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FĂŒr diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfĂ€ltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Die grĂ¶ĂŸten AlltagsirrtĂŒmer im Haushalt

Von t-online, jb

Aktualisiert am 27.08.2021Lesedauer: 4 Min.
SpĂŒlmaschine: Das Geschirr und Besteck muss nicht zwingend mit System einsortiert werden.
SpĂŒlmaschine: Das Geschirr und Besteck muss nicht zwingend mit System einsortiert werden. (Quelle: AndreyPopov/getty-images-bilder)
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Metall gehört nicht in die Mikrowelle, WÀschetrockner und Durchlauferhitzer sind Energiefresser und morgens nach dem Aufstehen sollte man erst einmal das Bett machen: Das sind nur drei von vielen Haushaltsmythen.

Das Wichtigste im Überblick


  • Betten nicht mehr machen?
  • GeschirrspĂŒler nach System einrĂ€umen?
  • WĂ€schetrockner und Durchlauferhitzer sind verschrien
  • FrostwĂ€chter ist kein ausreichender Frostschutz

Beeinflusst wird die eigene HaushaltsfĂŒhrung unter anderem von eigenen Erfahrungen und Vorbildern. Nicht zuletzt vertraut man gern auf die Tipps, die schon im eigenen Elternhaus angewendet wurden.


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Metall darf in die Mikrowelle

Einer der hartnĂ€ckigsten HaushaltsirrtĂŒmer besagt, Metall dĂŒrfe nicht in die Mikrowelle. Diese weit verbreitete Fehlannahme hĂ€lt sich wohl auch deshalb schon so lange, weil er sich durch eigene Anschauung bestĂ€tigen zu scheint. Schließlich fliegen die Funken, wenn einmal versehentlich Geschirr mit Metallrand in der Mikrowelle landet. Das liegt daran, dass die Mikrowellen in Metall einen Strom induzieren, wodurch sich das Material erhitzt. Der sehr dĂŒnne Goldrand wird schnell so heiß, dass er sich Funken sprĂŒhend "auflöst".

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Trotzdem stimmt der Mythos nicht. "Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts fĂŒr Verfahrenstechnik und Verpackung haben gefĂŒllte Stahl- und Aluminiumschalen, wie sie auch als Lebensmittelverpackung verwendet werden, in die Mikrowelle gestellt", berichten die VerbraucherschĂŒtzer von Öko-Test auf ihren Internetseiten. "Wenn die BehĂ€lter richtig gefĂŒllt und nach oben hin weit geöffnet sind, spricht nichts gegen die Metallschalen."

Manche HaushaltsirrtĂŒmer sind "geerbt"

Auch das morgendliche Bettenmachen wird vielen schon in ihrer Kindheit beigebracht. Es gehört sodann in einen ordentlich gefĂŒhrten Haushalt fĂŒr sie eben einfach dazu. Ganz Ă€hnlich sieht es bei der SpĂŒlmaschine aus: Diese muss nach Glauben einiger nach einem ganz bestimmten System eingerĂ€umt werden, damit möglichst viel Geschirr hineinpasst und dieses dann auch richtig sauber wird.

Betten nicht mehr machen?

Doch beides, sowohl das morgendliche Bettenmachen, bei dem die Decke feinsĂ€uberlich gefaltet auf die Matratze gelegt wird, als auch das systematische EinrĂ€umen des GeschirrspĂŒlers, ist in Wahrheit sogar kontraproduktiv. Denn eine zusammengefaltete Bettdecke, die nicht auslĂŒften konnte, erleichtert Milben das Überleben.

Durchs nĂ€chtliche Schwitzen sind Matratze und Decke morgens hĂ€ufig noch leicht feucht und trocknen viel langsamer, wenn man die Decke faltet und flĂ€chig auf die Matratze legt. Deshalb sollte nach dem Aufstehen zuerst die Decke zurĂŒckgeschlagen und die SchlafrĂ€ume ausgiebig gelĂŒftet werden.

DarĂŒber hinaus besteht die Gefahr, dass sich in der Matratze Schimmelsporen ansammeln, wenn diese nicht ausreichend lĂŒften und trocknen kann. Machen Sie das Bett daher erst ordentlich, nachdem sowohl die Bettdecke als auch die Matratze auslĂŒften und trocknen konnten. DafĂŒr reichen hĂ€ufig ein bis zwei Stunden aus.

GeschirrspĂŒler nach System einrĂ€umen?

Auch der GeschirrspĂŒler muss fĂŒr ein gutes SpĂŒlergebnis nicht systematisch eingerĂ€umt werden. Zwar passt dann hĂ€ufig etwas mehr hinein, das Geschirr wird jedoch nur dann richtig sauber, wenn das Wasser in der Maschine auch ĂŒberall hin gelangt. Zu voll sollte man die SpĂŒlmaschine deshalb möglichst nicht beladen. Auch wenn alles akkurat angeordnet wurde.

