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Hibiskus vermehren – so klappt's

Von t-online, br

Aktualisiert am 14.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Pflanzenvermehrung: Nutzen Sie den Frühling und Sommer, um durch Stecklinge neue Hibiskuspflanzen zu gewinnen.
Pflanzenvermehrung: Nutzen Sie den Frühling und Sommer, um durch Stecklinge neue Hibiskuspflanzen zu gewinnen. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)
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Trichterförmige Blüten in leuchtenden Farben, aus denen ein langer Stempel ragt: Der tropische Hibiskus wächst auch in deutschen Gärten gern – zumindest winterharte Sorten – und lässt sich durch Stecklinge vermehren.

Ein- oder mehrjährig, als Topfpflanze oder im Garten, einfache oder gefüllte Blüten, rot, gelb, weiß, blau, lila oder sogar mehrfarbig: Hibiskus, auf Deutsch auch Eibisch genannt, beindruckt im Sommer mit üppiger Blütenpracht. Mehr als 220 verschiedene Hibiskus-Arten gibt es weltweit, die häufigsten und beliebtesten hierzulande sind:

  • Der Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis), der sich gut als Zimmer- und Topfpflanze eignet und im Sommer draußen stehen kann.
  • Der winterharte Garten- oder Straucheibisch (Hibiscus syriacus), der im Freiland bis zu zwei Meter hohe Sträucher bildet.
  • Der Sumpfeibisch (Hibiscus moscheutos), eine ebenfalls winterharte Sorte, die sehr krautig wächst.

Je nach Hibiskus-Art sind die Vermehrungsmöglichkeiten unterschiedlich und reichen von der Aussaat von Samen über Veredlung bis hin zu Wurzelschnittlingen. Am einfachsten und grundsätzlich bei allen Sorten möglich ist eine Vermehrung durch Stecklinge. Hobbygärtner können so in der warmen Jahreszeit viele neue Hibiskuspflanzen züchten, besonders beim Roseneibisch und Sumpfhibiskus ist die Methode erfolgversprechend.

Tipp:
Garteneibisch vermehrt sich – besonders nach warmen Sommern – oft von selbst: Die aus herabgefallenen Samen dicht an der Hibiskushecke ausgetriebenen Jungpflanzen müssen Sie nur noch ausgraben und an der gewünschten Stelle wieder einsetzen.

Hibiskus: Beim Chinesischen Roseneibisch ist der Frühling der optimale Zeitpunkt für die Stecklingsvermehrung.
Hibiskus: Beim Chinesischen Roseneibisch ist der Frühling der optimale Zeitpunkt für die Stecklingsvermehrung. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)

Hibiskus durch Stecklinge vermehren

Für Roseneibisch ist der Frühling, kurz nach Austrieb, die beste Zeit für das Schneiden der Stecklinge, beim Sumpfeibisch ist es der Juni. Schneiden Sie einen frischen, kräftigen aber nicht verholzten Trieb von zehn bis 15 Zentimetern Länge mit möglichst vielen Augen schräg in einem Winkel von 45 Grad von der Mutterpflanze ab. Sind bereits Blütenknospen an den Trieben, entfernen Sie diese und zupfen Sie auch die unteren Blätter ab. Tauchen Sie die Stecklinge mit der Schnittstelle in Bewurzlungspulver (im Handel erhältlich). Nun haben Sie zwei Möglichkeiten, um den Steckling wurzeln zu lassen: in Wasser oder in Komposterde.

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Tipp
Schneiden Sie immer mehr Stecklinge, als Sie Pflanzen brauchen, da nicht alle erfolgreich Wurzeln bilden. In der Regel wird bestenfalls aus jedem dritten Steckling eine lebensfähige Pflanze.

Hibiskus-Stecklinge in Wasser wurzeln lassen

Der Vorteil an dieser Methode ist: Sie können die Wurzelbildung beobachten. Füllen sie ein Glas etwa fünf Zentimeter hoch mit Wasser, stellen Sie den Setzling hinein und platzieren Sie es an einem hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Stülpen Sie eine transparente Plastiktüte über das Glas, die Sie einmal täglich abnehmen, um den Setzling mit etwas Wasser aus einer Sprühflasche zu benetzen. Jeder Setzling sollte sein eigenes Glas bekommen, um Bakterienbildung zu vermeiden, und alle zwei bis drei Tage sollten Sie das Wasser wechseln. Am besten Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser. Sobald die Wurzeln drei bis fünf Zentimeter lang sind, die Setzlinge in Töpfe mit Komposterde einpflanzen.

Steckling: Der Vorteil am Bewurzeln im Wasser ist, dass man die Wurzeln beobachten kann.
Steckling: Der Vorteil am Bewurzeln im Wasser ist, dass man die Wurzeln beobachten kann. (Quelle: Westend61/imago-images-bilder)

Hibiskus-Stecklinge in Erde wurzeln lassen

Setzen Sie jeden Steckling etwa fünf Zentimeter tief in einen kleinen Topf mit feuchter Komposterde, aus dem das Gießwasser gut abfließen kann. Mindestens zwei Augen sollten dabei unter der Erde sein. Dann bauen Sie ein Mini-Gewächshaus, indem Sie eine transparente Plastiktüte über die Pflanze stülpen, die, zum Beispiel durch zwei bis drei Schaschlikspieße, gestützt wird. Sie sollte nicht auf dem Steckling aufliegen. Alternativ können Sie eine umgestülpte klare Plastikflasche Flasche nehmen, von der der Flaschenhals abgeschnitten wurde. Halten Sie die Erde feucht und stellen Sie die Pflanze an einen hellen, warmen Ort, aber nicht direkt in die Sonne. Nach einem bis zwei Monaten sollten sich Wurzeln gebildet haben.

Tipp
Den ersten Winter sollten auch winterharte Sorten noch nicht im Freien verbringen. Idealerweise überwintert der Setzling in einem hellen Treppenhaus oder kühlen Schlafzimmer. Im nächsten Frühling kann er im Garten eingepflanzt werden, sobald kein Frost mehr zu erwarten ist .

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