mit bereits befallenen Pflanzen, die Sie sich neu in Ihren Garten holen.

Kommt es dennoch zu einem Befall, müssen die Schädling regelmäßig aufgesammelt werden. Das kann auf zwei Arten geschehen:

  1. Morgens werden die Käfer abgesammelt – kontrollieren Sie hierbei auch mögliche Schlupfwinkel. Infrage kommen etwa mit Heu oder Holzwolle ausgekleidete Dosen und Tontöpfe, in die sich die Käfer verkriechen können und dann eingesammelt werden können.
  2. Abends oder nachts werden betroffene Pflanzen über einem ausgebreiteten Tuch abgeklopft. Die Käfer fallen auf das Tuch und können von dort aufgesammelt werden.

Achtung
Entsorgen Sie die Käfer nicht in Ihrem Kompost oder im Biomüll. Die Tiere können sonst leicht wieder zu Ihnen in den Garten zurückkehren. Setzen Sie die aufgesammelten Käfer lieber im Wald oder auf einer weit entfernten Wiese aus.

Dickmaulrüssler mit Fallen fangen

Neben dem regelmäßigen Aufsammeln können Sie zusätzlich in Ihrem Garten noch Käferfallen aufstellen. Hierfür reicht ein Blumentopf, der mit Holzwolle gefüllt wird. Drehen Sie den Blumentopf um, sodass die Käfer durch das Loch am Boden hineinkriechen müssen. Wahlweise können Sie den Topf auch leicht schräg stellen, damit der Dickmaulrüssler einfach hinunter kriechen kann. Platzieren Sie anschließend den Blumentopf zwischen den befallenen Pflanzen. Diese Methode erleichtert Ihnen das Aufsammeln der Schädlinge. 

Anstatt eines umgedrehten Blumentopfs können Sie auch ein geriffeltes Holzstück umgedreht bei den befallenen Pflanzen platzieren. Zwischen den Rillen kann sich der Käfer ebenfalls tagsüber gut verstecken und so leichter von Ihnen gefangen werden.

Steckbrief Dickmaulrüssler
• Größe und Aussehen: Der Dickmaulrüssler (Otiorhynchus) ist dunkelbraun bis schwarz und wird bis zu drei Zentimeter groß.
• Welche Pflanzen befällt er? Rosen, Buchsbaum, Rhododendron und Kirschlorbeer mag der Dickmaulrüssler ebenso gern wie Erd- und Himbeeren, Geranien, Primeln oder Chrysanthemen.
• Was hilft gegen den Dickmaulrüssler? Am wirkungsvollsten sind Nematoden, außerdem sollte man den nachtaktiven Käfer absammlen. Dabei helfen Tücher und mit Holzwolle ausgekleidete Dosen.
• Wie überwintert der Schädling? Der Dickmaulrüssler legt seine Eier in den Boden ab. Die daraus entstehenden Puppen und Larven überwintern in der Erde, zumeist als Larve.

Welche Schädlinge Ihnen das Leben als Hobbygärtner noch schwer machen, sehen Sie in unserer Fotoshow.

Verwendete Quellen:
  • eigene Recherche


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