Damit das Geschirr sauber wird, sollten Sie wie folgt vorgehen:

  • Entfernen Sie Essensreste.
  • RĂ€umen Sie den Besteckkorb nicht nach System ein. Verteilen Sie sowohl Gabeln als auch Messer und Löffel in verschiedene KorbfĂ€cher. So verhindern Sie, dass diese aneinanderkleben und so nicht richtig gesĂ€ubert werden können.
  • Sperriges und großes Geschirr gehört in den untersten SpĂŒlkorb.
  • Richten Sie verschmutztes Geschirr nach den SprĂŒharmen aus, damit der Strahl den Dreck besser entfernen kann.
  • GlĂ€ser, Tassen, kleine SchĂ€lchen sowie empfindliches Geschirr gehören in den obersten SpĂŒlkorb.
  • Lassen Sie genug Abstand zwischen den einzelnen Teilen, damit die Wasserstrahlen besser in alle Ecken und ZwischenrĂ€ume abgelenkt werden.
  • Stapeln Sie das Geschirr nicht.

WĂ€schetrockner und Durchlauferhitzer sind verschrien

Neben diesen Haushaltsmythen gibt es noch weitere IrrtĂŒmer zur HaushaltsfĂŒhrung, die sich hartnĂ€ckig halten. So gelten vielen Menschen sowohl WĂ€schetrockner als auch Durchlauferhitzer als Energiefresser.

In Bezug auf WĂ€schetrockner verweist die Deutsche Energieagentur auf die Alternativen zum frĂŒher verbreiteten und tatsĂ€chlich sehr verbrauchsstarken Ablufttrockner hin: "Bei WĂ€rmepumpenmodellen liegt der Stromverbrauch selbst bei gĂŒnstigen GerĂ€ten durchschnittlich lediglich zwischen 1,5 und 1,8 Kilowattstunden." Das ist nur rund ein Drittel dessen, was man frĂŒher fĂŒr Ablufttrockner kalkulieren musste.

Auch Durchlauferhitzer sind zu Unrecht verschrien. Laut einer Untersuchung der Forschungsgesellschaft fĂŒr Energiewirtschaft (FfE) ist die dezentrale Warmwasserversorgung mit Durchlauferhitzern sogar die gĂŒnstigste Art der Warmwasserbereitung. Bei einer Zentralheizung verliere das Wasser auf dem Weg von der WĂ€rmequelle bis zur Zapfstelle im Schnitt mehr als 40 Prozent WĂ€rme, bei der dezentralen Aufbereitung mit dem Durchlauferhitzer seien es laut FfE-Untersuchung im Schnitt nur etwa drei Prozent. Erst eigene Fehler bei Verwendung, Wartung oder Installation des Durchlauferhitzers erhöhen den Energieverbrauch und können teuer werden.

FrostwÀchter ist kein ausreichender Frostschutz

Viele HaushaltsirrtĂŒmer scheinen zunĂ€chst sehr plausibel: beispielsweise der Mythos um den so genannten FrostwĂ€chter. Viele Menschen glauben, dass es ausreicht, das Thermostat eines Heizkörpers bis zum Schneeflockensymbol aufzudrehen, um die Heizung wirksam vor FrostschĂ€den zu schĂŒtzen. Kommt es aber im Winter zu lang anhaltendem Dauerfrost, können wasserfĂŒhrende Heizungsrohre auch dann zufrieren, wenn die Heizkörperthermostate bis zur FrostwĂ€chterstellung aufgedreht sind.

Diese schĂŒtze die Heizkörper, nicht aber die Leitungen, informiert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Vor allem in schlecht oder gar nicht gedĂ€mmten RĂ€umen können bei dieser Einstellung trotzdem die Leitungen zufrieren. Mögliche Folgen sind ein Rohrbruch oder gar der Ausfall der kompletten Heizung. Laut einem Urteil des Landgerichts Bonn mĂŒssen nicht einmal die Versicherungen einspringen, wenn es infolge des unzureichenden Frostschutzes zu SchĂ€den kommt (Az.: 10 O 203/06).

Die grĂ¶ĂŸten AlltagsirrtĂŒmer im Haushalt

Die Liste weit verbreiteter HaushaltsirrtĂŒmer ließe sich noch lange fortsetzen: Entgegen der landlĂ€ufigen Meinung sollte ein zerborstenes Trinkglas beispielsweise nicht im Altglas entsorgt werden. Gute Staubsauger brauchen auch nicht unbedingt viel Watt, und Schneidebretter aus Kunststoff sind nicht generell hygienischer als ihre Pendants aus Holz – es kommt hierbei auch auf die richtige Handhabung und Pflege an. Ebenso leistet lĂ€ngst nicht jedes vermeintlich bewĂ€hrte Hausmittel tatsĂ€chlich die erhofften Dienste.

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