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Lebensmittelmotten Schritt für Schritt loswerden

Tipps gegen Schädlinge  

Fön-Trick: Wie Sie Motten in Lebensmitteln einfach loswerden

15.08.2019, 15:18 Uhr | Katja Fischer, dpa-tmn, jb, t-online.de

Lebensmittelmotten Schritt für Schritt loswerden. Lebensmittelmotten kleben in einer Mottenfalle: Um sicher zu gehen, dass man tatsächlich alle Motten, Larven und Eier beseitigt hat, sollte man eine Mottenfalle aufstellen. (Quelle: dpa/tmn/Andrea Warnecke)

Lebensmittelmotten kleben in einer Mottenfalle: Um sicher zu gehen, dass man tatsächlich alle Motten, Larven und Eier beseitigt hat, sollte man eine Mottenfalle aufstellen. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa/tmn)

Flattern einem beim Öffnen des Küchenschranks kleine rotbraune Falter entgegen, ist es passiert – Lebensmittelmotten haben sich eingenistet. Wie vertreiben Sie die Schädlinge?

Oft bringt man sie vom Einkauf mit: Lebensmittelmotten. Die Schädlinge nisten sich beispielsweise im Vorratsschrank ein. Dann ist es oft gar nicht so einfach, sie wieder loszuwerden.

1. Lebensmittel kontrollieren

Lebensmittelmotten befallen nicht alle Nahrungsmittel. "An Fette, Öle, Zucker und Salz, sowie stark geräucherte Lebensmitteln gehen sie nicht", erklärt das Julius Kühn-Institut Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI) in Quedlinburg. Auch Kaffee und schwarzen Tee lassen sie in der Regel außer Acht. Gerne gehen sie hingegen gehen sie gerne an:

  • Mehl,
  • Grieß,
  • Müsli,
  • Tierfutter,
  • Nüsse,
  • Trockenobst,
  • Hülsenfrüchte,
  • Gewürze,
  • Kräuter- und Früchtetee.

2. Auf Warnzeichen achten

Nur selten findet man ausgewachsene Tiere in den Lebensmitteln. Meist handelt es sich um ihre Eier, aus denen Larven schlüpfen. Einen Befall können Sie durch kleine Klümpchen und feine Gespinste erkennen, erklärt der Deutsche Schädlingsbekämpfer-Verband in Greven. Die Larven der Lebensmittelmotten werden allerdings nur 14 bis 17 Millimeter lang. Sie sind daher teilweise schwer auf den ersten Blick zu erkennen.

Problematisch ist die Bekämpfung der Schädlinge vor allem, weil sie ihre Eier in Ritzen oder an Stellen legen, von denen die schlüpfenden winzigen Larven selbst in kleinste Löcher an der Schweißnaht oder der Perforation direkt in die Verpackung einwandern können, erläutert der Verein. Lebensmittel können also schon beim Kauf befallen sein.

3. Vorräte dicht verschließen

Die Vorräte sollte man aus den Verkaufspackungen nehmen und insektendicht verschließen. Das gilt insbesondere, wenn Verbraucher sie längere Zeit bei Temperaturen über 15 Grad aufbewahren. Gar nicht so einfach, denn viele Gläser und Blechdosen sind für die Insekten keine Hindernisse. Behälter müssen fest schließende Deckel mit Schraubgewinde oder eine spezielle Dichtung haben.

Außerdem sollten halbvolle Gefäße nicht mit neu gekauften Lebensmitteln gefüllt werden. Andernfalls können bereits vorhandene Eier und Larven in den gesamten Bestand übergehen.

Unter der Bezeichnung Lebensmittelmotte werden umgangssprachlich verschiedene Insektenarten zusammengefasst. Dazu gehören etwa die Dörrobstmotte, die Mehlmotte und der Mehlzünsler. Für einen Befall muss man sich nicht schämen. Lebensmittelmotten sind kein Hinweis auf mangelnde Hygiene im Haushalt. Vielmehr werden diese oft eingeschleppt durch bereits befallene Lebensmittel aus dem Handel. Sie sollte man daher am besten immer vorher genau anschauen.

4. Befallene Lebensmittel vollständig entsorgen

Wer Larven oder Gespinste in Lebensmitteln entdeckt, muss diese umgehend entsorgen. Durch den Kot und die Gespinste kann eine Gesundheitsgefährdung bestehen – bei Mehlmotten kommt ein allergenes Potenzial durch Flügelschuppen hinzu. Verbrauchern wird daher geraten, die Lebensmittel in fest zugeknoteten Tüten in den Müll zu werfen. Andernfalls können die Insekten herausfliegen und ihren Weg zurück in das Haus finden.

5. Alles gründlich reinigen

Betroffene Behälter sollten Sie mit Spülmittel auswaschen oder in die Spülmaschine stecken. Schränke werden mit der kleinen Düse des Staubsaugers ausgesaugt. Wichtig ist dabei das Absaugen der Ritzen, Schrankrückwände und Regalkanten. Denn hier sitzen oft verpuppte Larven sowie hinter den Schränken oder an der Decke.

Ideal ist es, nach dem Saugen alles noch einmal feucht abzuwischen. Verwenden Sie hierfür jedoch keinen Essig, sondern Universalreiniger. Essig fördert die Bildung von Bakterien. Und dies wiederum zieht Insekten an. Das Umweltbundesamt (UBA) empfiehlt, schlecht zugängliche Stellen und Ritzen am besten mit dem Föhn zu erhitzen. Das tötet dort abgelegte Eier und Larven ab.

6. Nachkontrollieren

Lebensmittelmotten sind hartnäckig. Wer nicht alle Larven erwischt, sieht schnell die Folgen. Es schlüpfen schnell neue Falter. Sie paaren sich und legen erneut Eier ab.

Daher ist es wichtig, die Gegenmaßnahmen über längere Zeit immer zu wiederholen. Und zwar so lange, bis kein Befall mehr festzustellen ist.

Will man prüfen, ob der Befall restlos beseitigt wurde, helfen Mottenfallen. Sie locken mit einem Sexualwirkstoff männliche Tiere an. Man unterbricht damit die Fortpflanzung. Diese Fallen kann man auf Kärtchen in der Nähe der Vorräte anbringen. Erst wenn keine Motte mehr in den Fallen zu sehen ist, ist die Chance groß, dass sie die Wohnung oder das Haus verlassen haben. 



7. Andere Insekten zu Bekämpfung

Auch wenn die Idee für die Küche nicht appetitlich klingt: Es ist sinnvoll, andere Insekten zur Bekämpfung der Lebensmittelmotten einzusetzen. Mikroskopisch kleine Schlupfwespen spüren deren Eier in den Ritzen auf und vernichten diese – und sie sterben selbst, wenn es keinen Nachschub mehr gibt. Auch ätherische Öle wie Lavendel, Nelke und Zedernholz sollen die Motten vertreiben.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn

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