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Keimende Kartoffeln: Kann man sie noch essen?


Kann man gekeimte Kartoffeln noch essen?

vdb, cme

Aktualisiert am 01.04.2016Lesedauer: 2 Min.
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Keime an den Kartoffeln muss man großzügig herausschneiden.Vergrößern des Bildes
Keime an den Kartoffeln muss man großzügig herausschneiden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)

Kartoffeln

Kartoffeln mit langen Keimen besser wegwerfen

Solange nur winzige Keime aus der Knolle sprießen, besteht keine Gefahr. "Solche Kartoffeln können Sie noch essen, wenn Sie Keime, Schale und grüne Stellen entfernen", sagte Dr. Norbert Haase vom Max Rubner-Institut in Detmold gegenüber dem Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber". Denn beim Keimen entstehe giftiges Solanin. Werden die Keime länger, findet man das Gift zunehmend auch im Innern der Knolle. Erreichen sie eine Länge von fünf Zentimetern und mehr, sollte man die Kartoffeln ganz wegwerfen.

Giftige grüne Stellen

Auch grüne Stellen auf und unter der Schale enthalten den giftigen Stoff Solanin. Die bitter schmeckende Substanz wird in Nachtschattengewächsen wie Kartoffeln und Tomaten gebildet. Allerdings ist das noch kein Grund, die Kartoffel wegzuschmeißen, ein großzügiges Abschneiden reicht aus. Auch sonst bleibt die Gefahr überschaubar: Solanin-Vergiftungen können erst bei einer Konzentration von einem Milligramm pro Körpergewicht vorkommen. Dazu müsste ein Mann 2,7 Kilo Kartoffeln und eine Frau 2,2 Kilo essen. Jedoch sollte man bei Kindern besonders vorsichtig sein.

Schale mitessen?

Um möglichst wenig Solanin aufzunehmen, sollten Sie zudem darauf verzichten, Pellkartoffeln samt Schale zu essen. Lediglich bei Frühkartoffeln, die unmittelbar nach der Ernte in den Laden kommen, können Sie die Schale ohne Bedenken verzehren, da diese sehr jungen Kartoffeln in der Regel noch keine grünen Stellen bilden. Das Kochwasser sollten Sie bei der weiteren Zubereitung von Speisen jedoch nicht mit verwenden, denn die Kartoffeln geben einen Teil des Solanins beim Garen an das Wasser ab.

Kartoffeln richtig lagern

Damit Kartoffeln möglichst wenig Solanin bilden und nicht keimen, sollten sie optimal gelagert werden. Ideal ist ein dunkler Raum mit einer Temperatur von sechs bis acht Grad. In der Wohnung ist es zu warm, am besten eignen sich ein Keller oder eine kühle Speisekammer. Wer über keinen passenden Lagerraum verfügt, kann die Erdäpfel auch im Herbst und Winter auf dem Balkon lagern. Allerdings nur abgedeckt und wenn es nicht friert.

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